Ist für die Berufsausbildung zum Krankenpfleger ein Hauptschulabschluß Pflicht?

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9 Antworten

Hi,

für Berufsausbildungen sind Schulabschlüsse im Grunde genommen eher die Kür als eine Pflicht. Im Grunde hängt es vom Ausbildungsbetrieb ab, ob man dich einstellt und welchen Schulabschluss man dort sehen will. von daher kann man also gar nicht unbedingt sagen "für die Ausbildung BRAUCHE ich den und den Schulabschluss". 

Ich z.b. habe einen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 (ich nenn's auch gern "Gnadenabschluß für Schulabbrechner"), bin allerdings mittlerweile gelernter Informatiker und habe danach noch meinen IT-Fachwirt (was du mit einem Meisterbrief vergleichen kannst  - Fachwirt = Meister im kaufmännischen Beruf) gemacht und bilde meinen Beruf auch aus.
Du siehst also... selbst mit "schlechten" bzw. kleinen Schulabschlüssen kann man viel erreichen, WENN man einen Betrieb findet, der dich ausbilden will und sich auf den Hosenboden setzt(!!!) 

Etwas anders ist es bei rein schulischen Ausbildungen. Hier werden teilweise durchaus bestimmte Schulabschlüsse vorausgesetzt, da auf diesen aufgebaut wird. Bestes Beispiel ist ja ein Studium, für das du ja die Fach- oder allgemeine Hochschulreife oder eine alternative Zugangsberechtigung wie einen Meisterbrief/Fachwirt etc. brauchst. 

Im dualen Ausbildungssystem mit betrieblicher Ausbildung und Berufsschule ist aber wie gesagt der Schulabschluss nur für den Betrieb ein Kriterium und steht in keiner Ausbildungsordnung die ich kenne. 

Sicher ist allerdings, dass bei der heutzutage durchaus vorhandenen Abiturienten-Flut (Abi-Inflation trifft's wohl auch) für die Betriebe die Auswahl an Menschen mit höheren Schulabschlüssen größer ist und diese oft den Vorzug erhalten, weil die Personaler (und teilweise auch die Ausbilder) darin den vermeintlichen Vorteil sehen, nicht mehr so viel Schulwissen nachlegen zu müssen (auch wenn dies aus meiner Erfahrung eher ein Irrglaube ist). 


Liebe Grüße,

Matze


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Kommentar von LordofDark
24.10.2016, 22:49

... was allerdings auch sein kann ist, dass die Arbeitsämter einen entsprechenden Schulabschluss bzw. eine gleichwertige Qualifikation und ggf. auch bei ausländischen Mitbürgern einen entsprechenden Nachweis über Sprachkenntnisse voraussetzen um eine entsprechende Ausbildung in Form einer Umschulung etc. zu fördern. 

Hier ist eben das Prinzip "wir können das bewilligen, tun dies auch wenn wir es für sinnvoll und zielführend halten, aber einen Anspruch gibt's darauf direkt nicht" an der Tagesordnung. Dann hängt's halt am Ende tatsächlich vom Berater / Fallmanager (sowas gibt's auch erst seit jeder Hausmeister FacilityManager ist *totlach*) ab, ob der sein Okay gibt. 

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Hallo,

für eine Ausbildung zur Kranken- oder Altenpflegerin braucht man sogar eine Mittlere Reife. Es gibt auch eine Ausbildung zurKranken- oder Altenpflegehelferin, dafür reicht ein Hauptschulabschluss aus...

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Es wird häufig ein mittlerer Schulabschluss für die Pflegeausbildung gefordert, aber durch den Pflegekräftemangel wurden die Bestimmungen gelockert und die Ausbildung ist inzwischen auch mit Hauptschulabschluss bei vielen Institutionen möglich. Vielleicht kann sie den Hauptschulabschluss nachmachen?

Gute Chancen hat deine Frau jedoch bei einer Ausbildung zur Altenpflegehelferin, da könnte ihr Schulabschluss ausreichend sein, sofern sie gut die deutsche Sprache beherrscht.





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Man sollte aber deutsch sprechen können, lesen, schreiben und rechnen, schließlich werden ja Medikamente ausgeteilt, evtl. Diäten müssen eingehalten werden usw.

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Kommentar von bjc51
23.10.2016, 19:20

Ja, das kann sie natürlich alles. Deutsch natürlich nicht perfekt, aber da können ja noch nicht mal so manche Deutsche mit Hauptschulabschluß!

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Wie will sie denn eine Prüfung bestehen, wenn sie die Vorkenntnisse nicht hat?

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es geht mehr darum, dass sie dann ja auf eine Berufschule zwei mal in der Woche müsste und dafür braucht man in DE einen Schulabschulss

Mann kann es aber anerkennen lassen. Dafür muss sie glaube ich nur einen Test machen.

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Kommentar von LordofDark
24.10.2016, 22:40

Wer hat dir denn den Quatsch erzählt? Im dualen Ausbildungssystem ist die Berufsschule bzw. deren Besuch absolut nicht von einem Schulabschluss abhängig. 

Der Betrieb meldet den Azubi/die Azubine dort an und dann wird er/sie dort eingeschult. 
Darüber hinaus müssen die Berufsschulen sogar jeden schulpflichtigen Minderjährigen (Schulpflicht besteht ja bis zum 18. Geburtstag, mindestens aber 10 Jahre) in das Berufsgrundbildungsjahr (heißt teilweise anders) einschulen, wenn keine Ausbildungsstelle oder ein anderer Schulplatz nachgewiesen wird, damit diese/r dann ihrer/seiner Schulpflicht nachkommen kann.  

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Um den Beruf des GuK ( Krankenpfleger/schwester) zuerlernen ist folgendes erforderlich:


Voraussetzung für den Zugang zu einer Ausbildung nach § 4 Abs. 1 ist,

1.dass die Bewerberin oder der Bewerber nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ungeeignet ist und
2. der Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung oder


2a.den erfolgreichen Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulausbildung oder
3.der Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit
a)einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren oder
b)einer Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer oder einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder
Altenpflegehilfe.
Schaue hier diesen Link:

https://www.gesetze-im-internet.de/krpflg\_2004/BJNR144210003.html



Für die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft reicht ein Hauptschulabschluß aus.


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ich glaube nicht, daß ein hauptschulabschluß reicht um altenpfleger zu lernen.

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das ist immer abhängig vom Betrieb. Der Betrieb gibt vor, was er haben will.

Aber es werden ja sicherlich auch gute Leute genommen, die keinen Schulabschluss haben, aber dann bspweise im Bewerbungsgespräch überzeugen können.

Es geht nicht darum was du in der Schule gelernt hast.

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Kommentar von Skibomor
23.10.2016, 19:23

Im öffentlichen Dienst oder in vergleichbaren öffentlich-rechtlichen Einrichtungen gibt es keinen "Verhandlungsspielraum". Hier sind die Voraussetzungen für den jeweiligen Beruf festgeschrieben.

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