ist glaubersalz gefährlich?

6 Antworten

Zum Abführen vor dem Fasten: unproblematisch. - Dafür: 40 g Glaubersalz (Apotheke) in 3/4 l lauwarmem Wasser auflösen und zügig trinken. Empfehlung: die Lösung schmeckt "zum Erbrechen" ekelig, deshalb in kleinen Mengen (glasweise, 150 ml) trinken. Zwischendurch kann man durch den einen oder anderen Schluck Fruchtsaft den Ekel etwas abmildern.

100-prozentig JA! Andere Mineralien (z.B. Kalium) können bei Glaubersalz-Einnahme verloren gehen, dies führt zu Muskelschwäche oder Herzstörungen. Die Wirkung von Medikamenten wird reduziert oder verändert. Der größere Natriumanteil im Körper kann zu Ödemen führen. Auf der anderen Seite kannst du durch die Durchfälle so extremen Flüssigkeitsverlust bekommen, dass dein Kreislauf zusammenbricht!! Wohlbemerkt: Bei Überdosis!!

Ob die Einnahme einer Glaubersalzlösung (Natriumsulfatlösung) gefährlich ist oder nicht hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zunächst scheidet für all jene, die an Nierenstörungen oder an Herzinsuffizienz leiden, die Einnahme einer Glaubersalzlösung aus, weil sich dadurch massive Gesundheitsprobleme ergeben können. Alle anderen Anwender haben bei der Zubereitung einer Glaubersalzlösung darauf zu achten, daß diese mindestens isoton ist, für eine verstärkte abführende Wirkung sollte die Glaubersalzlösung hyperton sein, weil in diesem Fall Körperflüssigkeit in den Darm übergeht; jedoch ist eine hypotone Glaubersalzlösung zu vermeiden, weil in diesem Fall die Elektrolyte der Glaubersalzlösung in den Körper übergehen. Da nach den Angaben der pharmakologischen Fachliteratur eine Glaubersalzlösung von 3,2 % isoton ist, hätte man für eine isotone Lösung z. B. 16 g Glaubersalz in 500 ml Wasser zu lösen. Löst man dagegen z. B. 25 g Glaubersalz in 500 ml Wasser, ergibt sich eine hypertone Glaubersalzlösung von 5,0 %, womit eine gute abführende Wirkung zu erwarten ist.

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