Ist jede Religion fundamentalistisch?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Nein 36%
Eher Ja 27%
Eher Nicht 27%
Ja 9%

13 Antworten

Eher Nicht

Religiösen Fundamentalismus, so wie ich ihn verstehe (mit einem sehr negativen Beigeschmack) sehe ich heutzutage hauptsächlich noch im sunnitischen oder schiitischen Islam.

In anderern Religionen oder auch etwa bei den Alewiten ist man doch schon sehr im 21. Jahrhundert angekommen und versteht die Texte der Offenbarungsgeschichten eher metaphorisch und nicht mehr wörtlich. Es gibt aber sicher überall Ausnahmen, in die eine oder andere Richtung.

Und etwas freiere religiöse Gedanken werden natürlich auch nicht überall von der Kanzel gepredigt.

Nein

Nein, quatsch!

Das Protestantentum ist es in vielen Ausprägungen NICHT, es gibt auch nicht-fundamentalistischen Katholizismus (sogar derzeit vom herrschenden Papst teilweise praktiziert!) - es gibt viel nicht-fundamentalistischenn Buddhismus.

...ja, so gar nicht-fundamentalistischen Islam - der ist aber am allerseltensten und seine Befürworter meist akut gefährdet - eben durch die Fundamentalisten...

Aber eine Religion MÜSSTE immer dazu da sein, den Menschen zu dienen (NICHT GOTT!!!) - deshalb DÜRFTE es eigentlich GAR keine fundamentalistische Religion geben - ist leider selten, denn:

Fundamentalismus nimmt einem das Denken ab;

und Denken ist schwer - einfach nur Glauben ist leicht - Fundamentalisten machen sich es also immer zu leicht...

Du verwechselt anscheinend Fundamentalismus mit Extremismus. Sowohl Christentum als auch Judentum und Islam sind fundamentalistisch, sie setzten die Existenz eines Gottes voraus, dieses Fundament ist unbelegt. Sie alle beinhalten unbelegte Lehren, die das Fundament des Glaubens bilden

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@Giustolisi

Danke für den Hinweis, lieber Giustolisi - doch denke ich NICHT, dass ich das verwechsle, wenn ich von folgender Definition ausgehe:


Fundamentalismus (von lateinisch fundamentum
‚Unterbau‘, ‚Grund‘, ‚Fundament‘) ist eine Überzeugung oder eine
Geisteshaltung einer sozialen Bewegung, die ihre Interpretation einer
inhaltlichen Grundlage (Fundament) als einzig wahr annimmt.
Fundamentalismus wird durch eine stark polarisierte Auslegung einer Letztbegründung umgesetzt.

Ausgehend hiervon, halte ich meine Aussage aufrecht, weil die o.e. Religionsvertreter großenteils den "Einzigwahrheitsanspruch" aufgegeben haben. (s. auch die Antwort hier bspw. von Suziesext)

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@ArbeitsFreude

Die Welt wäre eine Andere wenn die Religionsvertreter ihren Anspruch auf alleinige Wahrheit aufgegeben hätten. Sie reden nur ungern drüber, dass sie ihren Glauben für den Richtigen halten, denn das macht sich nicht gut in den Medien, wie der Franzl erfahren musste und auch schon der Polen Paule vor ihm.
Papst Franziskus sagte vor nicht allzu langer Zeit selbst: "Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel". Er hätte kaum deutlicher sagen können, dass er seinen Gott für den einzig wahren hält.
Die Bücher der abrahamitischen Religionen stecken auch vol Intoleranz gegenüber Andersgläubigen.
Da sich viele Glaubensinhalte der diversen Religionen erheblich widersprechen, können gar nicht alle richtig sein.
Natürlich glauben sie alle, ihr heiliges Buch und ihre Auslegung davon wäre das einzig Wahre, sonst würden die Religionen ja in der Beliebigkeit versinken.
So steht die Existenz Gottes oder die Wiederauferstehung Jesu für Christen nicht zur Debatte, Fundamentalismus eben.


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@Giustolisi

also gut, also gut: Du hast Recht! - Ich wollte etwas zur Versöhnung beitragen...

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Nein

Der Fundamentalismus setzt einen Absolutismus voraus.

Dieser Absolutismus ist in dem Moment gegeben, wenn Andersgläubige weder toleriert noch akzeptiert werden.

Eine besondere Kennzeichnung des Fundamentalismus ist die aggressive Behauptung, bis hin zur tätlichen Verfolgung Andersgläubiger.

Diese Atribute finden sich weltweit nur bei einer Religion.

Was sehr oft mit Fundamentalismus verwechselt wird, wenn Menschen streng nach den Vorschriften ihres Glaubens handeln und leben. Dies findet man oft im jüdischen und christlich orthodoxem Glauben. Derartige Gläubige bezeichnet man gemeinhin als orthodox 

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