Ist Jesus wirklich für die Schwachen der Gesellschaft gekommen?

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23 Antworten

Hallo

also ich würde jetzt nicht sagen, dass er für die Unterschicht gekommen ist. Er ist für die Sünder gekommen, also für mich zum Beispiel.

Denn des Menschen Sohn ist gekommen, das Verlorene zu retten. Matth.18,11.

Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder. Matth.9,13

denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. Luk19,10

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken; 32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße! Luk 5,31

Was deinen Text angeht, der geht ja weiter:

Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen unsres Herrn Jesus Christus und in dem Geist unsres Gottes! 

Sind das nicht gewaltige Worte? Mutmachend, froh machend? Denn irgendwie, wenn wir ehrlich sind, kann sich doch Jeder in der Liste zurückfinden, oder? Wenn Jesus zum Beispiel sagt, dass jeder, der eine Frau anschaut und dabei bestimmte Dinge NUR DENKT, der hat bereits Ehebruch gemacht.

Weiter geht der Text ja einfach über Unzucht ganz allgemein mit als Abschluss diese Worte:

 wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, welchen ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst angehöret?  Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlichet Gott mit eurem Leibe.

Noblesse oblige :-)

Lies den Text mal in verschiedenen Übersetzungen... Dann wirst Du erkennen, wer mit "Weichling" wirklich gemeint ist...

Grob ausgedrückt sind das Leute, die von ihren eigenen Begierden beherrscht werden und somit bei jeder Gelegenheit Gott verraten werden, wenn es ihnen einen scheinbaren Vorteil bringt.

Es sind also Menschen, die in ihrem Glauben nicht fest stehen. 

Buchstäbliche Scheingläubige. Oder wie in einem berühmten Gleichnis ausgedrückt: Leute, die ihr (Glaubens-) Haus auf Sand bauen.

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Anmerkung: das war gerade eine der provokativsten Handlungen von Jesus, dass er entgegen den gesellschaftlichen Normen die Ausgegrenzten als Gottesgeschöpfe behandelt und ihnen Zuwendung gegeben hat.

Es steht in der Bibel: "Die Gesunden bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße - Lukas 5,31

Weichlinge im griechischen Grundtext: malakos, das heißt weich; von malasso das heißt erweichen. Es kommt immer im Zusammenhang von Reichtum und dessen verweichlichender und zu Wollust (Begierde) reizender Wirkung vor.

Menschen die ein warmes Gemüt haben, werden nicht als Weichlinge bezeichnet.

Vor Gott sind wir alle schwach - sogar arm, blind und nackt! Die Frage ist, was ich vor Gott zu bringen habe außer meinen Sünden und meinem Unglauben? Ist derjenige stark, der sich dafür hält? Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig, nicht in denen, die sich für stark und klug und unabhängig halten. Ein wirklich Schwacher hat den großen Vorteil, daß er sich selbst nichts vormacht und die Dinge nüchtern und realistisch sieht. Von daher sind solche Menschen möglicherweise eher dazu geneigt, an das zu glauben, was die Bibel lehrt - nämlich die Gnade und Liebe Gottes im Evangelium von Jesus Christus, dem Erlöser! Wer meint sich vor Gott emanzipieren zu können, ist hochmütig und so einem widersteht Gott. Alle Sünden können vergeben werden, aber es gibt auch keine billige Gnade. Der Glaube und die Einsicht die Vergebung nötig zu haben, ebnet den Weg zu Jesus und in den Himmel (Johannes 3,16; 14,6).

Wenn man die Welt im Moment sieht, könnte man glauben er ist für die Konzerne und Interessen der Reichen gekommen ^^

Was glaubst Du denn, wie schwach d  i e sind, welche an Gottes Wort festhalten und zum Opfer derer werden, die da meinen stark zu sein. Wieviel Stärke haben denn solche, dass sie sich vergreifen an denen, die für Gott bereit sind, ihr Leben zu geben, indem sie treu den Geboten Gottes gehorchend, sich in die Hände ihrer Peiniger begeben. Wieviel Stärke haben dann ihre Peiniger, diese Schwachen? Sind diese denn bereit zu sterben für ihr Tun?

Liebe Grüße

ngdplogistik 30.08.2015, 23:03

Anhang zur Antwort.

In erster Linie zur Vergebung unserer Sünden, womit die Menschheit eine weitere Chance bekam, indem die Apokalypse hinausgezögert worden ist, durch sein anschließendes Sterben. Er kam zu uns, um als Mensch den Versuchungen zu widerstehen, die "Hölle" zu durchleben, um danach eine Einheit mit Gott und Geist zu bilden. Wer in die Welt kommt, muss, um verstehen und vergeben zu können, die Machenschaften der aus der "Hölle" kommenden Wesensheit erkennen und durchleben damit am Ende ein gerechtes Gericht urteilen kann, was uns, den schwachen Menschen, auch wenn diese physisch stark sein sollten, nur zugute kommen kann, wobei das Festhalten an Gott und dessen Gebote, die wahre Stärke ausmachen wird, was sogar eine gewisse Logik enthält. Denn wer keinen Umstand kennt, kann wohl kaum Ergebnisse nachvollziehen, um diese dann zu beurteilen.

Liebe Grüße

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Ja neee....das ja nun wirklich nicht. Gerade Jesus pflegte zu allen Bevölkerungsschichten Kontakte.

Schau doch mal die Hochzeit von Kanaan.....das war aber nun wirklich keine Armenhochzeit.

Paulus knüpft da eher an das Schaffensgebot Gottes an, "...und macht Euch die Erde untertan."

Damit ist doch der Hinweis klar und deutlich......schaffe was in Deinem Leben. Die die nichts schaffen, und nur auf irgendeine Gnade hoffen, dass sind die die Paulus als Weichlinge bezeichnete.

christus im körper des jesus ist für die ganze menschheit gekommen

Hallo,

das "Reich Gottes" ist eine geistige Gemeinschaft derer, die guten Willens sind "gerecht" zu sein. Diejenigen, welche trotzdem aus Schwachheit "fallen" (Sünder) aber wieder aufstehen, umkehren bzw. nicht ihre gerechte Gesinnung verlassen sind trotzdem dabei, denen nimmt Jesus sich an.

Paulus benennt die, welche in ihrem Unrecht verharren, in unrechter Gesinnung bleiben(wollen !). Ist es nicht logisch, daß diese mit den "Schwachen" und Erlösten keine Gemeinschaft haben können ?

Die Schriften vermitteln Botschaften. Diese sind oft in Metaphern, Gleichnissen und Allegorien verpackt bzw. eingebunden. Es ist völlig verkehrt "Texte" oder auch Worte heraus zu nehmen und zu vergleichen. Wenn man die ganze Botschaft (den Geist) verinnerlicht (kein "Jota" wegnimmt) wird vieles  verständlich, was widersprüchlich erscheint.
Natürlich gibt es auch "Widersprüche" welche sich nicht so leicht bereinigen lassen. Die Schrift ist nun mal nicht das unfehlbare "Wort Gottes", sondern von auch unvollkommenen Menschen verfasst und aus Überlieferungen zusammengestellt. Die "Wahrheit" sind nicht Texte und Worte (weshalb Jesus oft in Gleichnissen lehrte) sondern der "Rote Faden", welcher sich durch Evangelien zieht.
Gruß Viktor

Lieber Fred4u2,

du hast die Schlachterütbersetzung verwendet. In den anderen Übersetzungen steht nichts über "Weichlinge". Was aber klar ist, dass es hier nicht um Schwachheit geht noch um eine Unterschicht (wovon Jesus im Übrigen nie gesprochen hat). In anderen Übersetzungen ist statt "Weichlingen" von "Homosexuellen" bzw "Prostituierten" die Rede. Es geht also um etwas Sexuelles und nicht um Schwachheit, wie Jesus von ihr redet.

Jesus ist für alle Menschen (die guten Willens sind) gekommen.

Was Paulus dazu meint, ist irrelevant, er ist Jesus nie begegnet und hat sich höchstselbst zum Apostel ernannt. In einigen Punkten wiederspricht er der Lehre des Jesus.

Man sollte sich daher für oder gegen Jesus entscheiden; ist man für Jesus, sollte man Paulus nicht beachten.

Jesu kam, um die "Gute Nachricht von der Welt von Morgen" zu verkünden (Mk.1,14) und dann für uns zu sterben (Röm.6,23).

Um in das Reich Gottes zu kommen, sollte man allerdings "glauben", was Gott uns sagt und "tun" (Joh.15,14).

Antwortapparat 01.09.2015, 14:33

und morgen kommt er vorbei und bedankt sich pers. bei dir. Glaubst du das wirklich alles?

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Jesus gibt allen Menschen, den Schwachen und den Starken die Möglichkeit, zu bereuen und aufgrund des Loskaufsopfers einmal ewig auf einer gereinigten Erde zu leben, wo es die im Text genannten Unsittlichkeiten nicht mehr geben wird.

Hallo Fred4u2,

nach allgemeiner Auffassung ist Jesus für alle gekommen. DAss er sich speziell Unterprivilegierten zuwendet, ergibt sich daraus, dass sie eine besondere Zuwendung nötig hatten und das angegriffen wurde.

Zum Paulustext: Ich weiß nicht, welche Übersetzung du zitiert hast, aber in der Einheitsübersetzung steht das anders:

Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder,noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.

Originaltext:

9Ἢ οὐκ οἴδατε ὅτι ἄδικοι θεοῦ βασιλείαν οὐ κληρονομήσουσιν; μὴ πλανᾶσθε· οὔτε πόρνοι οὔτε εἰδωλολάτραι οὔτε μοιχοὶ οὔτε μαλακοὶ οὔτε ἀρσενοκοῖται

10οὔτε κλέπται οὔτε πλεονέκται, οὐ μέθυσοι, οὐ λοίδοροι, οὐχ ἅρπαγες βασιλείαν θεοῦ κληρονομήσουσιν.

Jesus ist für alle Menschen gekommen. Die schwachen Menschen haben ihn ganz besonders nötig. Gott Vater hat Jesus in die Welt gesandt, um uns ein Muster zu geben, wie ein Leben aussehen kann, welches nach Gottes Willen gestaltet wird.

Was nun aber Paulus in der zitierten Bibelstelle sagt (1. Kor. 6, 9 - 10), kann meiner Meinung nach nicht 1 : 1 übernommen werden. Bei dieser Stelle handelt es sich um die Meinung von Paulus. Ich finde, diese ist nicht unbedingt verbindlich. Jesus ging viel liebevoller mit den Menschen um. Für mich hat das, was Jesus sagte und tat, viel mehr Gewicht, als das, was Paulus sagte.

Ueberdies habe ich den Eindruck, dass Paulus ein sehr verklemmter Typ war und in Sachen Sexualität auch neurotisch. Leider hat diese Eigenschaft von Paulus Eingang in die Bibel gefunden. Und leider haben dann die Kirchenväter, die katholische Kirche und sogar die Reformatoren dieses Keuschheits- und Enthaltsamkeitsevangelium auch noch übernommen.

Ich glaube zwar sehr fest an Gott. Aber ich halte gar nichts von jeder Sexualfeindlichkeit, die leider in der Kirche immer wieder zutage tritt. In der reformierten Kirche ist das etwas besser, als in der katholischen. Ich neige zu einer mehr freiheitlich ausgestalteten Sexualität. Denn Gott hat uns erschaffen mitsamt unserer Sexualität. Diese dürfen wir geniessen und ihm dafür danken.

Und dann noch etwas: Ich finde, wir sollten die Bibel nicht wörtlich nehmen, sondern dem Sinn nach. Für mich ist das Evangelium im Gesamtzusammenhang wichtig, weniger die Einzelheiten. Ich bin ein liberaler Christ. Ich nehme die Bibel nicht wörtlich, sondern dem Sinn nach. Für mich ist die Bibel eine Sammlung von Tagebüchern von verschiedenen Menschen bzw. Autoren, die einfach ihre Erlebnisse mit Gott beschrieben haben, so gut sie es konnten. Wir dürfen zwar die Bibel vertrauensvoll lesen. Aber wir sollten sie auch kritisch lesen. Wenn ich mit einer Bibelstelle nicht einig gehe, gehe ich dem Grund nach. Nicht jede Bibelstelle bedeutet für jeden Menschen das Gleiche. Wir müssen selbst herausfinden, was für uns richtig ist und was nicht. Ich bin für eine weitgehend individuelle Auslegung der Bibel. Am besten gelingt mir das, indem ich Predigten von liberalen Theologen höre und indem ich religionskritische Bücher lesen.

Ich hoffe, dass ich Dir mit meiner Antwort ein wenig weiterhelfen konnte.

Jesus ist auch für die Schwachen in der Gesellschaft gekommen, aber nicht ausschließlich.

Nur die Harten kommen in den Garten.

Wer sich selbst nicht hilft, dem hilft Gott, oder so.....

Nichts von alledem wäre bei einer Gerichtsverhandlung verwertbar. Wir können nur mutmaßen. Also glauben beim Glauben.

Hmm..ich bin weder ein Weichei noch ein Warmduscher und..weshalb merke ich dann absolut nichts davon, wenn auch nur eine, der von dir aufgeführten Situationen auf mich zutrifft und keine Besserung eintritt?

Hast du dafür eine Erklärung?

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