Ist Homosexualität ein Gendefekt?

8 Antworten

Das aktuelle Heft (Nr. 49/2016) der Zeitschrift „GEO" beschäftigt sich mit den Ursachen von Homosexualität. Und kommt zu dem Schluss, dass ein bestimmter Homo-Gen-Cocktail sie auslöst.

Nach einem Rundgang durch die historischen Erklärungsversuche für gleichgeschlechtliches Begehren, werden in dem Beitrag von Ute Kehse und
Sebastian Witte auch die Fragen nach der „Natürlichkeit" und Erblichkeit von Homosexualität thematisiert.

1.)Homosexualität ist natürlich

GEO stellt fest, dass heute kein Ernst zu nehmender Wissenschaftler mehr die These von einer Krankhaftigkeit der Homosexualität vertritt. Vielmehr sind sich Forscher einig, dass Homosexualität „völlig natürlich ist und kein selbst erwählter Lebensstil."

Wichtig dabei ist der Nachweis, dass homosexuelle Verhaltensweisen auch im Tierreich weit verbreitet sind: „So reiben Walbullen gelegentlich ihre
erigierten Penisse aneinander, Delfinweibchen penetrieren mit ihrer
Rückenflosse die Geschlechtsöffnung von Partnerinnen. Bisonmännchen,
Große Tümmler und Löwen treffen sich zum Analverkehr, und weibliche
Makaken verstehen sich auf die Kunst, einander zum Orgasmus zu bringen."

Rätselhaft bleibt für Forscher allerdings das Phänomen, dass gleichgeschlechtliche Liebe rein biologisch betrachtet ein Kuriosum darstellt: „Denn wer ausschließlich homosexuell lebt, kann keine Nachkommen zeugen - evolutionär dürfte das Verhalten keinen Vorteil mit sich bringen."

2.) Homosexualität ist erblich

Während nach wie vor umstritten ist, ob „charakterliche Besonderheiten" in
keinem Fall von Schwulen und Lesben eine biologische Ursache haben oder
durch Nachahmung erlernt sind, scheint es inzwischen allgemeine
Überzeugung der Wissenschaft zu sein, dass die sexuelle Identität in
keinem Fall bewusst gewählt wird.

Denn es sprechen - so der Bericht in GEO - zahlreiche Indizien dafür, dass die gleichgeschlechtliche Veranlagung zu einem gewissen Teil erblich ist.
So kann man nachweisen, dass sie in bestimmten Familien oder bei Zwillingen gehäuft vorkommt: „Wissenschaftler haben herausgefunden: Ist
ein Sprössling schwul, verdoppelt bis vervierfacht sich die Chance, dass
es der nächstgeborene Sohn auch ist. Bei zweieiigen Zwillingen liegt
die Wahrscheinlichkeit bei bis zu 30 Prozent, bei eineiigen Geschwisterpaaren, also genetisch identischen Menschen, gar bis zu 65
Prozent."

Kein einzelnes Homo-Gen, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Gene

Dennoch ist die darauf basierende Suche nach dem Homo-Gen bislang erfolglos geblieben. Eine neuere Studie ergab aber, „dass sich derartige
Erbanlagen womöglich auf dem X-Chromosom befinden - also auf jenem Teil des Erbguts, den Männer ausschließlich von ihrer Mutter erben."

Es scheint aber keine einzelne Erbinformation, kein einzelnes „Homo-Gen"
zu sein, das für die homosexuelle Veranlagung verantwortlich ist.
Sexualität ist eine äußerst komplexe Eigenschaft. Und für solche sind
immer mehrere Gene verantwortlich bzw. deren Zusammenwirken. Wenn, dann wird man also eine ganze Konstellation verschiedener Gene, sozusagen einen Homo-Gen-Cocktail finden, auf den die Homosexualität von Menschen zurückgeht.

Quelle:
http://www.huffingtonpost.de/david-berger/wahre-ursache-fuer-homosexualitaet_b_7828530.html

Die sexuelle Gesinnung ist genetisch bedingt, aber kein Defekt.

Wirklich entscheiden kannst das nicht, weil einfach Deinen Gefühlen folgst. Die sexuellen Lockstoffe potentieller Partner oder Partnerinnen passen sozusagen zu Deinen und Du fühlst Dich angezogen.

ist nicht sondern KÖNNTE genetisch bedingt sein. Da sind sich alle auf dem Erdball noch nicht sicher.

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Ach so?

Wie ist denn Heterosexualität bedingt? Fliegt uns die zu?

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@MatthiasHerz

sehr richtig...wenn man diese Antwort gibt, kann ein solcher "Meinungsbilder" nix mehr antworten, weil er darauf keine Antwort hat, liebe Grüße aus Köln

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Also von einem "Homo Gen" hab ich noch nichts gehört....

aber für entscheiden direkt kann man sich ja auch nicht denn wenn man als Mann auf Frauen steht steht man nun mal auf Frauen...

in gewisser hinsicht wäre es eine erklärung das es ein Gen deffekt ist... ich habe nichts gegen Homosexuelle dennoch muss man zugeben das Homosexualität keinen Sinn ergibt da eine Spezies die nur Homosexuell ist nicht exeztieren könnte...

Beantworte mir mal den Sinn des Lebens? Das Homosexuelle sinnlos sind hast du ja schon gesagt und sagt mehr über deine Einstellung aus als dein Versuch darzustellen nichts dagegen zu haben.

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@weblurch

Abend,

Da muss ich ihm schon zustimmen, z.b ein Homosexuelles Pärchen kann keinen Nachwuchs zeugen, somit sind sie in ihrer Rolle (der Fort Pflanzung) gescheitert.

Klar wer sich Liebt hat das Recht diese Liebe auch auszuleben.Aber aus Menschlicher Sicht ist so eine Beziehung unnötig, da wie bereits geschildert sie nichts (zumindest aktiv) zu unseres Gesellschaft beitragen können.

Nachwuchs, stellt eben sicher, dass wir nicht aussterben.Und die Welt sich für uns weiter dreht.

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@weblurch

ich verurteile nicht ihr leben mir total egal welche rasse hautfarbe oder sexualität ein mensch hat wir sind alles menschen... diese frage betrifft auch nicht die lebensweise die homosexuelle haben sondern stellt die frage ob es einen Genetischen zusammenhang gibt...

Achja und der Sinn des Lebens ist übrigens das Leben selbst... dennoch die das Leben keinen Höheren zweck es exestiert einfach, es verfolgt kein übergreifendes ziel.. sondern einfach nur Reproduktion.

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Es gibt Spezies auf der Welt, wo alle Individuen gleichgeschlechtlich sind und trotzdem pflanzen sie sich fort.

Homosexualität ist also keineswegs sinnlos, nur in der Betrachtungsweise engstirniger Individuen, die zu sehr traditionell geprägt sind.

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Scheinbar sind Homosexuelle nicht so unwichtig, weil diese sonst schon lange aufgrund der Evolution "ausgestorben" wären. Das sind sie aber nicht also haben sie wohl einen Grund zu existieren zumindest laut unserer lieben Mutter Erde...

Man hat in der Natur homosexuelle Pinguine beobachtet, die sich bereit erklärt haben die Eier auszubrüten, die verstoßen wurden oder wo die Eltern nicht überlebt haben. Sprich die homosexuellen Pinguine hatten eine Aufgabe und somit einen evolutionären Effekt. 

Dementsprechend würde ich nicht sagen, dass Homosexualität sinnlos ist. Es ist bloß auf eine andere Art und Weise sinnvoll. Homosexuelle können auch niemals die ganze Welt "übernehmen", weil das einfach nicht von der Natur gewollt ist. Es gibt dort eine Balance. Man könnte es mit der natürlichen Balance vergleichen, die bei der Geburt von Kindern herrscht. Es gibt ca. 50% weibliche und 50% männliche Neugeborene/Personen auf der Welt. Ähnlich könnte es also eine natürliche Balance von Homosexualität (und anderen Sexualitäten) und Heterosexualität geben z.B. 5% und 95%. Das ist ein Fixpunkt, der sich niemals ändern kann, wie die verteilung des männlichen und weiblichen Geschlechts.

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@randomhuman

Da hat wohl jemand bei dem Thema Evolution nicht ganz aufgepasst.

Wie sollte Mutter Natur die Homosexualität "aussterben lassen" das würde ja bedeuten das dies auf Genen beruht und nicht auf Liebe.

Wie du so schön gesagt hast werden Gleichermaßen sowohl Männchen als auch Weiblein geboren.

Eben um die Existent zu sichern und ein Überleben zu gewährleisten.Aufgrund das ein Homosexuelles Paar kein Nachwuchs zeugen kann, sind sie was diese Thematik betrifft überflüssig.

Was du mit den Pinguinen andeuten willst, entschließt sich mir auch nicht. Ein Männchen das die Eier ausbrütet, was haben diese "menschen" den gesagt als sie dies beobachtet haben? "ein Männchen brütet Eier aus, das muss Homosexuell sein"

Sehr zweifelhaft diese, nennen wir sie mal "Studie".Das deutet lediglich darauf hin, dass auch Männchen Eier ausbrüten(vielleicht etwas wie Vatergefühle?)In dem Pinguine bin ich nicht sonderlich bewandert, daher verzeih eventuelle Missverständnisse.

Ansonsten wäre denke ich mal alles gesagt.

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@cal50250

Ich vermute, dass es auch eine gewisse genetische Sache gibt, die Homosexualität begünstigt. Bei Zwillingen oder gar bei eineiigen Zwillingen ist die Chance, dass beide homosexuell sind deutlich höher. Also muss es auch gewisse genetische Ursachen geben.

Absolut nicht, da du mein Beispiel scheinbar überhaupt nicht verstanden hast.

Ich habe gesagt, dass verstoßene Eier oder ähnliches in die Obhut homosexueller Pinguine gekommen sind und diese beiden männlichen Pinguine das Ei dann ausgebrütet haben. Wären die beiden homosexuellen Pinguine nicht da gewesen, dann wäre das Ei erfroren und das Kind tot. Hast du es jetzt diesen positiven Aspekt dahinter verstanden? 

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@randomhuman

also was ja als ultimativer beweis gesehen wird ist das es ja in der tierwelt auch Homosexualität gibt.. und hier eine Simple sowie einfache und logische erklärung..

nicht jedes Männchen findet eine Parnerin richtig ? gut ! da jedoch der Sexualtrieb da ist und Tiere nun mal Tiere sind versuchen Sie diesen nach einer gewissen zeit der Abstinenz zu befriedigen machen wir ja auch nicht anders... es gibt auch Prostitution unter Affen das Weibchen verkauft sich für besonders schmackhaftes essen...

die tierwelt ist nicht für alles eine richtlinie da Sie so wenig perfekt ist wie wir...

Homosexualität ist und bleibt Evolutionär gesehen unlogisch...

Homosexualität hat mehrere faktoren nicht nur zum teil vielleicht genetisch sondern auf Umweltfaktoren 

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@HouseMD89

Ja man kennt die Ursachen nicht genau. Es können auch Umweltfaktoren mit hinein spielen, nur welche? Das ist alles nicht ganz einfach zu beantworten. 

Nichtsdestotrotz auch wenn Homosexualität viele Fragen offen lässt heißt es nicht, dass man etwas dagegen haben sollte. Wir sind alle auch nur Menschen. Jeder hat das Recht sein Leben in Freiheit und ohne Diskrimnierung zu leben.

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@randomhuman

richtig genau dieser meinung bin ich auch...

ich will mit der aussage das Evolutionär gesehen homosexualität keinen sinn macht.. auch niemanden persönlich angreifen...

und wenn jemand der meinung es ist aber so.. dann stelle ich ihm die frage... Ich sage die welt ist rund und stelle dadurch seinen glauben (seine lebensweise ) in frage beleidige ich ihn ja auch nicht sondern stelle nur eine tatsache dar.

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@HouseMD89

Ich will mich noch nicht darauf festlegen, ob es evolutionär gesehen Sinn macht oder eben nicht, da ich es einfach noch nicht weiß. Vielleicht gibt es irgendwann mal stichhaltige Ergebnisse zu diesem Thema und wenn nicht, dann eben nicht. Davon geht die Welt auch nicht unter.

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