Ist Fanart kunst?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

> das schöpferische Gestalten und Schaffen von Werken (wie Malerei, Musik, Literatur), für das jmd. Begabung und ein bestimmtes Können braucht.

Ich würde es nicht als Kunst bezeichnen, da du nichts erschaffst aber jedoch brauchst du da schon spezielle Fähigkeiten. Aber was ist der Sinn, wenn man etwas originalgetreu nachzeichnet?

Um zu üben, eigene Motive sind recht schwer, da man Pose usw. machen muss und das für "Anfänger" relativ schwer ist.

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@Whispywhisp6

Falls du meinst, bestimmte Szenen aus z.b. Filmen zu nehmen und die nachzustellen ist eine gewöhnliche Methode um zeichnen zu lernen, auf einer Kunstschule machst du das eigentlich nur.

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also ich hab Illustration als Fach und bei uns wurde das nie so gemacht. Wir hatten Proportionslehre etc. was bringt es einem denn wenn man nur abzeichnet? Bewegungsabläufe, Proportionen und Muskeln kann man dann trotzdem nicht zeichnen.

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@Wannabesomeone

Wir hatten Szenen von Titantic glaube ich genommen, auf jeden Fall ein Film mit DiCaprio, wir sollten das Bild analysieren und den Grundriss, erstmal ohne Personen, zeichnen (Da gabs einen Namen für solche Methoden, glaube irgendwas mit One-Point.). Danach sollten wir die Menschen relativ zur Umgebung zeichnen, aber wir hatten uns erstmal auf die Proportionen konzentriert.

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@Wannabesomeone

Ich kenne es auch so von der Kunstschule, dass wir Dinge abgezeichnet haben. Wir haben zwar auch was anderes gemacht, aber der größte Teil bestand daraus.

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dann ging es bei euch ja mehr um Komposition etc. als um die Personen/ Bewegungen zu lernen? Zumindest meiner Meinung nach kann man man so nicht richtig lernen wie der Körper funktioniert und meine Uni würde es wohl auch anders lehren, wenn es durch abzeichnen besser ginge... vor allem wenn man Filmszenen etc. abzeichnet sind diese ja meist perspektivisch verzerrt/ man hat nicht den ganzen Körper und man sieht den Muskelaufbau/ die Körperhaltung nicht ganz (zumindest als Anfänger ) würde ich sehr unpraktisch finden. :/

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@Wannabesomeone

Ich fand es auch unpraktisch, aber wir hatten uns eher auf die Architektur fokussiert, also im ersten Jahr und allgemein eher simpleres Zeug. Später dann haben wir anfangen Menschen und Figuren zu malen, aber alles realistisch gehalten.

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@Wannabesomeone

Es kommt immer auf den Stil an, ob man realistischer ist oder eher weniger. Klar muss man auch bei einem weniger realistischen Stil den Körperaufbau beherrschen, aber es ist nicht so wichtig ihn perfekt zu beherrschen wie bei realistischen Bildern.

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Ja, auch die 1:1 Umsetzung eines Werkes ist Kunst und kann sogar ins Museum kommen, nur man muss passend argumentieren :D

Es gibt die Aneignungskunst, indem es darum geht, ein bestehendes Werk zu kopieren. Egal ob von Malerei neu abgemalt oder übertragen von Foto auf Leinwand. Die Leute in dieser Richtung holen sich keine Rechte ein, sondern machen es einfach. Richard Prince hatte z.B. Werbeplakate abfotigrafiert, aber so dass das Logonicht dabei war und es dann ausgestellt...mit eigenem Namen, diese sogar verkauft :D klar hagelt es dann anzeigen etc. aber genau diese öffentlichen debatten nutzen die aus, um eben bekannt zu werden.

Dann zum Thema Popart. Andy Warhol hat Kinowerbung aus Magazine ausgeschnitten, die durch nen Kopierer gejagt mit Farbveränderungen und neu auf Leinwand gedruckt. Quasi das was man mit Photoshop machen könnte. Wurde jedoch als Kunst anerkannt, obwohl kaum Eigenleistung dabei war. Die Leute kamen später mit Fotografien zu ihm und wollten genau sowas gemacht haben.

Wenn Leute mit Fotos zu dir kommen, um diese 1:1 umgesetzt zu haben, dann erkennen die dich als Künstler an.

Zu Fanart an sich:

In Amerika gibt es so einige Kunstgalerien, die sich genau auf sowas spezialisiert haben: Acme Archive Direct, Gallery 1988 und paar andere. Scrollt man durch deren Bilder, sieht man, dass viele Werke anhhand von Filmscreenshots entstanden sind. Die verkaufen es nicht als Fanart, sondern als lizenzierte Kunst :) Fans die das kaufen gibts zu Hauf...aber okay...im Museum hab ich noch keine Star Wars Bilder gesehen.

Museen sind wieder ein anderes Thema. Auch da arbeite ich mich rein, denn nur wer im Museum ausgestellt wird, wird offiziell n der Künstlerwelt als Künstler anerkannt. Davor ist man bei denen nichts. Eine Anfrage an ein Museum brachte die Antwort ein, dass man von einer namhaften Galerie vertreten werden muss, bevor die Interesse zeigen. Da wirds selbst mit Fanart und Galerien aus Amerika nix ._. aber ich knacke dieses System noch und klemm mich schon dahinter :)

Ich baue nämlich eine Telefonzelle der Post um und mach das kleinste begehbare Kunstmuseum draus mit Webseite und Programmplan. Das Teil soll mir als Kritik an das elitäre Kunstsystem dienen und als Bild häng ich irgend ein Fanart von mir rein, Grinsekatze oder so. Dann wird das Teil öffentlich ausgestellt, als Kunstmuseum ... der Name ist nicht geschützt :) 


wenn man es originalgetreu abzeichnet dann is es einfach abzeichnenund nicht mehr 

aber wenn man seinen eigenen Stil hat und den in die Zeichnungen hineinbringt ist es was anderes und ich persönlich find das dann auch ziemlich cool. 

In der deutschsprachigen Szene sind Fanarts aber iwie kommt mir vor generell nicht so gern gesehen.

Ich hab sowieso immer meinen eigenen Stil, das ist dann auch meist der einzige Unterschied von Original ^^ Ich übe so nur gerne.

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