Ist für euch arbeit etwas persönliches?

11 Antworten

Hallo!

Früher war meine Arbeit für mich etwas persönliches und ich konnte viele eigene Akzente setzen und Dinge verwirklichen, inzwischen mache ich nur noch meinen Job nach Plansoll und keine Minute und keinen Handgriff länger. Auch mir ist es inzwischen egal, wer mir gegenüber sitzt.

Es hat nix mit dem Arbeitsumfeld und der Firma zu tun, sondern daran, dass meine Kundschaft immer frecher, rätziger und forscher auftritt - das geht bis hin zu Belästigungen in den privaten Bereich meines Lebens. Es ist zwar nicht mehr so schlimm, seit der Betriebsleiter ein MAchtwort sprach, aber trotzdem nervig.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Ich arbeite neben dem Studium in der Gastronomie und habe gelernt die Arbeit nicht persönlich zu nehmen. Ich bekomme von meinen AG‘s immer gutes Feedback, allerdings darf man sich darauf nix einbilden. In der Regel, sobald man selber etwas braucht word man fallen gelassen. Für mich ist es nur ein Job. Als ich mal mitten in der Sommersaison bei Personalknappheit von hier auf jetzt gekündigt habe, hat meine Chefin sogar geheult. Aber gut, meine Wünsche wurden gekonnt ignoriert. Nur das Geld war interessant. Meine Anfrage nach einer Gehaltserhöhung um 2€ wurde nicht einmal ernst genommen. Dann bin ich halt gegangen. Weder ich, noch meine Chefin, noch der Laden ist daran kaputt gegangen. Das Geschäft gibt es heute noch und es läuft auch heute noch so gut wie damals, soweit ich weiss. Das Leben geht für jeden weiter. Man darf sich nur nicht zuviel auf irgendwas einbilden.

Kommt drauf an wieviel du als Stundenlohn hattest und wieviel Verantwortung usw du hast.

Einfach so, ohne Ausbildung oder besondere Fachkenntnisse in dem Beruf, 2 Euro die Stunde mehr zu verlangen ist schon sehr... Mutig.

0
@RefaUlm

Klar. Aber an einem Abend wo ich gearbeitet hab, hat nahezu immer ein Kellner weniger gearbeitet, weil ich die Arbeit von zwei schlechten Kellner gemacht hab. Die Chefin hätte also selbst mit meiner Gehaltserhöhung profitiert. Ausserdem waren ja 2 € (was beim damaligen Mindestlohn von 8,84 prozentual ja schon viel wäre) nur mein Angebot. Sie hätte ja verhandeln können. Wollte sie nicht, da sie nicht dachte dass ich einfach so gehe.

1

Da mir eigentlich kein Mensch egal ist, kann ich diese Frage nur schwer beantworten.

Gerade im Dienstleistungsbereich ist Dienst nach Vorschrift meines Erachtens nach nicht ausreichend.

Selbst bei der Tätigkeit in der Produktion oder am Fließband kann mir der Mensch nicht egal sein. Je nachdem was gefertigt wird. Wenn ich da nur nach Vorschrift arbeite und evtl. Mängel nicht melde oder beseitige kann ich womöglich Schaden am Menschen anrichten. Daher sollte immer ein wenig Empathie bei jeder Arbeit eingebracht werden. Dann ist es mir egal ob ich die Soll-Ergebnisse unterschreite.

Allerdings sollte soviel Professionalität vorhanden sein, dass ich schlechte Laune ausblende und einen unbeteiligten Kunden oder Kollegen nicht einbeziehe.

Was möchtest Du wissen?