Ist Gott die Wahrheit oder ein Wahn?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grüß Dich TATANGAMONA!

Gott ist weder die Wahrheit noch ein Wahn.

Voraussetzung allerdings ist, das Du die vorherrschende Vorstellung von Gott verlässt.

Von Gott oder von Göttlichkeit zu sprechen heißt, diesen Begriff allein auf den Grund allen Seins anzuwenden. Der Begriff Gott ist in erster Linie christlich geprägt, aber es gibt ja auch noch andere Namen dafür wie Allah oder Jehova. Wir sollten solche Begrifflichkeiten hinter uns lassen, denn über diese Begriffe zu diskutieren bringt immer nur jene Auffassungen ins Spiel, die diesen Gottesnamen traditionell zugeordnet sind. So kann keine gemeinsame Sprache gefunden werden, die das Geheimnis des Seins auch nur ansatzweise erhellen könnte.

Obwohl wir über den letzten Grund allen Seins nichts direkt wissen und uns nur an seinem Wirken orientieren können, ver­dan­ken wir doch diesem Geheimnis unsere Existenz. Es ist ein Schöpfungsvorgang. Die Transzen­denz, das uns selbst Übersteigende, ist dieser Ur­grund des absoluten Anfangs, was als Gott oder das besser als das Göttliche, das schöpfe­rische Prinzip, das Eine oder das Geheimnis usw. genannt werden kann und der Begriff Im­manenz meint in diesem Zusam­menhang dessen Enthaltensein in der Welt, in der Gegenwart. Dieser Urgrund ist somit ein geheimnisvoller Ursprung, der Grund warum etwas ist und nicht nichts und das berührt elementar unsere Seele.

Von hier aus können wir zur Seele alles Lebendigen überleiten, inbesondere zur der von uns Menschen. Sie entsteht, so empfinde ich es, durch einen Zeugungsakt und vervollkommnet sich durch die Auseinan­dersetzung mit der uns umgebenden Welt. Zeugung ist auch Schöpfung, davon bin ich überzeugt, denn es entsteht ja etwas Neues und damit verwirklicht sich das Göttliche in allem Lebendigen, aber dann auch gleichzeitig durch uns selbst. Wir sind auch Lebewesen und wir können selbst schöpferisch tätig sein.

Wir können von den Erscheinungen in der Natur und damit auch von denen in uns und durch uns ergiffen sein. Diese Ergriffenheit kann als religiöses Gefühl benannt werden und sind ganz bedeitende und prägende Erlebnisse im Menschen.

Daher ist das Göttliche , weil sich die Vorstellung einer Person nicht begründen lässt, kein Wahn sondern innere Realität. Das kann jeder erleben. Das Göttliche ist aber auch nicht die Wahrheit, denn wer deutet denn die Welt? Das sind wir Menschen und wir können irren und haben daher auch keinen Anspruch auf absolute Wahrheit.

Dennoch kann unsere Deutung der Welt für jeden ganz allein eine Wahrheit darstellen, die sich durch das Erleben des Lebens, der Welt und der Erfahrung damit für ihn herauskristallisiert. Dann ist es seine Wahrheit und nicht die der anderen. Aber auch das ist ein schöpferischer Vorgang. Vielleicht könnte man sagen, dass Wahrheitsfindung durch den Menschen als schöpferischer Vorgang zu begreifen ist, welches sich über ihn in ihm offenbart, wobei hier Wahrheit in einem weiten Sinne zu verstehen ist.

Es bleibt aber, um es nochmal zu wiederholen, seine Vorstellung von Wahrheit, die sich aber über denselben Vorgang mit der anderer Menschen ähnelt oder gar sich decken kann.

Wikipedia

Der Begriff der Wahrheit wird in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht und unterschiedlich gefasst. Gemeinhin wird die Übereinstimmung von Aussagen oder Urteilen mit einem Sachverhalt, einer Tatsache oder der Wirklichkeit im Sinne einer korrekten Wiedergabe als Wahrheit bezeichnet. Im Weiteren wird unter „Wahrheit“ auch die Übereinstimmung einer Äußerung mit einer Absicht oder einem bestimmten Sinn beziehungsweise einer normativ als richtig ausgezeichneten Auffassung („truism“ oder Gemeinplatz) oder mit den eigenen Erkenntnissen, Erfahrungen und Überzeugungen verstanden (auch „Wahrhaftigkeit“ genannt).

Tiefergehende Betrachtungen sehen Wahrheit als Ergebnis eines offenbarenden, freilegenden oder entdeckenden Prozesses des Erkennens ursprünglicher Zusammenhänge oder wesenshafter Züge.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Nach dem Lesen Deiner Antwort stelle ich fest, für Dich ist Gott Wahrheit und Wahn.

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@MatthiasHerz

Glücklicherweise: Auch Du hast die Wahrheit nicht gepachtet. Wie ich schrieb!

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Zusatz:

...und vervollkommnet sich durch die Auseinan­dersetzung mit der uns umgebenden Welt, wenn man sie nicht deformiert!

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Vielen Dank für den Stern. Das hat mich sehr gefreut! :-)

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Gott/Liebe für Jetzt/die Situation oder Ängste dagegen? (Teufel/Unwahrheit für die Situation, wenn die eigenen Ängste anderen Schaden zu fügen.)
Mit Gott zu sein bedeutet achtsam in der Situation. Achtsam in jeder Situation ist Wahrheit für das was ist. Und das ist dann Bewusstheit und natürlich dann Liebe dafür, für das was ist. (Was ist, das ist! Ist Sein! und was anderes als das was nicht ist.) Hast du aber Ängste und versteckst sie, dann benutzt du Maschen, Muster, Masken. Das ist dann nicht Achtsamkeit, bewusst, nicht Wahrheit für die Situation, nicht Liebe dafür, sondern Ängste dagegen.
Es gibt nur Jetzt.
Es gibt nur Liebe dafür, oder Ängste dagegen.
Die Liebe dafür tut das Göttliche dafür. Und Ängste tun es nicht. Und egal, wie die Ängste getarnt sind, ob mit Ignoranz, Hochmut usw., es ist gegen das, was Jetzt gerade ist und notwendig wäre.
Gott ist die Liebe, weil Liebe die Wahrheit für Jetzt ist und Ängste nicht die Wahrheit, oder Gott, dann sind.
Das müsstest du so oft lesen, bis du es verstehst und verinnerlicht hast.
Denn nur einfach lesen, ohne verinnerlichen, hast du nur geborgtes Wissen. Erst wenn du dir geborgtes Wissen selber zu eigen machst, wird Wissen zu Intelligenz. Später zu Weisheit. Wissen zu deinem Eigen geworden, bedeutet Himmel in dir. Gott ist Geist. (Wie in der Schule. Wer Einsen schreibt, hat es intus.)
Intelligenz benötigt kein Wissen. Wissen kann Intelligenz sogar im Weg stehen. Aber Wissen intelligent zu nutzen, das ist die Krönung, Gott auf Thron. Alchemie, Weisheit erlangt ist, Stein der Weisen, Paradies in einem. Das geht nicht bequem. In der Schule muss man auch in viel Zeit lernen und noch Hausaufgaben machen. Für das Wissen der Lebensschule gibt es keine Schulbank. Aber das Internet bietet breitgefaechertes Wissen, um sich selbst ne Meinung bilden zu können.

"Wahrheit" ist definiert als verifizierte Aussage. Gott ist eine grundsätzlich und unter gar keinen Umständen falsifizierbare Hypothese; sie ist daher im wissenschaftlichen Kontext unnutz, unbrauchbar, überflüssig und völlig untauglich, um irgendwelche unbekannten Sachverhalte zu erklären.

Gott existiert nur als Glaubenssatz; außerhalb des Glaubens, für den Nichtglaubenden, existiert kein Gott. Gott entzieht sich der wissenschaftlichen Beobachtbarkeit, und zwar prinzipiell. Der Hypothese "Gott" kann die Eigenschaft "Wahrheit" nicht zugeschrieben werden.

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Eine sehr gute Antwort, der ich mich vorbehaltlos anschließe.

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Die Angst vor dem Tod, und das danach alles vorbei sein soll, verleiht den Gedanken und dem Glauben Flügel. Nach den neuesten Erkenntnissen der Astrophysik, die Leben in Mikrobenform auf Meteoriten und Kometen feststellen konnte (trotz Tiefsttemperatur und ohne Wasser sowie ohne Sauerstoff) waren diese Überlebensfähig. So entstand das Leben auf der Erde bei Einschlag auf der Erde. Durch Meteoriten kam auch Wasser auf die Erde. Das ist eben was sich Menschen nicht vorstellen können da die Dauer der Entwicklung von Mikroben zu intelligentem Leben eben Millionen oder gar Milliarden Jahre dauert.

我一直都在想你。

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Deshalb kommt immer der Spruch, ich Glaube usw.

Der sollte niemanden genommen werden, allerdigs darf damit auch niemand bedraengt werden.

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@zetra

Die Anzahl derer die nicht mehr glauben wird immer größer. Das hat auch einen Grund der Dir sicherlich bekannt ist. Oder auch mehrere Gründe. Ein Grund davon ist sicher, dass sich die Menschen sehr viel mehr erklären können als die Menschen vor 2000 Jahren und mehr. Auch Sonne, Mond, Sturm, Blitz, Donner waren mal nach Meinung der Menschen Götter. Den Glauben an diese Götter wurde auch abgelegt als sie andere Erklärungen fanden. Eine davon war der Glaube was ihnen gepredigt wurden vom ewigen, einfacheren Leben ohne Not, Armut, nur wenn sie einem folgen werden. Derjenige dem sie folgen sollten hat seinen Lebensunterhalt mit predigten gesichert. Derjenige hatte, obwohl er vom ewigen Leben im Himmel und Paradies predigte, schreckliche Angst vorm Sterben. Gerade sein Tod sollte ihn doch an die Seite seines Vaters im Paradies bringen. Und er hatte solche Angst vor dem was er als die Erlösung predigte.

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Deine Behauptung: "...sie ist daher im wissenschaftlichen Kontext unnutz"

etwas differenzierter:

Du meinst wahrscheinlich "sie ist daher im naturwissenschaftlichen Kontext unnutz ... um irgendwelche unbekannten Sachverhalte (naturwissenschaftlich) zu erklären"

die armen anderen Wissenschaften, werden einfach unter den Tisch gekehrt ;)

denn ich kann mir vorstellen, dass z.B in den historischen Wissenschaften Religion bei der Erklärung geschichtlicher Abläufe öfters eine Rolle spielt (z.B. Menschen handelten auf Grund ihrer religiösen Überzeugung auf diese oder jene Art und Weise)

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"Wahrheit" ist definiert als verifizierte Aussage"

Wenn man differenzierter die Sache betrachtet, dann funktioniert (bereits in den Naturwissenschaften) weder Falsifizieren noch Verifizieren, siehe Duham-These:

"Dementsprechend kann einerseits eine Theorie nicht durch einzelne empirische Beobachtungen und Experimente verifiziert oder falsifiziert werden – es stehen immer eine Reihe weiterer Theorien mit zur Debatte. Andererseits ... "

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Duhem-Quine-These

mehr über die Duham-These .... googeln

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Deine Behauptung "Gott existiert nur als Glaubenssatz"

Woher willst du das wissen, vielelicht existiert Gott ja wirklich?

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ad "Der Hypothese "Gott" kann die Eigenschaft "Wahrheit" nicht zugeschrieben werden."

Da weiß ich nicht genau, wie du das meinst:

meinst du, eine Aussage wie z.B. "Gott existiert" kann nicht wahr sein

oder meinst du lediglich, eine Aussage wie z.B. "Gott existiert" kann nicht bewiesen werden.

denn wenn man deine Aussage ganz wörtlich nimmt, ergibt sie keinen Sinn (das ist aber kein Vorwurf, sondern ziemlich normal in der menschlichen Kommunikation), denn wenn ich z.B. sage: "Die Hypothese "Gott existiert" ist wahr", dann habe ich somit dieser Hypothese die Eigenschaft "wahr" zugeschrieben, obwohl du behauptet hast, dass man das nicht KÖNNE.

Voraussetzung: Eine Aussage ist entweder wahr oder falsch

Einem eventuellen Einwand, möchte ich gleich entgegenhalten: Diese Voraussetzung widerspricht nicht einem Sachverhalt, dass die Zuschreibung von "wahr" oder "falsch" einer Aussage in einem endlichen System auch mal unentscheidbar sei. Oder anders ausgedrückt: Nur weil man nicht entscheiden kann, ob eine Aussage wahr oder falsch ist, folgt daraus nicht, dass diese Aussage nicht wahr oder falsch ist.

Dann ist "wahr" eine Eigenschaft, die einer Aussage entweder zukommt oder nicht zukommt.

dann ist die Aussage "Es gibt Gott" entweder wahr oder falsch, aber eines von beiden trifft sicher zu.

LG

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@Aurel8317648

Hypothesen können sich als wahr und als falsch herausstellen. Es gibt aber auch Hypothesen, die Hypothesen bleiben, weil es keine Mittel gibt, sie zu bewahrheiten oder ihren Irrtum zu beweisen, wie z.B. die Kontinuum-Hypothese von Cantor. Bei Gott sieht es ähnlich aus. Nur fehlt dem Begriff Gott eine klare Definition

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@TATANGAMONA

Deine Behauptung: "Hypothesen können sich als wahr und als falsch herausstellen"

Ja, was soll ich da jetzt nochmal sagen (denn ich habs ja bereits oben angesprochen): selbstverständlich verwenden "wir" dauernd gut bewährte Theorien/ Hypothesen. Z.B. unsere ganze Technik beruht auf solchen Theorien.

Aber bereits Popper hat ja gezeigt, dass Verifizieren (also das sich als wahr Herausstellen) nicht wirklich funktioniert und begründete den Falsifikationismus. Aber auch Falsifizieren (das sich als falsch Herausstellen) funktioniert genau betrachtet nicht sicher, siehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Duhem-Quine-These

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Boolos fügt noch folgende Hinweise hinzu:

Sie können einem Gott mehrere Fragen stellen – oder einem Gott auch gar keine.Welchem Gott Sie die zweite Frage stellen sollten, kann von der Antwort auf die erste Frage abhängen. Dasselbe gilt für die dritte Frage.Die Antworten des Zufalls-Gottes können mit einem Münzwurf verglichen werden: Bei Kopf wird er die Wahrheit sagen, bei Zahl dagegen lügen

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