Ist ''Junge Freiheit'' ein vernünftiges Medium?

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9 Antworten

Medien haben immer eine Meinung, somit kann fast nix Objektiv sein. Selbst einfache Zahlen und Fakten sind, je nach Präsentation, immer auf die ein oder andere Weise subjektiv. Beispielsweise kannst du, durch bloßes weglassen, einen anderen Eindruck erzeugen. "Im Juni kamen 10000 Flüchtlinge invasionsweise nach Deutschland" klingt z.B. ganz anders als "Zahl der neuen Ayslsuchenden sinkt auf 10000 im Juni. Du wirst bei der Jungen Freiheit also Artikel finden, die rechtskonservative Positionen vertreten und die Fakten dementsprechend präsentieren. Ob diese der Wahrheit ensprechend, ist immer eine Frage der Sichtweise und Meinung.

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JF hatte ich damals oft gelesen... was sie dort publizieren ist nicht wirklich gelogen, berichten jedoch recht einseitig. Es war für mich die Ergänzung zu den regierungsfreundlichen, durch Zwangsgelder finanzierten ,,Qualitätsmedien" (ebenfalls recht einseitige Berichterstattung).

Anzumerken bleibt, sich über mehrere Quellen stets zu informieren. 

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Medien sind diesbezüglich neutral. Vernünftig oder dämlich sind lediglich die Verfasser einerseits und die Konsumenten andererseits.

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Die " Junge Freiheit " würde es gar nicht geben, wenn die "etablierten " Medien ihrem eigentlichen Auftrag, nämlich der unparteiischen und sachlichen Verbreitung von Informationen vernünftig nachkommen würden.

Dem ist aber eben schon lange nicht mehr der Fall, da ein Großteil der Journalisten sich eher als Erzieher und Belehrer ihrer Medienkonsumenten sieht, denn als jemand der Informationen beschafft aus denen sich die Konsumenten ihre eigene Meinung bilden können.

Ein Großteil der deutschen Journalisten ist ideologisch stramm dem linken Spektrum zuzuordnen, was sie auch überhaupt nicht bestreiten.

Das wäre insofern nicht schlimm, wenn sie eben ihren Job von ihrer persönlichen Weltanschauung trennen würden, was aber eben genau nicht der Fall ist.

Niemand würde meckern, wenn ein strammlinker Journalist neben seinem sachlich-neutralen Bericht seine persönliche Sicht zum Thema eindeutig als eben persönliche Meinung gekennzeichnet bringen würde.

Aber es ist eben inzwischen oft so, daß erst schon mal entschieden wird welche Information für den Konsumenten die " richtige " ist und vor allem, welche er besser nicht mitbekommen soll und das die eigentliche Information dann auch noch so zurechtgebastelt wird, daß sie den Konsumenten in eine bestimmte Richtung manipuliert.

Das wird aber inzwischen so oft, so dreist und durchschaubar gemacht, daß reichlich Medienkonsumenten gemerkt haben wie sie für dumm verkauft werden.

Die Quartalszahlen der Mainstreammedien sprechen dazu Bände...: den Zeitungen laufen die Leser reihenweise davon, teilweise bis zu 10% pro Quartal.

Die " Junge Freiheit " indes hat sich auf die Fahne geschrieben, vieles von dem zu bringen was die große Konkurenz gern unter den Tisch fallen läßt, weil es unbequem fürs Weltbild ist.

Die Frage der Glaubwürdigkeit braucht man glaube ich nicht zu stellen...: in Zeiten des Internet kann man schließlich so gut wie jede Meldung in kürzester Zeit nachprüfen.

Tatsächlich bewußt falsche Informationen zu verbreiten ist im übrigen im Sinne der rechtskonservativen Ausrichtung der Zeitung gar nicht notwendig, denn die tatsächlichen Verhältnisse in diesem Land sind teilweise schon so haarsträubend, daß man sie gar nicht mehr extra frisieren muß.

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Die JF ist natürlich genau so wie etwa die "taz" tendenziös, aber direkt gelogen wird dort eigentlich nicht. Man sollte sich aber sowieso nicht nur aus einer Quelle informieren.

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Ich würde die Junge Freiheit eher als rechtsstehend einstufen. In Österreich hat der Herausgeber sogar mit der NDP zusammengearbeitet und das ist etwas mehr als konservativ.


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Nein.

Das ist das Papierzeitungsschiffchen im politischen Bermudadreieck von Rechtpopulismus, Rechtsextremismus und Salonfaschismus...

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Ja, ich denke schon.

Ich habe sie jahrelang abonniert und kann diese Wochenzeitung weiter empfehlen. Sie behandelt die aktuellen Themen sachlich und kompetent und setzt auch eigene Reporter für thematische Recherchen ein.

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Die Junge Freiheit verbreitet Unwahrheiten und ist das Sprachrohr der neuen rechtsextremen Szene.

Objektiv sind sie definitiv nicht. Die Junge Freiheit ist de facto die Bild-Zeitung für die AfD mit deutlichen Sympathien für die rechtsextreme Identitären Bewegung.

Ich war einmal auf deren Onlineseite und musste nur den Kopf schütteln, welche Unwahrheiten sie beispielsweise über die Grünen in die Welt setzten. Berichte die überhaupt nicht gestimmt haben und das haben selbst konservative Zeitungen wie die WELT bestätigt.

Meine Einschätzung ist, dass die Junge Freiheit eine Mischung aus der Bild-Zeitung und den selbsternannten alternativen Medien (Fake News) ist.

Wenn ich dir Medien empfehlen kann, dann die liberal ausgerichtete Zeitung ZEIT-Online. Dort bekommen alle Parteien, rechts wie links, eine faire Kritik.

http://www.zeit.de/index










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Kommentar von MickyFinn
09.08.2017, 14:45

Nur aus Neugier... welche Lügen hat denn diese böse Zeitung so über die Grünen geschrieben?^^ 

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Kommentar von Schwervelke
09.08.2017, 15:02

Gleiche Frage wir Micky Finn: es würde mich interessieren, wo du auf Unwahrheiten über die Grünen gestoßen bist. Ich lese die JF auch gelegentlich, als Ergänzung zu Büchern und anderen Zeitungen. Die JF ist zwar konservativ, aber sie ist gut geschrieben, in einer gehobenen Sprache, und die Redakteure arbeiten sehr sorgfältig. Ob man mit dem Ergebnis einverstanden ist, bleibt ja einem selber überlassen. Aber bitte: schicke doch mal die "Lüge" über die Grünen.

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