Ist Fleisch krebserregend?

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12 Antworten

Das ist doch alles nicht neu. Es gibt halt epidemiologische Studien, die zeigen, dass Menschen, die viel Fleisch und Wurst verzehren, im Vergleich zu anderen mit weniger Verzehr ein statistisch erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben.

Woran das liegt, mag man diskutieren. Es gibt sogar die Theorie, dass es mit dem Fleisch selbst gar nichts zu tun hat, sondern dass Menschen, die sehr viel Fleisch essen, sozusagen keinen "Platz" für Gemüse mehr haben, und wir wissen, dass mit vermehrtem Verzehr von Gemüse das statistische Darmkrebsrisiko sinkt.

Neu ist eigentlich nur, dass die WHO jetzt verarbeitetes Fleisch (Wurst) in die Liste der krebserregenden Stoffe aufgenommen hat, in die gleiche Kategorie wie Zigaretten, Asbest und Sonnenbänke. Rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm) wurde in die zweite Kategorie (möglicherweise krebserregend) eingestuft. Weißes Fleisch (Geflügel) ist nicht gemeint.

Das heißt aber nicht, dass du automatisch Krebs bekommst, wenn du mal eine Salami isst. Noch nicht einmal alle Raucher bekommmen Krebs - viel häufiger bekommen sie Herzinfarkte. Wie immer im Leben ist es eine Frage der Menge und der statistischen Wahrscheinlichkeit.

Wenn du weiterhin gesund und ausgewogen isst, dann kannst du dir selbstverständlich auch weiterhin Fleisch gönnen. Die DGE empfiehlt einen Verzehr von höchstens 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche, und es ist sicher keine schlechte Idee, sich daran ungefähr zu halten.

Wie kompliziert das Ganze ist, wird vielleicht deutlich, wenn du dir eine ganz andere Seite der "Medaille" ansiehst: Es gibt inzwischen sehr gute Daten, die belegen, dass man durch die regelmäßige Einnnahme von Aspirin, auch in niedrigen Dosierungen, sein Risiko für Darmkrebs um 40% senken kann. Und es senkt auch das statistische Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle (bei Männern) bzw. nur für Schlaganfälle (bei Frauen) signifikant und messbar. US-amerikanische Fachgesellschaften empfehlen inzwischen tatsächlich allen Menschen über 50 die vorsorgliche Einnnahme von Aspirin. Das ist allerdings noch nicht weltweiter Konsens, weil Aspirin auch das Blutungsrisiko erhöht.

Es ist immer extrem schwierig, die Ergebnisse epidemiologischer Studien in vernünftige Maßnahmen für das eigene Verhalten umzusetzen.

Letztlich gilt immer noch: Viel Bewegung, ausgewogen und abwechslungsreich essen, normales Körpergewicht halten und eventuelle Risikofaktoren kontrollieren und behandeln lassen.

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Kommentar von Bambi201264
28.10.2015, 10:47

Danke sehr. Das entspricht ungefähr meinem Wissensstand. Hatte mich nur über die Videotext-Meldung gewundert, aber inzwischen denke ich, die war einfach nur reisserisch formuliert...

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Das ist doch keine neue Erkenntnis. Hier ist der Link zu einer aktuellen Studienkurzfassung (allerdings auf Englisch), die zeigt, dass rotes und verarbeitetes Fleisch z. B. Brustkrebs fördert: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26505173. Aber auch Darmkrebs wird mit einem erhöhten Fleischkonsum in Verbindung gebracht. Fleisch aus tierquälerischer Massentierhaltung steckt doch voller Hormone, Pestizide und Antibiotika, aber der Verbraucher will ja unbedingt billig, billig. Lieber ab und zu mal ein gutes Stück Wild, Lamm oder Biofleisch ohne bedenkliche Zusatzstoffe wie Nitritpökelsalz.

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Kommentar von Bambi201264
28.10.2015, 10:43

Naja, mir war das schon neu. Die Aussage wurde auch nicht auf Fleisch aus Massentierhaltung beschränkt. DAS ist mir natürlich klar. Wenn ich mal Fleisch kaufe, dann vom Schlachter, und nicht das Billigangebot, natürlich kann man für wenig Geld keine gute Qualität erwarten...

Also ist dann eigentlich nicht das "Fleisch" krebserregend, sondern eben das ganze Zeug, was da drin ist... alles klar. Können die das nicht gleich vernünftig formulieren?

Danke für den link.

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Kommentar von Omnivore06
28.10.2015, 17:40

Fleisch aus tierquälerischer Massentierhaltung steckt doch voller Hormone, Pestizide und Antibiotika,

Ich kann es nicht mehr hören diesen verleumderischen Quark, der nachweislich erstunken und erlogen ist!

http://berichte.bmelv-statistik.de/SJT-4500500-2013.pdf

Daumen runter für deinen Beitrag

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Die WHO (bzw. die IARC) hat verarbeitetes Fleisch (gesalzen, gepökelt, geräuchert oder sonstwie behandelt) als krebserregend und rotes Fleisch (Muskelfleisch von Säugetieren) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Das bedeutet, dass nach Ansicht der Experten, die über 800 Studien ausgewertet haben, der Verzehr von 50 Gramm Fleisch pro Tag das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen kann.

Da es weltweit sehr viele Fleischesser gibt, sieht es die WHO als sinnvoll an, darauf hinzuweisen, auch wenn das Risiko für den einzelnen Menschen sehr gering ist. Dazu eine (fiktive) Beispielrechnung: Mal angenommen, es gibt weltweit fünf Milliarden Fleischesser, und der Verzehr von Fleisch erhöht das Risiko einer Krebserkrankung um 0,001 Prozentpunkte, dann geht es immerhin um 50.000 Krankheitsfälle. Wie die echten Zahlen aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis, aber sie sind offenbar Anlass genug für die WHO, auf das Risiko hinzuweisen.

Wer jetzt zum Vegetarier wird, dem sei sicherheitshalber gesagt, dass auch Kaffee auf der IARC-Liste steht (möglicherweise krebserregend).

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Ich habe am Montag in den Spätnachrichten auch so einen Beitrag dazu gesehen. Aber ganz ehrlich gesagt, ich halte nichts von diesen Studien. Natürlich werden dann bestimmt ganz viele Antworten von Veganern folgen, die behaupten wollen, dass Fleisch und allg. Tierische Produkte krebserregend wären.

Aber wenn wir danach gehen, ist eigentlich alles krebserregend. Grillen soll ja auch angeblich schädlich sein.

Übrigens esse ich in der Woche kaum Fleisch. Dafür eher am Wochenende.

Liebe Grüße, Helianthus89

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Da brauchst du keine Angst zu haben. Es wurde auch mal behauptet, dass Chips und ähnliche geröstete und getoastete dinge krebserregend wären, aufgrund des Acrylamids. Das wurde dann ein paar Tage später auch wieder zurückgenommen. Soviel Fleisch wie hier in Deutschland gegessen wird, müssten viel mehr Menschen an Krebs erkranken.

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Kommentar von Bambi201264
28.10.2015, 10:30

Tun aber ja auch fast alle. Früher oder später. Es ging insbesondere um Darmkrebs, das hatte ich in der Frage vergessen.

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Laut einer Studie.. jep da hörts auf.

Du kannst von allem Krebs bekommen, es geht nur um die Mutaion der Zellen. Und die hast du sehr oft in deinem Leben.. dein Imunsystem kil*t sie nur vorher. Schafft dein Imunsystem das nicht rechtzeitig, breitet sich die Zelle(n) aus => Krebs

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Kommentar von Bambi201264
28.10.2015, 10:48

Jap. Und das hat mit Fleisch oder nicht Fleisch eigentlich gar nichts zu tun.

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•Sollst nur in Maß Fleisch essen,

•Die WHO hatte doch vorzeiten vorgeschlagen Insekten essen, vollen sie die Aufzucht befürworten, Antreiben? Die werden dann auch mit Chemie vollgepumpt werden.

•jetzt das Fleisch, Morgen die Kartoffeln, Tomaten???....

•Nichts essen und Sterben, essen und Krebs und Sterben oder die Pillen, Chemie und auch Sterben??

•Ob ich Geflügel essen das mit Antibiotika aufgezogen ist, ob das besser für die Gesundheit ist??

•Diese ganze Ratschläge die sie gibt, mein Bekanntenkreis auch Leute mit den ich Spreche leben schon lang danach

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Kommentar von Omnivore06
28.10.2015, 17:46

•Ob ich Geflügel essen das mit Antibiotika aufgezogen ist, ob das besser für die Gesundheit ist??

Dir ist schon bewusst, dass

1) AB-Fütterung EU-weit VERBOTEN ist

2) AB NUUUUR vom Tierarzt verabreicht werden darf

3) über AB Behandlungen streng Buch geführt wird

4) eine AB Behandlung nicht gerade billig ist

5) der BMELV keine antibaktierellen Rückstände im Fleisch nachweisen kann!

Könnt ihr langsam mal mit eurer Antibiotika-Panikmache aufhören?

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Das sagt eine Studie aus der Internationale Agentur für Krebsforschung. Angeblich von 22 Wissenschaftlern erarbeitet. Nun muß man bei solchen Studien und Nachrichten wissen, daß die eben mehr beachtet werden, wenn es negative Aussagen sind.

Zu viel Fleisch ist aber sicher nicht gut, und vor allem verarbeitetes Fleisch wie Würste sollte man nicht sehr viel genießen.

Es gilt wie alles im Leben: Maßhalten und gesunde ausgewogene Ernährung ist die Lösung

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Kommentar von Mikeno
28.10.2015, 11:23

Und im Übrigen ist weißes Fleisch, also Hühner, Puten etc. in der Studie gar nicht berücksichtigt. Auch ist die Studie hier in der Presse nicht vollständig wiedergeben und verunsichert die Verbraucher. Auf keinen Fall kann man Fleischkonsum mit dem Risiko von Tabak oder Alkohol vergleichen.

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Fast alles ist ein bisschen krebserregend ^^ man sollte alles nicht in rauen mengen essen :) wenn du bio kaufst verminderst du die Wahrscheinlichkeit vermutlich aber schon.

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kommt halt immer drauf an von wo das Fleisch kommt. wenn du jetzt das Fleisch ein Kuh aus sonem über Mastbetrieb aus den USA isst dann könnt ich mir das schon vorstellen aber das Fleisch von ner Kuh von lieblings Bio-Bauern im nächsten Dorf ist eher nicht gefährlich

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Laut Studien ist alles Mögliche Krebserregend.... iss das, was du magst und lass dich nicht von vermeindlichen Studien beeinflussen.

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Kommentar von Bambi201264
28.10.2015, 10:29

Ha, ja, sogar das Leben selbst ist krebserregend. Aber DAS hat mich jetzt wirklich erstaunt.

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Nein Fleisch ist nicht Krebserregend. Das ist reine Panikmache der Medien und der Veganindustrie!

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