Ist euch die Wiedervereinigung Deutschlands wichtig?

13 Antworten

Wenn man insbesondere an Großbritannien denkt, Frankreich zunächst auch - beide Länder waren eher etwas zögerlich als es hieß "DDR + BRD zusammenbringen". Also die Freude über die mögliche deutsche Wiedervereinigung kam doch stark verzögert und erst auch mit entsprechender Überzeugungsarbeit, sowohl aus Bonn, aber auch beispielsweise aus Washington. Aus der Sicht der größeren Nachbarstaaten waren es Vorbehalte, ob diese europäische Ordnung nicht doch aus dem Gleichgewicht geraten würde durch ein größeres, vereinigtes Deutschland, das auch durchaus dann selbstbewusster auftreten würde. Die waren eben auch sehr begründet, weil die entsprechenden politischen Akteure durch ihre Kriegserfahrungen auch vorbelastet waren und Angst hatten, ob Deutschland nicht wieder eine zu eigenständige Rolle übernehmen würde. Niemand wusste, ob ein Deutschland auch nach Helmut Kohl, der als Europäer damals durchaus ein hohes Ansehen genoss, sich weiterhin so stark einbinden würde. Und ob dieses große Deutschland, dass eigenständig agieren würde, auch wieder zu einer Art Gefahr werden könnte in der Mitte Europas. Meine Meinung: Egal sind letztendlich diese ganzen Geschichten, denn hier ist zusammen was zusammen gehört, ein Volk. Wirtschaftliche Aspekte sind absolut nebensächlich.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Deutschland unter nationalsozialistischer Diktatur

Ja , ich habe in meiner Kindheit bis Jugend da echt mitgefiebert , ob es seinerzeit endlich mit der Wiedervereinigung beider Teilstaaten klappen würde .

Damit war für mich bedeutsam , wann Deutschland endlich aus den Mahlwerken und Kriegslastschulden der vier Siegermächte durch Missetaten großer Teile unserer Urahnen rehabilitiert werden würde .

Ich will dabei nicht vermischen , was dabei staatsintern so alles schief gelaufen ist , aber international war die zusammengeführte Gesamt-Republik damit auf dem Weg der vollständigen Rehabilitation und Anerkennung mit vollständiger Autonimie gegenüber den Siegermächten , was international im Ansehen ja auch bis heute tatsächlich seine entsprechenden Ziele erreichte .

Bundesintern werden wir da wohl noch eine Weile dran zu tragen haben , aber die ehemalige UDSSR verlangte halt auch andere Ressourcen und Summen zur Reparation als die drei West-Allierten . Richtung Osten hatte das deutsche Reich unter Hitler aber auch ungleich härter und grausamer zugeschlagen , als westlich des Rheins .

Für die massive Unterschiedlichkeit der alten Systeme konnte die ehemalige DDR an sich ja nichts .

Ich habe mich damals sehr gefreut und bin auch jetzt noch froh darüber.

und wieso?

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@emoji123

Sollte man sich nicht freuen, wenn ein Unterdrückerstaat wie die DDR aufgelöst wird. Ich habe mich für die Leute im ehemaligen Osten gefreut, dass sie keine Angst mehr vor der Stasi haben mussten, reisen konnten, wohin sie wollten, ...

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Ja schon. Wobei ich persönlich eher Nachteile dadurch hatte. Aber insgesamt ist es schon gut so wie es ist.

war mir damals relativ egal und daran hat sich nicht viel geändert bis heute

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