Ich versuche mal, Dir meine Meinung nahe zu bringen.
GOTT - kein alter Mann mit Bart, sondern ein Sinnbild: für alles Sein, für die Erschaffung des Weltalls, Sinnbild für das Schicksal, auch für Dein eigenes. "Gott" ist ein ungeduldiger und ungerechter Gott, ein Gott der erhebt und niederschlägt, der die Großen die Kleinen fressen lässt, der die Sintflut brachte und Sodom und Gomorrha zerstörte, der die Juden in ägyptischer Knechtschaft verrotten ließ und dann wieder befreite, und, und, und. Wenn Du das Alte Testament liest, wirst Du im Zusammenhang mit Gott viel über Gewalt und Krieg lesen. Gott - immer als Sinnbild gesehen -hat aber auch die Mensch dazu fähig gemacht, sich Gesetze zu geben, die ein Zusammenleben ermöglichen. Dazu gehören auch die Zehn Gebote. JESUS - natürlich auch ein Sohn Gottes, eben ein ganz besonderer. Genauso, wie wir alle Söhne und Töchter Gottes sind, weil wir alle von den ersten Menschen abstammen. Jesus erhielt von seinen Anhängern die Rolle des Erlösers zugesprochen, auf den sie lange gewartet hatten. Im Gegensatz zur (All)Gewalt Gottes, der Menschen und Könige vernichtete oder erhob, wie es ihm passte, predigte Jesus die Gnade und Erlösung von den Sünden. Er ist für uns Religionsgründer, genau so wie Buddha, Konfuzius, Mohammed. Alles besondere Menschen, die Leitbild für andere waren und dadurch herausragten. In unseren Tagen wären es vielleicht Gandhi und Martin Luther King gewesen. DER TEUFEL - existiert auch als Sinnbild. Er ist in mir und in Dir und bringt Dich täglich in Versuchung. Aber wir können uns für das Gute oder das Schlechte selber entscheiden. Die Hölle und das Fegefeuer sind Erfindungen von Menschen, die andere Menschen für ihre Zwecke missbrauchen, einschränken und einengen wollen. Aber, wenn Du so willst, jeder hat seine eigene Hölle in sich, den Neid, die Eifersucht, die Wut und alles andere Negative. DIE BIBEL - Das Alte Testament entstand ein paar hundert Jahre (aus noch älteren Schriften) vor der Geburt Christi. Es kann sich also nur um ein Geschichtsbuch handeln. Nur waren die alten Kulturvölker ja nicht dumm. Auch sie haben sich über die Entstehung unserer Erde ihre Gedanken gemacht und die Entwicklung folgerichtig im Alten Testament beschrieben. Viele dort genannten Personen und Herrscher existierten, das beweisen Geschichte und archäologische Ausgrabungen. Das Neue Testament beschreibt das Leben von Christus. In anderen Büchern des NT /Propheten) machen sich Menschen Gedanken über das Leben und die Entwicklung der Welt. Und natürlich ist auch die Vorstellung vom Ende der Welt enthalten (wie auch immer es aussehen mag). Puust, es gäbe noch viel zu schreiben, aber jetzt hab' ich genug.

Hallo! Danke für die ausführliche Antwort, sehr interessant! Aber ich kann mich doch auch so für das Gute (oder das Böse muhahaha) entscheiden, dazu brauche ich doch keinen Gott? Es ist doch sogar besser, wenn man sich freiwillig dafür entscheidet, und nicht aus Angst in die Hölle zu kommen?

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@blina

Darum geht es im Wesentlichen, um Deine eigene Entscheidung, ohne Angst vor einer (m.E. nicht existierenden) Hölle und Fegefeuer! Ich hatte noch 'ne Menge Gedanken dazu, aber Worte können nicht alles ausdrücken. Und bevor ich verdrehte Gehirnwindungen bekomme, höre ich lieber auf.

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Nach der Bibel ist es keine Metapher, sondern Realität. Es ist Deine Entscheidung, was Du mit dieser Aussage machst, ich habe sie mir jedenfalls nicht ausgedacht und Aussagen darüber, dass dies irgendjemand hineininterpretiert hätte, halte ich für unbelegbare Behauptungen. Für Christen zählt m. W. nur die Bibel und nix, was irgendein König, Kaiser oder Papst sagte.

Er ist der Sohn Gottes, der Heiland und Erlöser, selbst Gott und war dennoch auch Mensch. Dies alles nach der Bibel und der Trinität. Das dem so war liegt in der Natur Christi verborgen: Er wurde göttlich gezeugt, seine Mutter war dennoch ein Mensch, also ist er von seinen Naturen her göttlich und menschlich. Letztendlich steht aber fest, das sein Vater Gott war (siehe Kreuzigung in den Evangelien) und dies keine Metapher ist.

Andere Meinungen (siehe Muslime / Juden etc.) sind in diesem Bezug belanglos, da sie eben Jesus nicht als solchen anerkennen und nunmal keine Christen/Chrestianer sind, für sie ist und bleibt er entweder Prophet, ein Mensch oder eine Person der Geschichte :)

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