Ist Konkurrenz zwischen Menschen notwendig?

Support

Liebe/r soulbridge1,

das ist eine spannende Frage, allerdings wird Deine Suche nach einem persönlichen Rat aus der Community nicht ganz deutlich.

Ich habe Deine Frage geschlossen und bitte Dich, in Zukunft Fragen dieser Art direkt im Forum zu stellen: http://www.gutefrage.net/forum Falls Du Dich nicht daran hältst, müssen leider Deine Beiträge entfernt werden.

Herzliche Grüsse

Klara vom gutefrage.net-Support

16 Antworten

Konkurrenz ist für den Kapitalismus so notwendig wie Flöhe für die Pest-Ausbreitung. Die Frage nach "besseren Alternativen" von Konkurrenz oder Flöhen finde ich aber schon abartig. Wozu noch Alternativen zu Übeln suchen?

Es gibt wohl keine bessere Alternative. Stell dir vor es gäbe keine Konkurrenz. Wer würde der Anführer? Wenn keiner besser sein wollte als der andere. Wie würde sich der Mensch weiter entwickeln? Wenn irgend einer eine Idee hat. Sollte er sie verwirklichen? Er stände ja damit in Konkurrenz zu den Anderen. Also ohne Konkurrenz, keine Entwicklung. Deine Frage sollte deshalb lauten: Läßt sich die Konkurrenz steuern um sie in Bahnen zu lenken, die den Menschen nutzen und nicht schaden.

25

Hmmm... also ich komponiere z.B. Musikstücke. Das mache ich schon seit meiner Kindheit. Und wahrscheinlich werde ich das auch noch machen, bis ich sterbe. Ich denke dabei nie an Konkurrenz. Wenn ich es täte, könnte ich nicht mehr komponieren. Aber jedes Mal, wenn ich etwas erschaffe, entwickel ich mich weiter. Und ich würde mich auch an mein Klavier setzen und neue Stücke komponieren, wenn ich der letzte Mensch auf der Welt wäre. Und doch freuen sich Menschen meine Musik zu hören.... Vielleicht bin ich mein eigener "Konkurent"? Hmmm. Nein, ich vergleiche mich eigentlich nur mit selbst. Den, der ich bin, mit dem, der ich war. Mir geht es um Weiterentwicklung, nicht um Konkurrenz....

0
27
@soulbridge1

Aber leider hat die Weiterentwicklung in Verbindung mit immer mehr Menschen die Konkurrenz gefördert .

0
37
@soulbridge1

natürlich ist weiterentwicklung alleine möglich aber konkurrenz beschleunigt den vorgang nunmal erheblich. außerdem gibt es nur weiterentwicklung wenn ein entsprechender wille da ist und der ist ohne entsprechende belohnungen nunmal eher unzuverlässig. man würde also ständig an der grenze zur stagnation stehen.

0
35
@soulbridge1

Meine Antwort bezog sich nicht auf musische Konkurrenz, obwohl es sie auch zur genüge gibt. Meine Antwort bezog sich auf Wissenschaft und Technik. Wenn ich z.B. an ein Auto aus der Nachkriegszeit denke, so würde es heute wahrscheinlich nicht viel anders aussehen als damals. Das Konkurrenzdenken hat die Entwicklung beflügelt und das Auto in den heutigen Zustand versetzt. Es wird mit Sicherheit nicht der letzte sein. Ohne Konkurrenz- und Prestigedenken wären wir wahrscheinlich noch nicht ins Weltall vorgedrungen. Es gibt unzählige Beispiele, wie sich der Mensch durch Konkurrenz weiter enwickelt hat und weiter entwickeln wird.

0
25
@wolfgang11

Ja, die schnellsten Fortschritte bei technischen Entwicklungen gab es durch Kriege. Hätte es sie nicht gegeben, hätten wir wahrscheinlich bis heute noch keine Tarnfarbe und Bomben entwickelt. Fragt sich doch nur, ob jene Produkte, die aus Konkurrenz entstanden, dem Wohlstand dienten?

Ich denke nicht, daß ohne Konkurrenz unsere Autos noch genauso wie in der Nachkriegszeit aussehen würden. Es gibt ja nicht nur Konkurrenz als Motivationsmotor, sondern auch Notwendigkeit und Spieltrieb.

Wenn bspw. Öl schwerer zu fördern ist, sodaß Benzin knapper wird, so entsteht die Notwendigkeit einen Motor zu bauen, der weniger Sprit verbraucht und eine Karosserie zu entwerfen, die Strömungsgünstiger ist. "Not macht erfinderisch."

Und vergessen wir nicht den Spieltrieb bei Menschen, wie es bei allen Säugetieren ist. Eine junge Katze spielt Jagen, später ist es ihr Beruf. Obwohl die Katze zuhause alles zu Fressen und zu Trinken bekommt und sogar einen mollig warmen Schlafplatz und Kuscheleinheiten am Ofen, geht sie dennoch immer wieder heraus zum jagen.

Ein kleines Kind spielt ebenso Beruf z.B. Bauarbeiter, später ist das vielleicht seine Arbeit. Im Prinzip sehe ich da keinen Unterschied zwischen Menschen und Katzen.

Weder habe ich jemals einem Kind eine Belohnung geben müssen, damit es spielt, noch mußte ich es durch Androhung von Essensentzug zum Spielen zwingen, noch steigerte es seine Motivation, wenn es gegen einen Konkurrenten erst sein Spielzeug erkämpfen mußte oder sich gegen einen überlegenden Gegner im Spiel behaupten sollte.

Ein Kind spielt einfach so. Aus Lust und Interesse. Und es lernt dabei stets dazu und entwickelt sich weiter.

Einem Kind das Spielen zu verbieten oder es ihm nicht zu ermöglichen, wäre Folter. Alle Tiere in einem guten Zoo bekommen Spielzeug, um nicht an Depressionen zu sterben.

Aber ich kann in sofern bestätigen, daß ein etwa gleichstarker Konkurrent beim Spielen, z.B. beim Autorennen mit einem anderen Kind, durchaus auch Motivationen weckte. Die Chancen mußten dafür aber in etwa gleich verteilt sein, es mußte fair sein und keins der Kinder durfte ständig verlieren. Andernfalls trat schnell eine Kapitulation mit Resignation und Frustation ein. Ein weiterspielen ist dann nicht mehr möglich. (Arbeit-Stop .... Arbeits-Verweigerung)

Meiner Beobachtung nach dienen Spielkammeraden aber mehr, um etwas miteinander zu machen, als gegeneinander. Wenn es im Spiel einen Feind gibt, dann wird solcher eher virtuell in eine äußere Bedrohung positioniert, wogegen sich die Kinder dann gemeinsam verbrüdern, als das sie sich gegenseitig zu Feinden erklären. Sie bevorzugen das gemeinsame Lösen eines von außen auf sie wirkende Problem. Kommt in dem Spiel einer der beiden durch das virtuelle Böse in eine Notsituation, kommt der andere zu seiner Rettung geeilt.

Die Gemeinschaft scheint ein sicherer Hafen der gegenseitigen Hilfe zu sein, und es wird auch ab und zu überprüft, ob das gesetzte Vertrauen in die Gemeinschaft noch gültig ist. Ist diese Sicherheit bestätigt, riskiert jeder dieser Kinder für die Gemeinschaft sogar sein virtuelles Leben gegen den gemeinsamen virtuellen Feind.

Ich finde, wir können von Kindern viel lernen....

0

Man kann sich mit vielen Argumenten dafür und dagegen drüber streiten, ob Konkurrenz notwendig ist. Für mich ist diese Frage so müßig wie die Frage, ob Streit notwendig ist. Beide SIND, weil wir Menschen so sind wie wir sind. Für meine Begriffe ist ein Nachdenken über beide Fragen erst sinnvoll, wenn jemand aufzeigen kann, wie ein NEUER MENSCH zu schaffen ist. Denn solange es Missverständisse unter nicht allwissenden Menschen gibt, solange gibt es immer wieder Potential zum Streit. Solange Menschen nach Kant a priori kausal denken, gibt es Konkurrenz, denn wesentlicher Bestandteil des kausalen Denkens ist der Vergleich.

Darum werden wir mit diesen unglückseligen Hitparaden zu alles und allem überschüttet und mit der Jagd nach Rekorden irrwitzigster Art. Das hat uns schon im alten Griechenland die olympischen Spiele gebracht und Nero war sicher nicht der erste, der Kraft seiner Macht dabei gewaltig geschummelt hat. Wie alles hat dieses Vergleichen erst mal eher neutralen Chrakter, kann als Ansporn sogar positiv wirken. Das Problem bei allem ist, dass sich Menschen schlecht Grenzen setzen können.

Insoweit finde ich die Frage so generell nicht günstig. Es wäre eher zu fragen, ob es Möglichkeiten der Selbstbegrenzung gibt, die negativen Seiten der Konkurrenz einzugrenzen. Diesbezüglich stolpert die Menschheit im Prinzip von Versuch und Irrtum hin und wieder nach vorne. Die Zeit der Völkerwanderung und des frühen Mittelalters hat uns gelehrt, dass es auch mal gewaltig nach hinten gehen kann. Gemessen an der Aufklärung scheinen wir wieder den Rückweg anzutreten, denn die Aufklärung war der Versuch, Menschen zu mehr Eigendenken, mehr Eigenverantwortlichkeit und gesellschaftlich bewusst ausdiskutierten Werten zu bewegen.

Wenn, wie zu beobachten, Welt- und Selbstreflexion abnehmen, Selbstverantwortlichkeit auf Staatsverantwortlichkeit geschoben wird und mit immer größerer Realitätsferne Wünsche und Möglichkeiten auseinanderklaffen, sehe ich eher ein Anwachsen des Potentials zu unglückseliger, verzichtbarer Konkurrenz. Ich könnte auf einen NEUEN MENSCHEN durchaus verzichten, wenn es gelingen würde, dass die realen Menschen wieder mehr ermutigt werden, ihre positiven Potentiale abzurufen, statt der Bequemlichkeit der Träumerei zu fröhnen, in virtuelle Welten zu flüchten und sich in der realen Welt laut schreiend das einzuklagen, was sie sich in ihren virtuellen Welten zusammengesponnen haben. Das ist dann eine unglückselige Konkurrenz, weil unter Träumern die Realität immer gegen die Virtualität verliert, in der Realität der Träumer aber dann von dieser zermalmt wird.

25

Hm...

alles was der Mensch jemals erschaffen hat, begann mit einem Traum.

alles was uns heute selbstverständlich erscheint, wurde zu Beginn als neue Idee verlacht.

Die rede von Martin Luther King begann mit: "Ich hatte einen Traum..."

Träume entstehen doch nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Not oder Bedürfnissen. Findest Du nicht?

Nur wenn wir der Meinung sind, daß wir keinen Einfluß auf die Realität haben, könnte ich nachvollziehen, daß Träume für die Realtität bedeutungslose sind. Andernfalls aber sehe ich in Träumen den Bauplan der zukünftigen Realität.

Ich halte es für realistisch, daß es an uns liegt, in was für einer Welt wir leben werden. Die Welt ist zur Zeit so, wie wir sie machten und so, wie wir jetzt denken und handeln, wird in Zukunft die Welt aussehen. Es gibt nichts vorgegebenes, außer das, was wir vorgeben.

Wenn keine Bastelarbeit mehr ausreicht, ein Haus vor dem Einsturz zu bewahren, sollte man sich vieleicht mal das Fundament anschauen.

Die Realität kann man altruistisch oder opportunistisch betrachten. Beides sehe ich als realistische Betrachtungsweisen. Die altruistische ist sicherlich eine idealistische Betrachtungsweise, hinter der die Überzeugung steckt, die Realität verbessern zu können. Die Geschichte hat gezeigt, daß Idealismus keineswegs realitätsfern sein muß, im Gegenteil, es war immer der Idealismus vergangener Zeit, aus der die heutige Realität resultiert. In der opportunistischen Betrachtungsweise der Realität sehe ich eine egoistische nutznießerische Betrachtungsweise, für sich selbst den besten Vorteil aus einer gegenwärtigen Situation zu ziehen.

Nur wenn Politiker Idealisten sind, die davon überzeugt sind, daß ihre jeweiligen Träume realisiert werden können, haben wir eine Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen, zukünftigen Realitäten.

Sollten dagegen all unsere Politiker Opportunisten sein, so hätten wir niemanden, der zwecksuchend etwas sinnvoll geplantes für unsere gemeinsame Zukunft tut. Wer dann auch immer an die Macht käme, er täte nur etwas für sich selbst und überließe uns einem unvorbereitetem Schicksal. Eine Wahlmöglichkeit zwischen Oportunisten ist das gleiche, wie keine Wahlmöglichkeit zu haben. So vermute ich.

Spielerische Konkurrenz mag belebend sein, doch macht es vermutlich nur Sinn, solange sich die Konkurrenten auf gleicher Augenhöhe befinden und wie bei den Olympischen Spielen Fairnis das oberste Gebot ist. Und sollte Konkurrenz nicht vielleicht ausschließlich im oberen Bereich der Leistungen stattfinden? Meiner Beobachtung nach hat der Konkurrenzkampf ausgerechnet dort zugenommen, wo es um die nakte Existenz von Menschenleben geht. Außderdem scheinen nicht alle Menschen die gleiche Chance zu bekommen, ihr verstecktes Potential entfalten und entwickeln zu können, sondern durch eine übermächtige Konkurrenz bereits im Keim erstickt zu werden. Es erscheint mir mehr einem Schlachten, als einem Kampf zwischen Konkurrenten. Ist das Sinnvoll? Dabei sehe in in den Gebeutelten so viel Potential. Und ich frage mich, was würden sie alles tun, wenn man sie unterstützte und ließe?

0
51

@berkersheim

Sehr, sehr gute, kluge Antwort. Danke. DH!

LG Immofachwirt

0

Bessere alternativen zu google maps?

Meine Familie ist in eine neue Stadt gezogen,und jzt würde ich dich stadt erkunden kennt jmd eine gute/bessere alternative zu google maps.

...zur Frage

Habe ich mich lächerlich gemacht?

Ich habe vor zwei Wochen im Sportunterricht ein T-Shirt mit Darwins Gesicht drauf getragen und dann zeigte ein Junge plötzlich mit dem Finger auf mich und meinte: „haha schaut mal hin Leute, sie trägt ein t-Shirt mit Karl Marx drauf, sie ist wohl Hardcore-Kommunistin hahaha“

ich habe denen versucht zu erklären, dass sie da was verwechseln, aber vergebens. Seitdem werde ich überall in der Schule belustigend mit „Genosse“ angeredet und langsam nervt es mich.

Was soll ich machen?

...zur Frage

Alternative zu einer Graffiti Maske?

Hat wer Erfahrung oder ist der Atemschutz wirklich notwendig?

...zur Frage

Wirkliche Alternative zu guteFrage.net?

Darf man hier nach Konkurrenz-Seiten fragen?

Wenn ja, kennt ihr Seiten, die annähernd so gut sind wie diese Webseite?

...zur Frage

Wieso heißt die Evolutionstheorie "Evolutionstherie" und nicht "Evolutionsbeweis"?

mir stellt sich die frage Wieso die Evolutionstheorie "Evolutionstherie" heißt und nicht "Evolutionsbeweis", denn es glauben relativ viele an diese Theorie und deswegen frage ich mich wieso? gibt es gründe/ beweise dafür dass diese Theorie wahr ist oder nur ein versuch den menschen einen anhaltspunkt zu geben nicht an die schöpfung zu glauben?

...zur Frage

Nachsendeauftrag notwendig oder nicht?

Ist bei unserem Umzug ein Nachsendeantrag bei der Post notwendig oder reicht es alle Firmen usw zu benachrichtigen ? Da er sehr teuer ist gibt es auch eine Alternative ?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?