Ist Gott ein Atheist-?

32 Antworten

Angenommen es gäbe einen Gott, dessen Existenz der Narrative der abrahamitscher Religionen entspräche, ...dann dürftest du dir kein Bildnis von ihm/ ihr/ es machen, somit wäre die Frage geklärt.

Eher deduktiv, menschliche Glaubenskategorien lassen sich auf Menschen anwenden, nicht auf andere Entitäten, zumal der Glaube an Gott innerhalb der abrahamitischen Religion einen Zweck erfüllt, erst durch den Glauben an Gott, kann der Mensch nach dem Tod in den Himmel/ Paradies/ himmlisches Reich, das würde einem Ungläubigen (durch Gott) verwehrt, d.h. ein Atheist zu sein - aus einem religiösen Blickwinkel - zerstört die Verbindung zu Gott und somit auch zu seiner unsterblichen Seele. Da Gott nun mal nicht die Verbindung zu sich selbst zerstören kann und per Definition unsterblich (der Anfang und das Ende) ist, kann nichts dieser kategorischen Ableitungen auf ihn angewendet werden. Die Frage, ob er Atheist sei oder nicht stellt sich gar nicht, da es vollkommen egal ist.

Zu guter letzt sei noch angemerkt, dass Glauben nur dann sein kann, wenn Wissen nicht ist, da Gott allmächtig und allwissend ist kann er nicht gläubig sein.

Das Wort Atheismus komme aus dem griechischen und heißt einfach "ohne Gott" (a theos). Da Gott ja nicht ohne Gott ist - er hat ja sich selbst - ist er nicht ohne Gott. Er kann durchaus an sich selbst glauben, an seine eigenen Fähigkeiten. Aber vom Wortsinn her ist er nicht ohne Gott und er lehnt auch die Vorstellung nicht ab, dass es einen Gott gibt. Er weiß es ja.

Aber wie das nun genau ist, das lässt sich aus dieser Sicht nicht beantworten. Aber schön, dass du dich gedanklich mit Gottes Wesen beschäftigst.

Hallo Kyokujitsuki,

was ist ein Atheist?

Was ist Glauben? An eine Lehre oder an eine Person oder an beides?

Descartes: cogito, ergo sum. (Ich denke, also bin ich.) Er glaubte also an sich selbst.

Gott glaubt z.B. an den Menschen, wenn er (AT und NT) mit ihnen einen Bund schließt. (Du kannst Glauben ja auch begreifen als "Vertrauen in jemanden setzen".

Bei cogito, ergo sum geht es um Erkenntnisfähigkeit. Nicht um Glauben. 

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Descartes weiß dass er ist, er glaubt es nicht.

Genau darum geht es in der Metaphysik und im Subjektivismus, herauszufinden was man mit Sicherheit sagen kann (also weiß), um die Möglichkeiten auszuloten, sichere Erkenntnisse zu gewinnen.

Descartes findet heraus, dass sein Zweifel intrinsisch sein muss und sein Denken anregt, somit er als denken und zweifelnde Entität sicher existieren muss, er glaubt nicht an sich, er weiß dass er existiert, da er es bewiesen hat.

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