Ist Konfliktvermeidung die beste bzw. besser als Konfliktlösung?

3 Antworten

Das Problem ist, erwachsene Menschen sind kaum geneigt, ihr Verhalten noch zu ändern. Dazu braucht es Motivation und keine Belehrungen oder Anweisungen von Vorgesetzten.

Die hierarchischen Strukturen zum Beispiel im öffentlichen Dienst sind gefestigt, die Vorgesetzten arbeiten per Dienstanweisungen, die ohne Widerspruch befolgt werden müssen. Sind Mitarbeiter wenig motiviert und verweigern sich durch Krankschreibungen, so gibt es Ärger innerhalb des Teams. Vorgesetzte reagieren dann häufig wegen Störung des Betriebsfriedens mit Abmahnungen oder auch Abordnungen.

Aussprachen aller Beteiligten mit dem Ziel der Konfliktlösung wären bestimmt geeignet, sollte es dazu eine Bereitschaft geben.

Doch meist sind die Fronten so verhärtet, dass eine Trennung die beste Lösung sein wird. Auch Mobbingopfer wechseln möglichst den Betrieb.

Meine Frage dazu ist dann, liebe Marylin:

WIE kann eine Organisation funktionieren, in der bestimmte Gruppen nie zusammenarbeiten?

....doch eigentlich nur so wie eine Behörde eben: Also eher schlecht:(

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@ArbeitsFreude

Behörden arbeiten nur widerwillig zusammen. Da geht es immer nur von oben nach unten, dafür gibt es ganz oben immer einen Präsidenten (-in).

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Gäbe es keine gottlosen Menschen, gäbe es kein Mobbing.

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Nein, lieber Harrbart:

In konstruktiv gelösten Konflikten liegt jede Menge Kreativitäts- und Entwicklungspotenzial für alle Beteiligten!

Wenn Du unterschiedliche Gruppen in ihrem eigenen Saft schmoren lässt und bedächtig von Anderen trennst, erzeugst Du Selbstgefälligkeit, Abschottung und "geistige Inzucht" (d.h. Stillstand bzw. sogar Rückschritt).

Gerade DESHALB bringt man v.a. in einem LERN-Kontext Leute zusammen die sich nicht abkönnen.

In einem Unternehmen kriegst Du durch Trennen von potenziellen Konfliktgruppen auch NIEMALS eine gute, konstruktive und einheitliche Unternehmenskultur zustande - Stattdessen würdest Du in Unternehmen oder Organisationen "Silodenken" einführen: Abteilungen werden mit "Ähnlichen" besetzt, die ihrer Meinung nach alles toll machen - DAss es natürlich im Unternehmen dennoch Probleme geben muss, wird dann als die Schuld der Anderen etikettiert (mit denen man aber nicht redet, weil man das ja nicht muss - dazu ist die Geschäftsleitung da:( . - Das zerstört jegliches Synergiepotention und kann ein Unternehmen/eine Organisation sogar komplett paralysieren!

Wir leben in einer VERNETZTEN Welt - Man kann Gruppen heutzutage kaum noch mit vertretbarem Aufwand voneinander abschotten!

Die Beteiligten an einem potenziellen Konflikt lernen doch viel mehr an- und miteinander, wenn man sie - moderiert und in einem friedlichen Rahmen - "in den Clinch" gehen lässt.

Ghettoisierung dagegen gibt es bspw. in den USA ganz weitverbreitet - hältst Du das für erstrebenswert?

Naja, das beste wäre aber, man würde einfach die Welt aufteilen und für jede Gruppe ein Reservat ausweisen, wo diese dann ungestört unter sich leben können.

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@harrbart

Das wurde in unserer wechselvollen Geschichte immer wieder versucht: NIE hat es auf Dauer funktioniert!

Das fing an bei den "Stämmen" und der Aufteilung Europas in Stammesgebiete, ging über in Fürstentümer/Kleinkönigreiche, ging weiter über den Verusch der Aufteilung der Welt im Kolonialismus - bis hin zu den wenig erfolgreichen Versuchen bspw. eines Victor Orbans, die "Gruppe" der Ungarn vom Rest der Welt abzuschirmen: Um "Ärger zu vermeiden, halst er sich Ärger auf".

Selbst die sich separierenden Stämme in entlegenen Amazonasgebieten können sich nicht erfolgreich von Anderen abschirmen.

Wie das mit den IndianerRESERVATEN in den USA klappt, das ist Dir sicher auch bekannt:(

Und last not least brauchst Du für so ein Unterfangen einen wohlmeinenden, unparteiischen und weisen Schiedsherr, der die Gruppen richtig einteilt und "fair scheidet" - Allein das ist ein Ding der Unmöglichkeit!

Nein: Die konstruktive Auseinandersetzung - so mühselig sie sein mag - ist m.E. der einzig gangbare und "menschliche" Weg.

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Die Beteiligten müssen das aber wollen.

Sonst funktioniert das nicht, und Mobbing ist das Ergebnis.

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@marylinjackson

Das ist natürlich richtig, werte Marilyn,

und allzuoft lieben die Parteien den Zwist viel zu sehr, als dass sie ihn aufgeben wollten.

MOBBING hingegen ist m.E. genau in weitgehend homogenen Gruppen die größte Gefahr: Dort wo homogene Gruppen besonderen Wert auf ihre Homogenität legen und gleichzeitig wenig Berührungspunkte nach außen haben, ist Mobbing gegenüber Abweichlern "von innen" eine ganz besonders große Gefahr.

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@ArbeitsFreude

Und wenn die homogene Gruppe den Abweichler weggemobbt hat, dann ist deren Welt wieder in Ordnung.

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@ArbeitsFreude

Aber die BRD ist doch inzwischen eher ein Sammelsurium sich gegenseitig in werter Abneigung verbundener Parallelgesellschaften, und trotzdem werden hier Leute gemobbt bis in den Suizid, obwohl es hier nicht gerade homogen ist.

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@marylinjackson

naja, in homogenen Gruppen weiß man zumindest in der Regel noch, wie man sich zu verhalten hat, um nicht gemobbt zu werden, dagegen ist es an Schulen und Arbeitsplätzen reine Willkür, ein Grund, jemanden zu mobben, wird immer gefunden, da weiß man gar nicht, wie man es den Leuten recht machen soll, um nicht gemobbt zu werden.

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Generell würde ich sagen, dass Problemlösungen manchmal erst gefunden werden müssen, damit man sie in Zukunft vermeidet. Aber was deinen Fall betrifft würde ich behaupten, dass es sogar gut sein kann, wenn man Leute zusammenbringt, die sonst nichts miteinander zu tun haben, weil es die Leute unter Umständen offener macht und sie sich für neues begeistern können. Es stimmt aber auch, dass Leute die sich ähneln oder die selben Interessen haben zunächst schneller und reibungsloser, bzw. effizienter arbeiten oder natürlich auch besser zusammen leben können. Beides hat Vor- und Nachteile und man sollte beide Seiten beachten

Naja, es kommt ganz drauf an. Aber Leute, die sich wirklich bis aufs Blut nicht haben können, sollte man besser voneinander fernhalten.

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@harrbart

Das stimmt natürlich auch wieder, wie gesagt man sollte beiden Seiten Beachtung schenken

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@Dommibert

Jedenfalls habe ich generell das Gefühl , dass inbes. in Deutschland die Gesellschaft zunehmend auseinanderfällt, in unterschiedliche Gruppen, die miteinander nicht klar kommen und sich nicht in die Lage der jeweils anderen Gruppe hineinversetzen können. ich weiß nicht, wie das in Zukunft noch weitergehen soll, wenn das immer mehr zunimmt.

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