Ist Hartz IV Schlecht?

13 Antworten

H-4 ist vor allem für die Betroffenen schlecht, weil sie so ein erbärmliches Leben fristen müssen. Es ist auch schlecht für die Lohnabhängigen, denn so entsteht Lohndumping, wie sonst wäre ein solch breitgefächerter Niedriglohnsektor wie in Deutschland möglich . Das h-4 Schreckgespenst schwebt wie ein Damokles-Schwert über den Nacken der Lohnabhängigen. Dies mit ein Grund, warum so selten in D. gestreikt wird, Lohnforderungen so gering ausfallen. Aber nicht nur der Niedriglohnsektor boomt so, auch die befristete Zeit,- sowie die Leiharbeit wuchern so auf diese Weise. Darüberhinaus gedeiht so dass Mobbing, während Solidarität zu einem bloßen Fremdwort mutiert.

Es ist falsch anzunehmen, dass andere Staaten noch nicht mal H-4 haben, wenn sie denn industrialisiert sind. In keinem westeuropäischen Land gibt es H-4, stets ist deren Arbeitslosenhilfe besser. Allerdings drückt jetzt Macron in Frankr. die Arbeitslosen auf das H-4 Niveau hinab. auch aus diesem Grund gibt es die Gelbwesten-Bewegung.

bedingungsloses Grundeinkommen tatsächlich so sinnvoll wäre . ich würde hierbei denken dass viele Menschen die nicht arbeiten möchten dies schamlos ausnutzen und schlicht und ergreifend keine Anreize mehr gibt.

So denken viele, aber das Gegenteilige wäre der Fall. Der Anreiz wäre sogar noch größer. 1. Kann man selber suchen was man arbeiten möchte und man wird nicht mehr gezwungen (was sowieso verboten ist) das jetzt zu tun. 2. Kann dann jeder soviel dazu verdienen wie man möchte, 3. Fallen Demütigungen, Beleidigungen und Drangseleien weg, 4. Gibt es keine Sanktionen mehr.

Das einzige was schlecht und menschenunwürdig ist, ist Hartz4. Seit der Einführung der Agenda 2010 geht es, man kann es nicht anders sagen, den Bach runter.

Manche haben mit H4 nichtmal das nötigste.

Ich habe lang mit H4lern zusammen gearbeitet u es war alles andere als schön das Leid mit anzusehen. Wenn du eine Person hast, die nach all den Abzügen nichtmal Geld für richtiges esseb hat,sondern sich nur von Kartoffeln ernährt, fragst dich auch was läuft hier schief.

Ich finde das Grundeinkommen sollte es geben. So hört das Stigmata H4 endlich auf, denn man ist stigmatisiert, wenn man angewiesen ist auf den staat.

Das einzig gute ist für Familien mit Schulkindern. Die müssen für Schulausflüge, Schullandheime nix bezahlen, wo Otto Normalverbraucher sich ihren Kids das manchmal nicht bieten können

Wenn bei einem Grundeinkommen viele aufhören zu arbeiten, ja was wäre daran eigentlich schlimm?

Es wird ja immer gewarnt, dass bei der Einführung eines BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen) oder bei Abschaffung der Sanktionen bei Hartz4, dass dann viele Menschen in der Hängematte liegen und aufhören zu arbeiten.

Ich frag mich inzwischen nur: Was wäre daran denn eigentlich schlimm?

Sowas wie "Arbeit gibt den Menschen ja auch Sinn", blabla, interessiert mich mich. Wenn sie "Sinn" haben sollen, können sie auch in die Kirche gehen.

Aber wer würde denn aufhören zu arbeiten? Die Hochqualifizierten die 5000 Euro im Monat verdienen? Nein. Wohl eher irgendwelche Geringqualifizierten, die sowieso nicht viel können, denn sonst würden sie ja viel verdienen. So, was ist nun schlimm daran wenn Leute aufhören zu arbeiten, die sowieso nichts können? Denn wenn sie was können würden, dann würden sie ja soviel verdienen, dass ihnen 1000 Euro BGE am A... vorbei geht. Und warum soll es zum Beispiel so toll für die Gesellschaft sein wenn der "schlimmste Hartz4 Schmarotzer", der mal in der Bildzeitung stand weil er ja laut Bildzeitung so "faul" ist, warum soll es gut für die Gesellschaft sein wenn er durch Sanktionsandrohung irgendeinen Job machen muss wo er Verantwortung trägt?

Und selbst wenn dann Firmen pleite gehen, weil sie keine billigen Arbeitskräfte mehr finden... Ja und? Welche Unternehmen werden denn pleite gehen? Die schlechten und ineffektiven, die bisher nur überleben weil sie billigste Arbeitskräfte kriegen. Ja was soll daran schlimm sein wenn die pleite gehen und nur die intelligenten und guten und effektiven Unternehmen überleben? Das ist doch super!

Kann das sein, dass das was uns als "wirtschaftsfreundliche Politik" verkauft wird, dass das in Wirklichkeit nur eine Konjunkturmaßnahme für schlechte deutsche Unternehmen, die nur überleben durch Billiglöhner die ihnen das Jobcenter herankarrt? Und ist das nachhaltig? Oder wäre es besser einen harten Schnitt zu machen, BGE oder ähnliches einzuführen, und dann überleben halt nur die guten Unternehmen die ohne Billiglöhner auskommen, das ist zwar schade für die schlechten Unternehmen aber langfristig gut für alle?

Und wenn jetzt jemand sagt "Dann gehen die ins Ausland"... Ja dann halt weltweites BGE?

Aber nochmal die Hauptfrage: Was ist schlecht daran wenn die Leute, die lieber in der Hängematte liegen wollen, wenn die nicht mehr arbeiten? Ist doch toll. Viele Köche verderben doch sowieso den Brei. Und dann können die guten leute endlich ungestört arbeiten, ohne dass ihnen irgendwelche "Bewerbungen" auf Toilettenpapier geschrieben da reinflattern von irgendwelchen Leuten denen das Jobcenter gesagt hat "Schreib 10 Bewerbungen in der Woche, sonst gibt es Sanktionen!".

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