Ist jetzt eigentlich ganz Japan verstrahlt?

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6 Antworten

Hallo,

Hier kann man die aktuellen Radioaktivitätswerte sehen:

http://jciv.iidj.net/map/

Wie du hiersiehst (zoomen möglich), sind erhöhte Radioaktivitätswerte um 50km-Bereich zu erkennen (6000 nSv/h).

Aber ausserhalb dieser Zone ist die Strahlendosis genau so hoch (oder niedriger) als hier im Deutschland.

Eigentlich war auch nur die direkte Umgebung Fukushimas wirklich von der Strahlung betroffen.

Danke!

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Hello there,

mh, deine Frage ist natürlich blöd zu beantworten, da die Strahlung natürlich nicht an den Grenzen der Präfektur einfach abbricht. Sagen wirs mal so: Ganz Japan ist mt absoluter Sicherheit nicht verstrahlt. Außerdem muss man ja auch mal überlegen, welche Menge an Radioaktivität man als "Verstrahlung" bezeichnen möchte. Ich könnte ja hergehen und eine Karotte aus Fukushima mitnehmen und sie dann woanders in Japan lagern und dann würde sie dort auch minimalst strahlen. Schauen wir uns die direkte "Verseuchung" doch mal auf einer Karte an:

http://cdn4.spiegel.de/images/image-248343-galleryV9-aofw.jpg

Wie du hier deutlich siehst, sind auch Teile anderer Präfekturen, wie Miyagi vom radioaktiven Fallout betroffen, allerdings nur minimal. Dazu muss man auch wissen, dass 80% der radioaktiven Partikel aus den havarierten Reaktoren vom Wind auf den Pazifik hinausgeweht wurden, so dass "gar nicht mal sooo viel" das Landesinnere von Japan trafen. Sogar in den USA konnte man nach einiger Zeit noch die Radioaktivität aus Fukushima in winzigen Spuren nachweisen.


Auf der anderen Seite haben wir natürlich vor allem in den höher belasteten Regionen langlebige Nuklide wie Caesium 137, welches erst nach Jahrzehnten zerfällt (Halbwertszeit: rund 30 Jahre). Das heißt, dass stark betroffene Landstriche um das Kraftwerk noch auf lange Zeit unbewohnbar sein werden. In weniger betroffenen Gebieten ist eine Dekontamination des Geländes geplant, vielleicht können die Bewohner dort schon in wenigen Jahren in ihre Häuser zurück. Natürlich ist es utopisch, zu versuchen die Radioaktivität wieder auf das "natürliche" Maß zu reduzieren. Denn Radioaktivität ist überall um uns herum (radioaktives Radon in der Luft, Höhenstrahlung, radioaktive Elemente im Erdboden) und so weiter. Was man erreichen will ist, dass die Strahlenbelastung wieder so niedrig wird, dass sie gesundheitlich unbedenklich ist. Bis zu 20mSv (Millisievert) pro Jahr gelten als vertretbar, nach deutschen Richtlinien.


All in all kann man sagen, dass die Katastrophe noch glimpflich ablief und nur ein kleiner Teil des Landes verseucht wurde. Wenn man da an Tschernobyl denkt, wo halb Europa den Fallout abbekommen hat, sind wir bei Fukushima noch gut bedient gewesen.

Hoffe ich konnte dir helfen.

MfG

Alex

Nein nur wenige Bezirke sind "Verstrahlt" und auch das gilt nur sehr eingeschränkt. In den meisten Gebieten Japans liegt die Radioaktivität unter der natürlichen Radioaktivität in D.

Unabhängig hiervon ist das Risiko Fukushima noch lange nicht ausgestanden......

MfG Ursusmaritimus

Also die Gegend um Hiroshima und Nagasaki sind auf jeden Fall auch noch verstrahlt (Atombomben 2.WK), und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch weitere Gegenden unter erhöhter Strahlenbelastung leiden, da sich Strahlung ja unter anderem durch Winde und folglich auch durch verstrahlte Regenwolken (Regen) ausbreitet, sowie durch verseuchtes Wasser. Also ich würde die nähere Umgebung um Fukushima auf jeden Fall meiden und Nahrungsmittel aus den Regionen auch nicht zu mir nehmen. Dass ganz Japan verstrahlt ist, bezweifle ich, wobei sicher höhere Strahlenbelastungen messbar sind.

Nicht einfach irgendwas erfinden bitte. Hiroshima und Nagasaki sind heute Millionenstädte, von der damaligen Radioaktivität ist heute keine Spur mehr.

Verglichen mit Berlin (ca. 0,09 Mikrosievert pro Stunde) ist die Strahlenbelastung in Hiroshima (0,048 µSv/h) und Nagasaki (0,03 µSv/h) sogar deutlich niedriger.

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Ganz richtig kommentiert.

Aber Hiroshima und Nagasaki sind so gut wie nicht verstrahlt.

In 1994 war Hiroshima Übertragungsort von Asien-Spiel (also asiatische Olympiade auch jede 4 Jahren). Wenn Hiroshima wirklich verstrahlt war, dann konnte das niemals dürfen.

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es kann sein ,dass ein teil der radioaktivität weiter weg vn fukushima getragen wurde , aber diese messwerte sind ziemlich gering , sodass es dort nicht gefährlich ist .

Ich bin so schön verstrahlt

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