ist Jesus Gott, oder josef?

20 Antworten

Hallo ibin6,

Jesus ist weder Gott noch Josef! Er ist das, was er immer wieder von sich selbst sagte: Gottes Sohn. Viele glauben jedoch an die Dreieinigkeitslehre, wonach Gott, sein Sohn und der heilige Geist eine Einheit bilden. Stimmt das?

Nun, die Aussage der Bibel im Hinblick auf Gott lautet: Es gibt nur einen einzigen Gott, den Schöpfer, der alle Dinge gemacht hat. Dieser hat einen Sohn, der jedoch nicht Teil dieses Gottes ist, auch wenn er an einigen Stellen in der Bibel als ein Gott (im Sinne von "Mächtiger") bezeichnet wird. Doch niemals ist von ihm als von Gott, dem Allmächtigen die Rede. Der Heilige Geist ist keine Person, sondern die unsichtbare Kraft, die von Gott ausgeht und somit ebenfalls kein Teil einer dreieinigen Gottheit.

In der New Encyclopædia Britannica heißt es: „Das trinitarische Glaubensbekenntnis der Christenheit .  .  . unterscheidet diese von den beiden anderen klassischen monotheistischen Religionen [Judentum und Islam].“ Die Kirche entwickelte die Trinität, obwohl „die Bibel der Christen keine ausdrücklich trinitarischen Erklärungen über Gott enthält“.

Interessant ist auch, was die New Catholic Encyclopedia dazu sagt: „Die Formulierung ,ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4.  Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd.“

Die Encyclopedia Americana drückt sich ähnlich aus: „Die Dreieinigkeitslehre des 4.  Jahrhunderts war keineswegs ein Spiegelbild der frühchristlichen Lehre von der Natur Gottes; sie war eher eine Abweichung davon.“

Hier sind nur einige wenige Texte aus der Bibel, die deutlich machen, dass Jesus auf keinen Fall, wie das ja die Dreieinigkeitslehre besagt, Gott gleich oder ein Teil von ihm ist:

Matthäus 26:39:  Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

Johannes 14:28: Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.

1. Korinther 15:27,28: Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat.    Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

Kolosser 1:15:   Er [Jesus] ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung".

Es gibt zahllose weitere Texte in der Bibel, aus denen hervorgeht, dass Gott und Jesus nicht Teil einer dreieinigen Gottheit sind .

LG Philipp

Dass Jesus Gott ist, belegen z. B. die folgenden Bibelstellen:

In 1. Johannes 5,20 steht: "Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben."

Titus 2,13: "Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus."

2. Petrus 1,1: "Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus."

Das Johannes-Evangelium beginnt damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Johannes 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13).

Wenn man die Bibel aufmerksam liest, wird man in vielen Versen - im Alten und im Neuen Testament - feststellen, dass Jesus Gott ist. Ein paar weitere Beispiele dafür:

- Im Buch Jesaja wird Gott mit Alpha und Omega bezeichnet. Diese Bezeichnung verwendet auch Jesus für sich.

- In Jesaja 9,5 wird der verheißene Messias folgendermaßen bezeichnet: "Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst".

- In Sprüche 30,4 heißt es: "Wer richtete alle Enden der Erde auf? Was ist sein Name und was ist der Name seines Sohnes? Weißt du das?"

- Der Jünger Thomas sagt zu Jesus: "Mein Herr und mein Gott!" Und Jesus widerspricht ihm nicht.

- In der Bibel darf nur Gott selbst angebetet werden. In mehreren Stellen verweigern die Engel und Apostel, dass sie Menschen sie anbeten und verweisen darauf, dass nur Gott allein angebetet werden darf. In der Apostelgeschichte, der Offenbarung und anderen biblischen Büchern empfängt Jesus an vielen Stellen Anbetung. 

An diesen und vielen anderen Beispielen sieht man, dass die Bibel lehrt, dass Jesus Christus Gott ist. Das ist auch der Kern der christlichen Botschaft, dass Gott selbst Mensch wurde, ein völlig sündloses Leben führte und deshalb als ein reines makelloses Opferlamm (wie Paulus formulierte) stellvertretend für unsere Sünden sterben konnte. Wir brauchen nur daran glauben und Jesu Opfer am Kreuz für uns in Anspruch nehmen, indem wir um Vergebung unserer Sünden bitten. Da Jesus Gott ist, ist der Weg zu ihm (und damit zum ewigen Leben bei Gott) so einfach und offen geworden.

Das ist alles sehr zutreffend, jedoch mit der kleinen Besonderheit, daß lediglich belegt ist, daß da etwas behauptet wurde, nicht jedoch, ob die Behauptungen auch zutreffen.

Die selbe Bibel enthält Aussagen darüber, daß Jesus zu Gott gebetet hat. Hat Jesus etwa sich selbst angebetet?

An anderer Stelle erklärt Jesus seinen Jüngern, daß ihnen alles das gewährt wird, was sie in seinem Namen vom Vater erbitten. Wäre es da nicht sinnvoller gewesen, wenn Jesus (falls er Gott ist) einfach nur gesagt hätte, daß er alles gewähren wird, was sie von ihm erbitten?

In einem Punkt ist die Bibel den deutschen Gesetzen sehr ähnlich. Für jedwede Aussage gibt es an anderer Stelle eine andere Aussage, mittels der man die erste Aussage bei Bedarf auch ins Gegenteil uminterpretieren kann.

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@Dxmklvw

Jesus hat in seiner Zeit als Mensch auf göttliche Privilegien verzichtet, um nach einem sündlosen Leben stellvertretend zur Vergebung unserer Schuld am Kreuz zu sterben.

Während dieser Zeit hat er auch zum Vater gebetet und den Jüngern gezeigt, wie sie leben und beten sollen.

Wenn man die Bibel im Kontext liest und auslegt gibt es m. E. keine widersprüchlichen Stellen...

0
@Dxmklvw

Zitat: "deutschen Gesetzen  Für jedwede Aussage gibt es an anderer Stelle eine andere Aussage, mittels der man die erste Aussage bei Bedarf auch ins Gegenteil uminterpretieren kann."

Das ist absurd, was du da behauptest. Wenn das zutreffen würde, würde im Lande Chaos herrschen, da das  Rechtssystem überhaupt nicht funktionieren würd. Im allgemeine, wenn überhaupt, dann ergänzen sich Gesetze.

Und zum Thema: Die gläubigen Menschen glauben, das die Bibel von Gott inspiriert worden ist, also nicht von Menschen erdacht.

2
@chrisbyrd

Aha, ich verstehe. Und deshalb hat er auch seine Jünger aufgefordert, zum Vater zu beten und nicht zu Jesus, und deshalb hat er auch noch am Kreuz gesagt "Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände".

Doch ab welcher Bibelstelle fiel danach der Privilegienverzicht weg, so daß Jesus plötzlich zu seinem eigenen Vater wurde? Da müßte dann doch irgendwo etwas darüber stehen, daß Jesus seinen Jüngern unmißverständlich erklärt, daß z. B. das Vaterunser nicht mehr gilt, weil Jesus jetzt zu seinem eigenen Vater geworden ist.

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Wie ist es, wenn man diese Überlegung auf einen Fernseher überträgt, auf den Einschaltknopf zeigt und dann erklärt "dieser Knopf da unten ist der Fernseher"?

Doch menschlicher Geist ist überaus fantasiebegabt, woraus sich u. a. auch Bibelinhalte erklären.

Ich könnte jemandem ein Foto zeigen, auf dem ein Haus abgebildet ist, und ihn fragen, was das ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er antworten, daß es ein Haus ist. Wenn ich ihm antworte, daß er sich irrt und daß es nur ein Stück buntes Papier ist, das weder einen Eingang hat noch etwas ist, in dem man wohnen kann, würde er sich möglicherweise ziemlich empören.

Die Sache mit dem Foto ist sehr einfach gestrickt. Bei der Bibel wird es komplizierter, weil es (ganz genau genommen) eine Textsammlung von Behauptungen ist, bei denen man durch das Vorzeigen beweisen kann, daß es diese Behauptungen tatsächlich gibt, was aber nichts darüber aussagt, ob die Aussagen auch wahr sind. Erschwerend kommt hinzu, daß das Interpretieren eine Sache der Beliebigkeit ist.

Soviel zu den "tiefsinnigeren" Hintergründen.

Fakt ist, daß die Bibel auch viele Aussagen enthält, die sich gegenseitig widersprechen und/oder sich auch gegenseitig ausschließen. Ebenso ist es Fakt, daß das NT erst lange nach dem Auftreten von Jesus geschrieben wurde, wobei davon auszugehen ist, daß die Mehrzahl der Inhalte nach dem Prinzip des Unterhaltungsspiels "stille Post" entstanden sind.

Ebenso ist es Fakt, daß vereinzelt Inhalte im NT enthalten sind, die frei erfunden wurden und obendrein einen anderen Verfasser vortäuschen als den, der diese Aussagen wirklich verfaßt hat.

Zuguterletzt enthält das NT jede Menge Aussagen, nach denen Jesus zu einem Gott gebetet hat und sich auf einen Gott berufen hat, der über Jesus steht, so daß es der Logik entspricht, daß Jesus nicht Gott sein kann.

Doch das ist ein Umstand, daß man in die Gehirne derer nicht hineinbekommt, die meinen, daß Jesus Gott sei. Man schafft es ja auch nicht, einem Hamster die Quantenphysik so zu erklären, daß er sie versteht, obwohl ich gegenüber dem Ersteren das Gelingen des Letzteren für eher wahrscheinlich halte.

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Obwohl der Islam später dazu kam, aber mit dem Judentum in dieser Frage völlig übereinstimmt, sollte sich doch für den Menschen die Frage stellen, wer nun hier tatsächlich richtig liegt oder nicht.

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Deswegen mache ich hier eine Umfrage und wenn Jeder auch seine Religion dazu schreiben würde, wäre es sicher Hilfreich.

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