ist in der warmmiete wasser,strom und heizung dabei?

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Unter dem Begriff Warmmiete versteht man den gesamten Mietbetrag, den ein Mieter an seinen Vermieter zu leisten hat. Dieser zu zahlende Betrag setzt sich folgendermaßen zusammen: Zuerst wird die Kaltmiete zu Grunde gelegt, sie entspricht einem Teil der Miete, den Teil der die alleinige Raumnutzung abdeckt. Durch die Nebenkostenabrechung werden die restlichen anfallen Kosten aufgelistet und gesondert ausgewiesen. Unter diese zusätzlichen anfallenden Kosten fallen: Müllabfuhr, warmes und kaltes Wasser, Abwasser, Heizung, Flurbeleuchtung, Feuerversicherung, Kabelanschluss . Andere Kosten wie Strom und Telefon werden gesondert von dem jeweiligen Anbieter abgerechnet. Also entspricht die Warmmiete den gesamten Mietbetrag, den der Mieter an seinen Vermieter zu zahlen hat. Festgelegt wird dieser Betrag in dem sogenannten Mietvertrag. Gezahlt wird diese Miete immer zum ersten eines Monats. Warmmiete ist auch die Grundlage bei einer eventuellen Mietminderung. Anderseits hat auch der Vermieter das Recht auf eine Mieterhöhung. Somit ist er in der Lage, seine Miete an allgemeine Preissteigerungen anzupassen. Auch heute findet man immer noch Mietverträge, die eine Warmmiete ausgeben, bei denen die Nebenkosten jedoch nicht separat ausgewiesen werden.

Leider ist die Antwort von almmichel trotz 3 x DH nicht korrekt, besser fehlerhaft, sogar falsch, selbst mit dem Prädikat „BESTE ANTWORT“. Grundsätzlich gilt lt. BGH WuM 2006, 518: „Die Vereinbarung einer Warmmiete ist nicht erlaubt“. Mancher glaubt, dass eine sog. Warmmiete sämtliche Kosten abdeckt, die im Rahmen des Mietverhältnisses anfallen. Doch im Mietrecht gibt es diesen Begriff nicht. Richtig ist „BRUTTOMIETE“. Diese beinhaltet einerseits die Nettomiete und andererseits die Heiz- und Nebenkosten (zusammengefasst als Betriebskosten bezeichnet). Als Betriebskosten dürfen nur die Kosten umgelegt werden, die in der Betriebskostenverordnung ausgewiesen sind und dementsprechend tatsächlich mietvertraglich auch vereinbart sind. Dabei ist zu beachten, dass auch eine Heizkostenpauschale, bei der alle Kosten mit einer monatlichen Zahlung endgültig abgegolten sind unzulässig ist (OLG Hamm RE WuM 85, 267; OLG Schleswig RE WuM 86, 330). Ausnahme ist dabei nur ein Gebäude mit zwei Wohnungen, von denen eine vom Vermieter bewohnt wird, hier braucht nicht nach Verbrauch abgerechnet werden, wenn das vereinbart ist.
Die Miete ist am dritten Werktag des Monats fällig (Bruttomiete). Über die monatlichen Vorauszahlungen der Heiz- und Nebenkosten ist nach Ende des gesetzlich vorgeschriebenen 12monatigen Abrechnungszeitraumes innerhalb 12 Monaten abzurechnen.

Strom meistens nicht. Das andere meistens schon. Aber nicht immer. Deshalb ist es immer wichtig dass du vorher nachfragst. Und lies dir den Mietvertrag genau durch!

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