Ist früher in den 80/90er, bei der Zugtoilette, beim Spülvorgang die Scheiße direkt auf die Schienen gefallen?

5 Antworten

Beim Nahverkehr gab es in Deutschland sogar noch bis ins 21te Jahrhundert Züge bei denen die Hinterlassenschaften auf die Gleisanlage entsorgt wurden.

Jeder der mal mit dem Zug nach oben richtung Husum oder gar Sylt gefahren ist, kennt die sehr hohe Brücke Hochdonn die über den NOK führt. Unter dieser verläuft nicht nur der Kanal, sondern auch Teile einer Gemeinde welche der Brücke ihren Namen gibt: Hochdonn.

Einige der Häuser und somit Grundstücke der Gemeinde liegen direkt unter der Brücke, was dazu führte dass Anwohner oftmals Fäkalien aus ihren Gärten oder sogar von ihren Häusern entfernen mussten. Bis dann im Jahr 1995 ein Anwohner damit vor Gericht ging. Daraufhin wurde die DB dazu aufgefordert bis zum Jahr 2000 alle Züge mit geschloßenen Toilettensystemen auszustatten. Da ihr dies nicht gelung gab es dann ab dem Jahr 2000 durchsagen über das Lautsprechersystem um Fahrgäste aufzufordern während der Überfahrt der Brücke Hochdonn nicht das WC zu benutzen.

Regulär im Fernverkehr wurden geschloßene Toilettensystem auch schon früher eingeführt.

Das ist abgefahren 👌😂

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Hallo,

wenn das so ein Klo mit Klappe unten drin war, dann ja. Fand ich immer total faszinierend 😂😂😂😂

Meine Eltern haben mir immer gesagt, dass man aus diesem Grund im Zug nicht "abspülen" sollte, wenn der Zug gerade am Bahnhof steht.

Trotzdem lagen am Bahnhof oft genug die Sch***haufen und das Toilettenpapier auf den Schwellen

Jein - bereits Mitte der 1970er begann, zunächst im Fernverkehr, die Beschaffung von Wagen mit geschlossenen Toilettensystemen, da es bei den hohen Geschwindigkeiten, welche die Züge ab dann zunehmend fuhren, sonst im Begegnungsverkehr hätte passieren können, dass ... Später war das zudem eine zwingende Voraussetzung für die Nutzung der Tunnel der Schnellfahrstrecken, hätte das doch eine Lücke in der Druckertüchtigung bedeutet und den ganzen "Scheiß" wollte man auch nicht im Tunnel haben.

Im Nahverkehr blieb "ab nach unten" noch weit länger erhalten, entscheidend war hier die erfolgreiche Klage eines Anliegers der Nors-Ostsee-Kanalbrücke, dem immer wieder etwas von oben auf sein Grundstück rieselte - das Gericht ordnete an, dass die Bahn geschlossene Toilettensysteme installieren müsse und verbot temporär, natürlich nur aufwändig umsetzbar, die Toilettennutzung im Brückenbereich.

Auf den Toiletten der Reichsbahn war zu lesen das die Benutzung des Abort während des Aufenthalts im Bahnhof verboten ist. Bei der Bundesbahn war es nicht anders AA auf das Gleis.

Ja, dem war so.

Konntest ja unten die Schwellen vorbeiziehen sehen.

In Ländern mit älterem Rollgut gibt es das sicherlich bis heute.

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