Ist Ewigkeit gerichtet?

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5 Antworten

Hi,- ich glaube es war Hegel, der der Mathematik einen inkonsequenten Umgang mit dem Begriff "Unendlichkeit" vorgehalten hat mit dem Argument, man könne keine unendliche Zahlenreihe behaupten wenn diese einen Anfang habe.

Und wenn Kant vom "Raum der Anschauung" spricht meint er ebenfalls nicht den mathematischen Raum - egal ob euklidisch oder nicht-euklidisch. Er meint "unkonfigurierte Ausehnung" als Möglichkeit für "Substanz". Und mit Substanz meint er einfach nur "Entität" also nicht nur "Etwas" als physikalisches "Etwas" sondern auch z. B. Denken / einen Gedanken für dessen Existenz Raum unabdingbar bist,- sowohl als eigene Ausdehnung als auch als Differenzierung zu "Umgebung. - In letzterem Fall wäre diese Raumvorstellung gleichbedeutend mit dem Zeitbegriff verbunden - und zwar in einem nicht-einsteinschen Sinn sondern eher in einer Art "Steady State - Version".

Das betrifft nicht also nicht nur den Sachverhalt der eigenen Ausdehnung um überhaupt Entität sein zu können sondern auch den Sachverhalt "in" etwas enthalten zu sein, um sich als Entität zu definieren. Insofern ist nach Kant die Definition >Substanz< als konzeptioneller Grundbaustein unseres Denkens und Wahrnehmens mit dem impliziten, nicht-euklidischen Raumbegriff ein >Analytisches Urteil Apriori< und somit auch der Raum ein nicht-mathematischer Kalkül, um "Etwas als Substanz überhaupt bezeichnen / erkennen zu können.

Hier haben wir es also mit "Unendlichkeitskonzepten" zu tun, die aufgrund ihrer "unkonfigurierten Natur" keine "unendliche Fortschreibung" von Abfolgen von Entitäten (z.B. als Zahlen) sind sonderen integraler Bestandteil selbst.

Insofern benötigt dieses Konzept des "Unendlichkeitsbegriffs auch keine (Entwicklungs- / Wirkungs-) Richtung.

Gruß

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Es geht beim Begriff "Ewigkeit" doch nicht um ein physikalisch erfassbares Phänomen, sondern um eine Metapher, mit der Menschen ihr Gefühl für extrem lange Zeiträume beschreiben wollen, die ihre Darstellbarkeit eindeutig überschreitet. 

Wir können uns tausend Jahre gut vorstellen, obwohl wir nur etwa 100 Jahre alt werden. Bei 10000 Jahren sind wir in der Regel schon überfordert, weil das eine Zeitspanne ist, die bis in die Epoche der Eiszeit und der Mammuts zurückreicht, von wo es keine historischen Aufzeichnungen mehr gibt. Spätestens bei 30000 Jahren gelangen wir in das Zeitalter der Neandertaler, wo uns der gedankliche Zugriff im Grunde nur noch auf  mythologische Weise möglich ist. 

Da Menschen nun Zeit immer nur über gerichtete Zeitverläufe erfassen können, nennen wir die aus der Vergangenheit bis zu uns reichende Spanne eine Ewigkeit (Beginn mit dem sog. Urknall und  der Entstehung von Raum und Zeit), welche die Astrophysiker auf ca. 13,7 Milliarden Jahre datieren. Und in die Zukunft hinein sprechen wir ebenfalls von Ewigkeit, wenn wir z.B. die "Lebenserwartung" unserer Sonne auf ca. 5 Milliarden Jahre antizipieren.

Von Kreisläufen zu sprechen ist dabei immer metaphorisch, weil gar nicht erkennbar ist, was da im Kreis laufen sollte. Die Abfolge von Geburt und Tod ist z.B. kein Kreislauf. Auch Nietzsches Idee von der "ewigen Wiederkunft" ist zwar eine nette Überlegung, aber eben doch eine physikalische Unmöglichkeit, um nicht zu sagen Absurdität. Allenfalls kann man noch von Wasserkreisläufen sprechen, wenn man die Bewegung des Wasserdampfes in die Atmosphäre, seine Umbildung zu Regen und den Wiederaufstieg bis zu Wolken rechnet. Doch jedes Leben ist so absolut einmalig, dass die Kreislaufmetapher hier wenig hilfreich ist. Vielmehr hat jedes Lebewesen einen Beginn und ein definierbares Ende. Die Sehnsucht der Menschen nach einer persönlichen Wiederkehr, die auch in zahlreichen Mythologien ihren Niederschlag findet, kann leider, leider an der harten und ungeliebten Realität hier nichts ändern.

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Die biblische Vorstellung einer ewige laufenden Zeit ohne Anfang und ohne Ende widerspricht ganz eindeutig den wissenschaftlichen Erkenntnissen von Zeit.

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Und da ist eben der Unterschied:

Ewigkeit ist!         -Zeit   -Energie   -Raum   -andere Dimensionen.

Das was ewiges Leben genannt wird, gibt es nicht. Oder ist ein Wunschtraum der Menschen, ....nur der Menschen, wahrscheinlich nicht den Pflanzen und Tieren.

Dagegen ist die Energie ewig. (Energieerhaltungssatz) Ein winziges Stück Energie ist in jedem Lebewesen. Sie kommt, wandelt sich ständig in jedem funktionierenden Körper, bis der Biochemie-Cocktail als Energieträger aufhört zu funktionieren. Dann verliert sie sich wieder ins "Große Ganze", der Ewigkeit.

Der Körper, der energetisch aus dem Gleichgewicht viel, bleibt übrig und verfault, wo wiederum Energiewandel vor sich geht, nur anders.

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Die individuelle EWIGKEIT hängt an der Existenz des individuellen Wesens/Gegenstandes.

cheerio

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