Ist jemand mit der Bhagavad-Gita vertraut? Ich hab das Buch leider noch nicht weil ich erst

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2 Antworten

Nein, dazu steht vom Blick eines Menschen, der sich selber umbringen will nichts. Es steht in keinem Buch oder im Netz, was passiert, wenn man sich selber umbringt. Die Tibeter haben Wege der Selbstmumifizierung, die ja auch Selbstaufgabe sind, die mit dem körperlichen Tod des Betreffenden enden, der dann als heiliger gilt und angebetet wird als Mumie. Das war letzthin im TV. Im Ägyptischen Totenbuch steht, was die Seele und der Geist machen, wenn jemand stirbt und was die Verwandten tun müssen, damit die Seele und der Geist optimal weiter kommen. Im Tibetischen Totenbuch steht weniger ein Rezept, wie im Aegyptischen, sondern es ist direkt der Text, den die physisch Lebenden dem physisch Toten neben der Totenstatt sitzend vortragen sollen, länger als einen Monat lang. Bhagavad-Gita ist in heute noch verstandenem Sanskrit geschrieben, eine heilige Sprache neben Hebräisch und es heisst übersetzt Gesang Gottes. Es gibt auch andere Textzusammenstellungen in Sanskrit geschrieben, die zu wichtigen Texten aus dem indischen Raum zählen, den sogenannten Veden (Veda = Wissen). Zum Beispiel das Srimad Bhagavatan, ein Heldenepos. Buddhismus hat sich aus den Veden entwickelt. Mrtyu (mit punkt unter dem R) heisst auf Sankrit Tod, aber ein Totenbuch haben die so direkt nicht.

Wenn durch die Tore deines ganzen Wesens das Licht der Wahrheit scheint, so wirst du finden Das Sattwa in dir reif geworden ist. Wenn Sehnsucht, Strebertum und Tatendrang der Seele Ruhe stören, weisse dann, dass Radschas in dir Herr des Reiches ist. Wo Dummheit, Trägheit, eitler Grössenwahn, Hochmütige Nichtwisserei, Verharren im Irrtum, Zweifelsucht und Aberglauben Zu Hause sind, da ist Tamas der Herr. und wenn die Seele diese Welt verlässt, Wenn Sattwa in ihr herrscht, so geht sie ein Zur Götterwelt des Lichts, wo jene wohnen, die nach dem Guten suchten und es fanden. Doch wenn der Körper stribt, solange Radschas In ihm die Herrschaft hält, so führt der Weg Ins Reich des Feuers, dorthin, wo der Ort Für erdgebundene Wesen sich berfindet. Und stirbt der Mensch von Tamas Nacht verhüllt, Starrköpfig sich dem Glaubenslicht verschliessend, so gibt er siene Menschenrechte auf und geht vertiert zu niedern Wesen ein. Dennn stets, wenn ein Geschöpf geboren wird Gleichviel in welchen Formen es entsteht, Bin ichs der Geist, der allen Leben gibt Und Samen schafft, aus dem die Formen wachsen. Sattwa (Bewusstsein), Radschas (Leidenschaft) Und Tamas (Nichterkenntnis) sind die drei Gewalten der Natur. Sie binden stets Den freien Geist an diese Körperwelt. Von diesen Bindet Sattwa, welches rein Und leuchtend ist, die sündenfreie Seele Durch Wohgefallen und Glückseligkeit, Die aus Erkenntnis seiner Güte kommt. Doch Radschas, der Begierde nah verwandt, Der Quell der Selbstsucht und der Leidenschaft Ergreift die Seele durch die Kraft der Werke, Die in der Eigenheit ein Mensch vollbringt. Tamas, die Dummheit und deer Unverstand, Die Ausgeburt erkenntnislosen Dunkels, Ein Nichts, das dochdie ganzfe Welt beherrscht, Durch Schlaf und Trägheit bindet es die Seele. So herrscht denn Sattwa durch das Lustgefühl Radschas durch Tatendrang und Wissensdurst Und Tamas durch die blinde Torheit, die Dem Lichte der Erkenntnis widersteht. Wird Leidenschaft und Dummheit überwunden, So bleibt das Licht zurück und leuchtet klar: Sieh! Das , was die Natur den flüchtigen Bewusstseinsformen, Die sie gebiert, verlleiht, die Güte oder Die Leidenschaft, und auch das Dunkel(=die Materie), alles Empfangen sie von mir. Sie sind in mir; Jedoch nicht ich in ihnen. Und geblendet Von den drei Eigenschaften der Natur, Die sich in allen Formen offenbaren, Erkennt die Welt mich nicht, den Ewigen, Der ich erhaben über alle bin. Wohl ist es schwer, den Schleier zu durchdringen, Den Zauberkreis der wechselnden Natur, Der dir, o Prinz, Mein Angesicht verhüllt; Doch wer zu muir allein sich wendet, der Erhebt sich über ihn und kommt zu mir.

Das ist ein Auszug aus einem Gespräch aus den Veden, der entfernt etwas zum Thema Selbstmord beiträgt.

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@NarrGottes

Vielen Dank für die Antwort !

Du irrst dich aber das es keine Bücher gibt die erwähnen was nach einem Selbstmord geschieht. "Unsichtbare Welten" von Armin Risi is eines davon was ich auch selbst besitze und gelesen habe. "Wie auf Erden so im Himmel" soll auch was beinhalten und sogar das selbe wiedergeben wie in dem Buch von A. Risi, ich hab es aber bisher nicht gelesen. Bestimmt gibt es auch noch sehr sehr viel andere Schriften die dieses Thema aufgreifen.

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Ich kenne die Bhagavad-Gita recht gut, kann mich aber gerade nicht erinnern, dass Selbstmord da ausdrücklich erwähnt würde. Es geht eh darum, dass nicht das, was wir normalerweise für das Selbst halten, unser wahres Selbst ist, sondern etwas, das diesem Scheinselbst noch zugrunde liegt: die unpersönliche Weltseele.

Die Gita ist ein sehr philosophisches Buch, das im Einzelnen sehr kompliziert ist. Es ist auch ein recht altes Buch (eigentlich ein Teil eines der beiden großen indischen Epen, nämlich des Mahabharata). Es geht anfangs viel darum, was die eigenen Pflichten sind, und wie wichtig es ist, das zu tun, was in der Position, in der man sich befindet, richtig ist. Das Problem, um das sich am Anfang alles dreht, besteht darin, dass der Prinz Arjuna in den Krieg ziehen muss (weil es seine Pflicht ist, gegen Unrecht vorzugehen), in den gegnerischen Reihen allerdings Freunde, Verwandte und respektgebietende Lehrer sieht. Er weiss nun nicht, ob er kämpfen soll und ihren Tod riskieren, oder eben nicht kämpfen, wodurch er aber das Unrecht, das die andere Partei verursacht hat, nicht bekämpfen würde, was als Prinz eigentlich seine Aufgabe ist. Von diesem Problem ausgehend belehrt ihn Krishna, sein Wagenlenker, der eigentlich eine Inkarnation des Gottes Vishnus ist, über die Welt, das wahre Selbst und das, was zu tun ist.

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