Ist gesunde ernährung im islam eine pflicht?

12 Antworten

Die Aussagen, die der Koran dazu macht, sind nicht unbedingt mit einer Brigitte Diät gleichzusetzen. Sich gesund zu ernähren, heißt vor allem, den guten (geistigen) Weg zu wählen, obwohl damit, da man Körper und Geist nicht trennen kann auch eine gesunde Lebensführung verbunden ist. Ernährungswissenschaftlich sind die Aussagen nur bedingt, bzw. gar nicht haltbar, obwohl sie damals für die Volksgesundheit durchaus eine gewisse Bedeutung hatten z.B. der Verzicht auf Schweineöhrchen.

Ja, es ist eine Pflicht sich gesund und damit halal zu ernähren. Im Koran finden wir einige Aussagen Allahs dazu:

O ihr, die ihr glaubt, esset von den guten Dingen, die Wir euch bereitet haben, und seid Allah dankbar, wenn ihr Ihm allein dient. [2:172]

O ihr Gesandten, esset von den reinen Dingen und tut Gutes. Wahrlich, Ich weiß recht wohl, was ihr tut. [23:51]

Allah ist es, Der für euch die Tiere gemacht hat, damit ihr auf den einen reiten und von den anderen essen könnt. [40:79]

Esset nun von den guten Dingen, die Wir euch gegeben haben, doch überschreitet dabei nicht das Maß, damit Mein Zorn nicht auf euch niederfahre; denn der, auf den Mein Zorn niederfährt, geht unter. [20:81]

ABER, was ist gesunde Ernährung. Auf jeden Fall sind den Muslimen nur ganz ganz wenige Lebensmittel verboten zu sich zu nehmen. Alles andere ist automatisch erlaubt.Damit könnten die Muslime fast jedem Ernährungstrend folgen. Und sich damit zeitgemäß "gesund" ernähren.

Dem Menschen ist es also erlaubt fast alles zu essen. Nur soll er sich beim Essen, egal was er isst, zurückhalten.

Nein, du darfst dich genauso ungesund ernähren wie der Rest im Land. Lediglich Schweinefleisch ist verboten. Hardcore-Koranausleger weiten das aber auf alles aus, was irgendwie mit einem Schwein in Verbindung gebracht wird.

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