Ist freie Marktwirtschaft auch eine Form von Planwirtschaft?

12 Antworten

Hei, apparmor, freie Marktwirtschaft = Kapitalismus. Investoren wissen immer nur, was gut für sie selbst ist - und dabei gehen sie ziemlich gezielt und planmäßig vor.

Die freie soziale Marktwirtschaft, wie die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland lautet, hat dagegen dem Kapitalismus ein soziales Korsett verpasst mit "Spielregeln" wie Steuerpflicht und Sozialabgaben und weiteren Sozialpflichten Kartellverbote und dergl. Hier ist es Aufgabe der Politik, zu definieren, was richtig und falsch ist für den Staat und die Bürger, woll? Grüße!

Hi,

freie Marktwirtschaft basiert auf Angebot und Nachfrage, das hat mit Planwirtschaft gar nichts zu tun.

Investoren investieren ebenfalls nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage, was nichts mit Egoismus zu tun hat.

Nein.

Jedenfalls nicht wie die stalinistischen Zentraverwaltungswirtschaften.

Dem steht auch nicht entgegen, dass selbstverständlich auch im Kapitalismus geplant wird.

Aber die Ergebnisse der Planung können hier den Menschen nicht aufgezwungen werden.

Ansonsten gehen auch viele Investitionen den Bach runter, weil sie nicht sorgfältig und problemorientiert geplant wurden und eben nicht hinreichend das Nachfragepotential eingeschätzt haben.

Privatbesitz darf nicht über das Allgemeinwohl des Volkes gehen.

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@Hydra444

Jein. Das ist so in etwa so aussagekräftig und verbindlich wie ein belangloser Kalenderblattspruch. Mit der Frage hat das wiederum rein gar nichts zu tun. Wann beispielsweise übersteigt mein Privatbesitz an meiner Unterhose das Allgemeinwohl des Volkes...? :-)

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Am "Ende" der freien Marktwirtschaft gibt es ausschließlich Monopole, die den Markt regulieren. Das ist dann auch eine Planwirtschaft, nur, dass sie nicht vom Staat gelenkt wird.

Deshalb funktioniert eine freie Marktwirtschaft auch nicht.

Die Investoren wissen nicht, was richtig und falsch ist. Erfolgreiche Investoren versuchen vorauszusehen, was Menschen gerne kaufen würden. Da investieren sie. Sie können richtig liegen, dann werden sie mit hohem Gewinn belohnt. Sie können daneben liegen, dann verlieren sie Geld. Dadurch dass es viele Investoren gibt, gibt es eine Konkurrenz unter ihnen, die Marktchancen möglichst gut vorauszusehen.

Bei der Planwirtschaft plant eine einzige zentrale Behörde, was prodiziert wird. Es gibt keine Konkurrenz. Wenn das Produkt nicht gekauft wird, verliert der Planer kein Geld. Er arbeitet also meist nachlässiger.

Die positiven Seiten der Marktwirtschaft können durch Konzentration und Monopolisierung eingeschränkt werden. Deshalb die Gesetze gegen Monopole.

Monopolisierung ist eines der Probleme, das auch relativ nachlässig angegangen wird. Das sieht man wunderbar an Amazon oder auch Google.

Aber es gibt weitere Probleme mit der Marktwirtschaft. Zum Beispiel Gemeingutsprobleme, assymetrische Kooperationsverhältnisse oder Szenarien wie das Gefangenendilemma.

Das heißt nicht, dass man die Marktwirtschaft abschaffen sollte. Sie hat in vielen Bereichen ihre Berechtigung. Aber in vielen anderen muss man sie regulieren, will man nicht Zustände wie in GB Ende des 19. Jhds.

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