ist grundherrschaft un lehnsordnung dasselbe?

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3 Antworten

Ganz genau dasselbe ist es nicht.

Die Lehnsordnung enthält die das Lehnswesen betreffenden Beziehungen.

Beim Lehenswesen wird von einem Lehnsherrn ein Lehen an einen Lehnsmann auf Lebenszeit vergeben (verliehen; teilweise wurde dieses dann erblich und das Lehen war nach Tod eines Lehnsmannes an dessen Nachfolger zu vergeben).

Das Lehen war in der Regel Land (Grund und Boden), einschließlich Gebäude und abhängige Bevölkerung. Zum Teil wurden auch Ämter und Nutzungs- und Abgabenrechte als Lehen vergeben. Der Lehnsherr blieb Eigentümer, der Lehnsmann wurde Untereigentümer.

Lehnsherr und Lehnsmann standen in einem gegenseitigen Treueverhältnis (der Lehnsherr zu „Schutz und Schirm“, der Lehnsempfänger zu „Rat und Hilfe“). Der Lehensmann war zu militärischen Diensten und Durchführung von Amtsaufgaben verpflichtet.

Die Lehnsordnung konnte mehrere Stufen enthalten. An der Spitze stand der König. Seine Lehnsmänner (Königsvasallen) konnten selbst auch als Lehnsherren Lehen vergeben mit eigenen Lehnsmännern als Untervasallen (das Verhältnis von Überordnung und Unterordnung der verschiedenen Stufen insgesamt wird auch Lehnspyramide genannt).

Ein Grundherr war ein Grundeigentümer oder Inhaber eines Lehens mit Verfügungsgewalt über ein Stück Land. Er vergab Land zur Bewirtschaftung an Abhängige (Bauern), denen er Schutz zusagte. Die Abhängigen waren zu Abgaben (zunächst Naturalien; später zum Teil auch Geld) an ihren Grundherrn und zu Dienstleistungen/Frondiensten verpflichtet. Die Grundherren hatten in ihrer Grundherrschaft die Gerichtsbarkeit und Verwaltungsbefugnisse.

Die Lehensherren waren auch Grundherren. Ein Lehnsmann war aber frei, während die vom Grundherrn Abhängigen (Knechte, Hörige, Leibeigene) unfrei und im Gegensatz zu den Lehnsmännnern nicht wehrpflichtig waren. Das Verhältnis zwischen Grundherrren und abhängigen Bauern war keine Lehnsbeziehung.

das haben wir gerade in Geschichte: es ist fast das gleiche soweit ich das verstanden hab ist das nur in verschieden Jahren und bei der Lehnsordnung gibt es nicht so viele Lehnsherren (meist nur der König) in der Grundherrschaft viele

Die Grundherrschaft und Lebensbedingungen der Dorfbevölkerung in Mittelalter ergeben die Zeit des sogenannten Feudalismus (der Lehnsordnung)

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