Ist Fleisch eine natürliche Nahrung für uns Menschen?

Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Ja, weil 83%
Nein überhaupt nicht 17%

16 Antworten

Menschen sind Omnivoren deren biologische Nische darin bestand, Nahrung zu erhitzen, damit ansonsten unverträgliche Nahrung verfügbar zu machen und die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen zu erhöhen, und sich überwiegend (zu ca 80 %) von Pflanzen, und in einem geringeren Anteil (ca 20 %) von Tieren zu ernähren. Das ist, wofür sich unser Organismus in der Evolution angepasst hat, und das sieht man an unserem Verhalten, unserem Gebiss, und unseren Verdauungsorganen sie sich sowohl von anderen Omnivoren, als auch von anderen Menschenaffen unterscheiden, was auf den hohen Konsum gegarter Nahrung zurückgeht.

Nach dem der Mensch sich über den Erdball verteilt hat, hat er immer das gegessen, was verfügbar war. Dort wo wenig Pflanzen und viele Tiere verfügbar waren hat er viele Tiere gegessen, dort wo viele Pflanzen verfügbar waren hat er hauptsächlich Pflanzen gegessen.

Der Mensch kann Fleisch verdauen, aber wenn der Anteil ca 20 % überschreitet, erhöht sich das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes Typ 2. Besonders deutlich ist der Effekt bei rotem, verarbeitetem und fettigem Fleisch, tritt aber generell auf.

Auch wenn Menschen in der Vergangenheit fast immer Fleisch gegessen haben und dies auch können, finde ich es persönlich besser, wenn man heute keine Tiere mehr isst. Erstens weil ich es grausam finde Tiere zu essen obwohl es nicht mehr notwendig ist, und zweitens weil die moderne Nutztierhaltung einen gewaltigen Schaden für die Umwelt und das Klima anrichtet. Man kann sich ohne Fleisch und auch ganz ohne Tierprodukte heute ausgewogen ernähren. Es erfordert nur etwas mehr Wissen und Sorgfalt.

Absicht, dass du ausgerechnet diese Umfrage nicht beantwortest, auch wenn es dein Text tut? Gefällt dir nicht, sagen zu müssen: "Ja"?

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@guitschee

Weil ich als wissenschaftlich denkender Mensch nicht in esoterischen Konzepten wie "Natürlichkeit" denke.

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@guitschee

"Natur" ist ein Abstrakter Begriff um alles in einen Topf zu werfen, was ohne menschlichen Einfluss geschieht, und wir letzten Endes nicht wirklich komplett verstehen. Die verbreitete Vorstellung von der Natur als eine Art denkendes und bewusst handelndes Wesen ist rein esoterischer Natur.

"Natürlichkeit" ist ein rein subjektives, wenn man so will "philosophisches" Konzept. Im Sinne der empirischen Naturwissenschaft gibt es keine "Natürlichkeit".

Evolution ist ein ständiger Prozess der Veränderung und Anpassung der niemals aufhört. Es macht daher keinen Sinn etwas damit zu begründen, dass es irgendwann man ewigen Wandel der Evolution temporär der Status Quo war. Es kann so oder so nie ewig so bleiben. Das dann auch noch mit "Natürlichkeit" untermauern zu wollen, ergibt rational gar keinen Sinn mehr.

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@BerwinEnzemann

Wandel der Evolution.

Natürlich gibt es eine Evolution, die ist aber extrem langsam.

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Also doch eine natürliche Nahrung?

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@BerwinEnzemann

Natürlich bedeutet eig nur etwas von der Natur aus Bestimmtes. Von Esoterik ist da eher nichts zu sehen. :)

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@JaysonAK

Die Vorstellung von der Natur als ein bewusst handelndes Wesen das Dinge "bestimmt", wie du es ausdrückst, ist rein esoterisch und zutiefst unwissenschaftlich.

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@BerwinEnzemann

Wenn es so ist, dann dürftest du auch nicht schreiben, dass Menschen Omnivore sind.

Jeder weiß, dass man damit kein bewusstes Wesen beschreibt, sondern die Natur der Menschen in der Evolutionsstufe und der anatomischen Struktur.

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@JaysonAK

Dass der Mensch ein Omnivore ist, ist eine messbare objektive Tatsache. "Omnivore" bedeutet, sich sowohl von tierischer als auch pflanzlicher Nahrung zu ernähren. Und das tut die überwiegende Mehrheit der Menschheit. Sie könnte allerdings damit aufhören, wenn sie wöllte.

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@BerwinEnzemann

Ja aber somit unterstellst du den Menschen die Natürlichkeit ihrer Nahrung als Allesfresser. Wenn es eine messbare Tatsache sein sollte, was genau so falsch ist.

Menschen können alles verdauen, gutes verwerten und vieles für uns nicht verwertbares eben nicht.
Wenn wir wirklich nur Allesfresser wären, demnach wären wir Doch auf Fleisch auch immer angewiesen aber merkwürdigerweise sind wir es nicht also können wir kein Allesfresser sein?

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@JaysonAK

Nix für ungut, aber liest du auch was ich schreibe? Natürlichkeit existiert im objektiven Sinn überhaupt nicht. Die Kategorisierung als Omnivore ist nur eine Einordung des Verhaltens. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Kategorie, und hat nichts mit subjektiven Konzepten wie "Natürlichkeit" zu tun.

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@BerwinEnzemann

Wann hast du mir geschrieben, dass die Natürlichkeit objektiv nicht existiert?

Du hast nur geschrieben, Dass der Mensch ein Omnivore ist. Wenn man nach dem „ist“ ein Punkt setzt ohne weitere Ergänzung und subtile Beschreibung, dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn Menschen nicht lesen können oder 😑

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Ja, weil

wir eben Allesfresser sind. Wären wir Pflanzenfresser, hätter unser Blinddarm noch eine Funktion. Der war nämlich eine große Hilfe bei der Verdauung von Blättern. Zudem kann unser Körper einiges, zum Beispiel das lebenswichtige Eisen, viel besser aus Fleisch ziehen, als aus Pflanzen. Und es sterben auch immer wieder kleine Kinder durch die Folgen veganer Ernährung. Das allein sollte Beweis genug sein.

Menschen sind anatomisch/physiologisch Herbivore/Fruktivore, also NEIN, unsere natürliche Nahrung ist nicht Fleisch oder andere Tierprodukten. Es geht nicht danach was der Mensch essen kann (er kann, z. B., Karton essen), sondern für welche Ernährung seine Anatomie/Physiologie ausgelegt ist.

Seine Anatomie ist hauptsächlich für Pflanzen ausgelebt aber in Notsituationen kann er auch Fleisch temporär verdauen und verwerten. Schlauer Schachzug von der Evolution.

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@quickstarter

Nein sowas sind sowieso alles nur Konstrukte. Wir müssen Pflanzen essen um zu überleben und Fleisch gar nicht aber sobald es knapp wird könnte man auf Dauer ohne Probleme Fleisch verdauen. Das ist der Vorteil von Menschen.

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@JaysonAK

es geht nicht um verdauen können oder nicht, sondern um die Nährstoffzufuhr und hier ist Fleisch klar im Nachteil. Eskimos essen fast nur Tierprodukten, sie können sie verdauen, aber sie haben die geringste Lebenserwartung überhaupt und haben in ihrer Geschichte nur eines erreich: Überleben und früh sterben, sonst nichts.

Dem Fleisch fehlen: Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Kohlenhydrate (nur Milch/Produkte haben ganz wenig davon), Jod, Ballaststoffe, Folsäure, Magnesium, Phytonutrients, Antioxidantien, krebshemmende Stoffen (im Gegenteil Tierprodukte fördern Krebserkrankungen, siehe z. B. Darm- Brust- und Prostatakrebs)

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@quickstarter
Eskimos essen fast nur Tierprodukten, sie können sie verdauen, aber sie haben die geringste Lebenserwartung überhaupt und haben in ihrer Geschichte nur eines erreich: Überleben und früh sterben, sonst nichts.

Die Ernährung der Inuit hatte durchaus einen signifikanten pflanzlichen Anteil, auch wenn das Quellen waren, die wir eher unüblich finden würden. Der Mageninhalt von Antilopen beispielsweise, der als Salat gegessen wurde. Aber auch Beeren und Pflanzen kamen vor, bspw. die Cloudberry, eine wichtige Zutat zu Pemmikan. Die niedrige Lebenserwartung lag nicht an Krankheiten durch Fleischverzehr, sondern war der harten Umgebung und dem hohen Risiko geschuldet. Der hohe Fleischverzehr hatte bei den Inuit allerdings Osteoporose als Volkskrankheit zur Folge. Die anderen Krankheiten (übrigens auch Krebs!) gab es dort nicht, was zum einen an dem pflanzlichen Anteil lag und zum anderen daran, dass das Fleisch vor allem roh verzehrt wurde. Das hatte allerdings ein Ende, als man auf das "Lagerfutter" des gelben Mannes umschwenkte. Mit den Konserven kamen auch die Krankheiten.

Tip: Geheimarchiv der Ernährungslehre, Ralph Bircher-Benner und "Nutrition and Physical Degeneration" von Weston Price.

Dem Fleisch fehlen: Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Kohlenhydrate (nur Milch/Produkte haben ganz wenig davon), Jod, Ballaststoffe, Folsäure, Magnesium, Phytonutrients, Antioxidantien,

Stimmt.

krebshemmende Stoffen (im Gegenteil Tierprodukte fördern Krebserkrankungen, siehe z. B. Darm- Brust- und Prostatakrebs)

Stimmt. Man darf daraus nur nicht schließen, dass Fleisch Krebs verursacht. Es belastet lediglich Mechanismen, die der Organismus zur Krebsabwehr benötigt.

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@joangf
Der Mageninhalt von Antilopen beispielsweise, der als Salat gegessen wurde.

Wie sind die denn daran gekommen? Gibt es Inuit in Afrika?

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Ja, weil

Weil unser Körper auf "Allesfressen" ausgelegt ist. Wir brauchen sogar in bstimmten Abständen die Inhalte, die im tierieschem Fleisch enthalten sind. Wir können aber auch lange ohne auskommen.

Wir brauchen sogar in bstimmten Abständen die Inhalte, die im tierieschem Fleisch enthalten sind

Welche genau sind das?

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@Grissa

Àber Pflanzen enthalten ebenfalls Proteine und liefern alle essentiellen Aminosäuren. Was genau meinst du?

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Ja weil es mittlerweile unnatürlich für uns Menschen in unserem künstlichen Ökosystem ist.

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@JaysonAK

weil unser Körper einfach super aufs überleben getrimmt ist. Wir können lange Zeiträume ohne Obst, oder ohne Gemüse oder ohne Fleisch auskommen.

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Ja, weil

Man erkennt an Gebiss uns Stoffwechsel, dass wir uns entwicklungsgeschichtlich als Omnivoren entwickelt haben, alles Allesfresser sind.

Fleisch war sogar eine Grundvoraussetzung, dass wir unsere Hirnkapazität so entwickeln konnten, dass wir heute in der Lage sind, solche Fragen zu stellen. Das wäre nur mit Pflanzennahrung nicht möglich gewesen.

Der Schneidezahn ist auch stark. :)

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