Ist jemand nach 8 bis 10 Stunden Herzstillstand noch wieder zu beleben?

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8 Antworten

  • 15 Minuten nach dem Kreislaufstillstand besteht quasi keine Überlebenschance mehr, wenn nicht in der Zwischenzeit mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen wurde
  • 20-30 Minuten nach dem Tod werden bei Zimmertemperatur Totenflecken sichtbar und Fliegen legen ihre Eier auf den Körper
  • Nach etwa 2 Stunden beginnt die Totenstarre
  • Nach 8-10 Stunden ist der Leichnam kalt und an den tieferliegenden Körperregionen blau gefärbt. Die Glieder sind vollständig steif und unbeweglich. Im Inneren hat bereits die Fäulnis eingesetzt.

Liegt der Leichnam im Warmen, ist er zu diesem Zeitpunkt schon grünlich verfärbt und die ersten Maden schlüpfen.

Es gibt nur bei stark unterkühlten Patienten die Chance, auch nach 30 Minuten noch erfolgreich zu reanimieren. Auch das ist sehr selten. Es hängt mit den verlangsamten Stoffwechselprozessen zusammen.

Sehr detailliert!
Jedoch wird der Rettungswagen sicher kommen, damit man einem aufgebrachten Angehörigen nicht sagen muss ("Sorry, nichts zu machen").
Mein erster Einsatz im Rettungsdienst war so einer.

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Nein mit Sicherheit nicht, es finden sich schon sichere Todeszeichen. Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute ohne begonnene Wiederbelebungsmaßnahmen schon um ganze 7 bis 10 Prozent, daher sind die meisten Reanimationen leider erfolglos, wenn nicht durch anwesende Laien mit der Wiederbelebung begonnen wurde. Ein Rettungswagen braucht bis zum Eintreffen im Durchschnitt 10 Minuten, wenn dann die Überlebenschance mit jeder Minute ohne Reanimation um 7 bis 10 Prozent sinkt, beträgt sie beim Eintreffen des Rettungswagens ohne das Erste- Hilfe geleistet wurde nur noch 1 bis 2%. Nach 2 bis 5 Minuten nach einem Herzstillstand entstehen bereits irreversible (unumkehrbare) Hirnschäden durch Sauerstoffmangel. Die wichtigste Sofortmaßnahme ist die Herzdruckmassage, denn oft ist der im Blut vorhandene Sauerstoff noch für einige Minuten ausreichend, wird aber nicht mehr transportiert, da kein Kreislauf mehr vorhanden ist. 

Wenn das Hirn 10 Stunden nicht durchblutet wurde ist jeder Mensch komplett hirntot. Er kann zwar noch als biologisches Stück Materie künstlich im Koma gehalten werden, aber wer will schon einen Klumpen totes Fleisch beatmen?

Wir haben vor ein paar Monaten unsere Vereinsvorsitzende verloren, sie war 7 Stunden auf Grund einer Lungenembolie ohne Sauerstoff. Jetzt liegt sie auf dem Friedhof.

Bei den Fällen, in denen z.B. Ertrunkene nach einer Stunde wiederbelebt werden konnten, kamen ein paar günstige Umstände zusammen. In erster Linie eiskaltes Wasser, so dass die Durchblutung generell fast runtergefahren war. Und in der Regel wird zwar die spaktakuläre "Rettung" in der Presse vermeldet, nicht jedoch, was anschließend von der Hirntätigkeit übrig war. Bei kleinen Kindern besteht aufgrund der Flexibilität der Hirnschaltungen noch eine Chance eines kleinen Überrestes der Denkfähigkeit bzw. Stammhirntätigkeit.

Aber 10 Stunden!!! No chance!

Nein, nach dieser Zeit auf garkeinen Fall (ausser im Science Fiction Film).

Ausserdem wäre das Gehirn die ganze Zeit nicht mit Blut versorgt gewesen und irreparabel geschädigt.

Nein, nach ein paar Minuten ist nichts mehr zu machen. Bei starker Unterkühlung ist vielleicht mal ne Stunde drin, aber nicht im Bett.

Nein. Da hat die Verwesung bereits eingesetzt. Toter geht's nicht.

Ich kenne mich bei sowas nicht aus aber ich glaube es nicht weil er dann praktisch die ganze nsch tod war und keine luft hatte das heist die organe versagen

Wen ich falsch liege korrigiert mich bitte

Nein. Tot ist tot.

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