Ist jeder in der AfD so schlimm?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meiner meinung nach ja. Allein die (meist widersprüchlichen xd) aussagen in den Interviews und die reden, die die geben. Dazu diese trotzigkeit sich nicht mal an die regeln im bundestag (maskenpflicht usw.) Zu halten... und immer dieses mimimi, dass sie ja immer als die bösen dastehen... spoiler... es sind die bösen... haben ziele aber keinerlei ansätze oder überlegungen, wie sie es durchführen wollen (zum glück)

Und wenn nicht alle so sind und es Ausnahmen gibt, dann scheint es sie ja nicht zu stören und sich unter dem braunen haufen wohlzufühlen.

Ja...

"Deutschland ist keine Demokratie, man kann seine Meinung nicht frei sagen" haha lol😂

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@Dariasdreamtown

Sowas... es ja kann ich nur mit dem kopf schütteln und die heiter auslachen 😆

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DANKESCHÖN 😁

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Gerade weil deine Frage durchaus differenziert ist, gibt es gar keinen Grund auf dich loszugehen.

Ich möchte ziemlich deutlich zwischen den Köpfen der AfD und ihren Wählern unterscheiden. Natürlich gibt es auch unter den Wählerinnen und Wählern (in der Überzahl wohl Männer) Menschen mit einem sehr stabilen rechtsextremen Weltbild, aber es sind auch sehr viele Unzufriedene dabei, die sich gesellschaftlich abgehängt fühlen, und Protestwähler, die mit der aktuellen Berliner Politik sehr unzufrieden sind und keine der anderen Oppositionsparteien wählen.

Grundsätzlich aber steht auch das Wahlvolk der AfD ziemlich weit rechts, so etwa zwischen konservativ und deutschnational, wobei auch enttäuschte SPD-Wähler darunter sind.

Die meisten Lokalpolitiker der Afd kann ich mangels Kenntnis nicht beurteilen, was ich aus meiner Region kenne, sind nur eine Unzahl an Anträgen, die alle in die gleiche Richtung gehen, nämlich Migranten und vor allem moslemische Flüchtlinge zu verunglimpfen. In den Landtagen hingegen glänzen sie AfD-Abgeordneten meist durch heftige Flügelkämpfe und Intrigen sowie durch Fundamentalopposition Marke "alles hier ist scheiße".

Und das Führungspersonal der Bundes-AfD hat in seiner Gesamtheit mehr als einmal bewiesen, welches Land es sich wünschen würde. Und zwar ein Land, das ich mir nicht wünsche.

Xenophobe gibt es übrigens quer durch die ganze Bevölkerung.

Vielen Dank für deine Antwort

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Man muss allerdings auch mal deutlich sagen, dass der Versuch, sich mit diesen (selbsternannten) Protestwählern zu unterhalten, auf Sachebene auszutauschen, extrem schwierig bis unmöglich ist.

Ich habe es einige Jahre nun schon versucht. Egal, wo man ihnen über den Weg läuft, wenn überhaupt mal ein sachbezogenes Gespräch zustande kommt, ist in nahezu allen Fällen schnell sichtbar, wie massiv diesen Menschen irgendwelche Lügen im Kopf herumspuken. Versucht man sie dann auf Sachebene erst mal in die Realität zurück zu holen, werden sie extrem aggressiv.

Dieses Muster begegnet einem ständig. Sicher gibt es auch ab und zu mal Ausnahmen, aber die sind meiner Erfahrung nach extrem selten.

Da frage ich mich am Ende schon, was genau man mit solchen Protestlern anfangen soll, die gar nicht auf Sachebene wissen, gegen was sie nun protestieren oder die sich eine Art Fantasiewelt zusammengedichtet haben.

Ein einfaches Beispiel: Hier liefen ein paar bekennende AfD-Wähler umher, die auf Nachfrage protestieren wollten gegen den Austausch des deutschen Volkes gegen hochkriminelle Ausländer. Mal abgesehen davon, dass dies sowieso schon rechtsextremes Gedankengut ist, sowie an der Grenze des Rassismus (liegt denen in den Genen) habe ich dann auf Sachebene angefangen. Ich habe ihnen klar gemacht, dass ausgerechnet in ihrer Gemeinde doch eine sehr niedrige Ausländerquote geben würde, wie sie daher auf diese Aussagen kämen. Ich habe gefragt, wann sie das letzte Mal durchs Dorf oder die anderen Gemeinden/Städte liefen und bedroht wurden, egal von wem. Es kam nichts dabei herum. Ja, man höre das aber doch so und das muss stimmen, ich solle nicht versuchen, diese Wahrheit zu unterdrücken. Als ich dann mehrfach nachgehakt habe, da sie mir doch gerade gesagt haben, wurden sie sehr aggressiv, bezeichneten mich als "links grün versifften irgendwas" usw. Sie haben also vollständig die rechtsradikalen Sätze übernommen.

Wer sich da einmal in dieser Meinungsblase befindet, der wird so lange mit solchen Parolen beschallt, bis er es glaubt. Es gibt ja auch Webseiten, wo Landkarten aufgezeichnet werden mit angeblich realen Sexual-Straftaten von Ausländern. Recherchen und Überprüfungen haben gezeigt, dass ein großer Teil davon frei erfundener Unsinn ist. Dinge, die irgendwer als Fake-News in der Meinungsblase verteilt und die dann solange weitergeteilt werden, bis man das in der Blase für wahr hält.

Kurzum: Ja, es nennen sich auch viele "Protestler", es mag immer noch welche geben, die wirklich einen ernsthaften Grund für irgendeinen Protest haben. Aber viele von den selbsternannten Protestwählern sind keine bzw. sind längst in dieser Gedankenwelt gefangen.

Andererseits: Im Endeffekt hat die AfD ja nur deswegen noch nicht die 5% erreicht, weil sie sich an die Spitze der Querdenker-/Coronaleugner-Bewegung gesetzt hat. Das massiv weggebrochene Protestwähler-Potential wurde so unbemerkt mit neuem Material ausgetauscht, was vielleicht etwas fester ist. Dennoch steuert die AfD langsam auf die 5% zu.

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Aber sind da wirklich alle so?

Natürlich nicht. Es laufen in der Tat noch in der AfD ab und zu Romantiker herum, die denken, sie hätten den rechtsradikalen Flügen im Griff. Deren Sache, warum die solche Märchen glauben.

Tatsächlich scheint mindestens der klar rechtsradikale Flügel etwa 50 Prozent der Partei auszumachen. Das jedenfalls ergab die letzte Abstimmung, wo sich Meuthen gerade so noch im Sattel halten konnte.

Wenn man sich aber Meuthen selbst so anschaut, der ja oft genug betont, dass er Höckes Flügel inhaltlich Recht gibt, der Berufsverbote für Kritiker der AfD fordert und auch noch andere merkwürdige Dinge absegnet. Tja. Ich denke eher nicht, dass man auch der Meuthen-Hälfte der Partei den rechtsradikalen Touch absprechen kann.

Wie viele dann wirklich noch "normal" sind in dieser Partei, ja, das ist die Frage.

Auf jeden Fall sind diese Handvoll Normaler entweder vollkommen von jeder Realität entrückt oder sie stellen sich bewusst an die Seite der Rechtsradikalen. Schwierige Diskussion im Detail.

Die Partei selbst ist das, was ihre obersten Führer so vorgeben und vorleben und daher ist die Diskussion, ob wirklich jeder so ist, irgendwie nicht zielführend.

Fast vergessen: Es gibt natürlich noch einige gescheiterte Persönlichkeiten in der Partei oder auch Kriminelle. Die in einer Art Machtwahn leben und alles machen, nur um irgendwie eine vermeintliche Machtposition zu erlangen. Denen es egal ist, mit wem sie sich ins Bett legen.

Man kann davon ausgehen, dass die Politiker und Wähler der AfD entweder sehr rechts, sehr reich oder sehr dumm sind. Mindestens eins davon trifft in jedem Fall zu.

Wahrscheinlich gibt es auch ein paar Ausnahmen, aber die stört es dann ja auch nicht sonderlich dass so viele Xenophobe dadrin sind.

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