Ist es zwingend so, dass eine Mitgliedschaft bei der NPD Probleme im Beruf bereitet?

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14 Antworten

Ich bin zwar kein Arzt oder Anwalt, habe aber einen akademischen Beruf. Mich hat noch nie ein Arbeitgeber nach meiner politischen Einstellung gefragt. Ich hoffe, dies hilft etwas.

Ich kenne mich aber im Bereich Anwalt wenig aus, insofern kann ich dazu keine fundierte Meinung angeben. Mag sein, dass es dort etwas anders aussieht als im wissenschaftlichen oder technischen Bereich.

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Zu 100% ist das sicherlich nicht so, dass man Probleme bekommt, zumal das ganze ja auch nicht publik gemacht werden soll, wenn ich das richtig verstanden habe.

Das Grundgesetz besagt, dass Du ein Recht auf eine freie Meinung hast. Somit dürften Dir theoretisch keine Nachteile aus Deiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei entstehen.

Es ist sicherlich ein Unterschied zwischen einer "heimlichen" Verbindung zur NPD oder einer bekennenden Mitgliedschaft mit permanenten Äußerungen zu gewissen Themen und provokantem Auftreten, welches eine bestimmte Gesinnung erkennen lässt.

Wenn Dir Deine Karriere wichtiger ist, solltest Du, was die Aktionen der NPD angeht, besser im Hintergrund bleiben und am besten keinem davon erzählen.

HINWEIS:
Diese Antwort ist frei von meiner Meinung / polit. Überzeugung etc. sondern beantwortet (hoffentlich) sachlich die Frage des Fragestellers.

Grüße, ------>

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Moin,

erst mal hat niemanden eine Mitgliedschaft in einer Partei anzugehen, die nicht verboten ist. Die Frage danach ist ohnehin nur bei wenigen Berufen zulässig. Etwa, wenn Du Justitiar bei der Landtagsfraktion der SPD werden willst :-).

Wie sich das allerdings im Laufe der Jahre entwickeln wird, kann niemand sagen. Gerade vor dem Hintergrund, daß erneut Anläufe zum Verbot der NPD unternommen werden.

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Eine in der Tat spannende Frage. Ich verstehe die Verlinkung Identität jetzt nicht zu 100% aber das soll mich nicht aufhalten. Ich würde dazu raten diese Tätigkeit potienziell aus dem Lebenslauf herauszulassen, sofern du dich nicht bei Unternehmen bewirbst, von denen du weißt, dass sie ähnliche Interessen vertreten wie du. Generell ist es eine politisch ja sehr streitbare Position, die du da vertrittst(eigene Meinung) ich persönlich aber finde, dass so etwas nichts mit der Kompetenz einer potenziellen Führungskraft zu tun hat kann ich mir auch vorstellen, dass es sogar Unternehmen geben mag, die es nicht einmal negativ Bewerten würden, weil Fachkräfte unser wichtigstes und knappstes Gut sind(#Globalisationrules).

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Wenn es Jemand mitkriegt ist es definitiv nachteilig, außer Du arbeitest bei: NPD / DVU / REP / AFD 

Zb bei akademischen Berufen, wie Arzt oder Rechtsanwalt.

Dann bleibe Technik, insbesondere dem Internet fern & mache NIE Etwas öffentlich

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Solange die NPD nicht verboten ist, bist du nicht verpflichtet, Auskunft über deine Parteizugehörigkeit zu geben, genauso wenig, wie es jemanden angeht, wen du wählst.

Aber sollte ich als Arbeitgeber herausfinden, dass du Sympathien zur NPD hast, würde ich dich sofort feuern - und mit einer solchen Reaktion hast du zu rechnen, wenn du das nicht nochmal überdenkst. Sobald du deinen Namen da reinschreibst, ist die allerletzte Grenze überschritten.

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Seit wann geht es den Arbeitgeber an, in welcher Partei man sich engagiert? Allerdings darf man eben auf der Arbeit keine politische Propaganda betreiben, das gilt für jede Partei und ist nicht gerne gesehen.

Wenn Du allerdings z.B. irgendwo bei Pegida als Frontmann auftauchst und herbe Reden hältst, kann es sein, daß der ein oder andere Arbeitgeber von einer Einstellung absieht - egal aber, ob Du Mitglied bei der NPD, den Grünen oder den Grauen Panthern bist.

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Es ist so, dass Fragen nach der politischen Orientierung und nach Parteizugehörigkeiten bei Vorstellungsgesprächen nicht zulässig sind.


Demnach dürfte dir rein theoretisch dadurch kein Nachteil entstehen.


Ich sage bewusst "rein theoretisch". Denn wenn dem Personaler deine Gesinnung nicht passt, wird es dennoch nicht zu einer Einstellung kommen (durch die sozialen Medien ist es heutzutage ein leichtes, an Informationen über die Bewerber zu kommen)

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Niemand darf beruflich wegen seiner politischen und weltanschaulichen Orientierung benachteiligt werde.

Ausnahmen gibt es allenfalls im öffentlichen Dienst, wo Mitglieder der NPD kaum eine hinreichende Gewähr böten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnunng einzutreten und daher dort nicht zum Zuge kommen dürften.

Andererseits möchte sich natürlich auch kaum ein privater Arbeitgeber nachsagen lassen, er fördere Rechtsextremismus...

Als bekennender Neonazi darf man sich jedenfalls darauf einstellen, nicht wirklich als "everybodys darling" gehypt zu werden, auch nicht beruflich.

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Ich würde dich nicht einstellen. Das würde ich dir aber so nicht sagen, sondern einen anderen Grund finden, der rechtlich akzeptabel ist.

Jeder Arbeitgeber macht einen Hintergrund-Check. Und wenn du bei der Partei bist, dann taucht dein Name früher oder später öffentlich auf.

Auf der anderen Seite kannst du es auch so sehen, dass ein potentieller Arbeitgeber, der ein Problem mit deiner Einstellung hat, sowieso nichts für dich ist, und die Mitgliedschaft einfach in den Lebenslauf schreiben. Dann könnte es aber schwer werden einen hoch qualifizierten Job zu finden.

Grüße,

Lumi

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Kommentar von jungundnational
13.06.2016, 15:12

Wieso sollte es für mich denn ein Problem sein, wenn mein Arbeitgeber meine Einstellung nicht teilt? Die Gesellschaft hat eher ein Problem mit uns.

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Man wird nicht nur im Beruf Ärger bekommen sondern überall!

NPD wird immer einen schlechten Ruf haben.Vorurteile Beschimpfungen werden nicht ausbleiben hoffe stehst da rüber wenn es dir ernst ist!

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Völlig zu recht. Ich würde nie einen Rechtsradikalen einstellen und gucken, dass ich ihn entlassen könnte, wenn es rauskommt. Und zu tun haben möchte ich privat auch nichts mit so jemandem.

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Kommentar von Angel941
13.06.2016, 16:18

Immer diese Vorurteile. Jemand der Rechts ist, ist noch lange kein Radikaler. Er ist wahrscheinlich nur national eingestellt ;)

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Kommentar von Akka2323
13.06.2016, 16:41

Das ist kein Vorurteil. Die NPD ist verfassungsfeindlich und gewalttätig.

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Im öffentlichen Dienst würdest Du mit einiger Sicherheit Schwierigkeiten bekommen, da die NPD nach meinem Verständnis nicht im Einklang mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht.

Im Arbeitsrecht ist das nicht so deutlich; hier würde es dann Schwierigkeiten geben, wenn das politische Auftreten für den Arbeitgeber geschäftsschädigend wird, den betrieblichen Frieden stört oder strafbar wird.

Letzteres ist für gut durchgebackene NPD-Mitglieder ja oft ein Problem, da sie Tatbestände von Volksverhetzung erfüllen oder den Holocaust leugnen, was ja aus gutem Grund ebenfalls strafbar ist.

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Wenn das irgendwie bekannt wird, dann kann das zu Problemen führen. Eigentlich darf das Parteibuch keine Rolle spielen. Aber wenn dem Chef die Gesinnung missfällt, dann kann es sein, dass er dann irgendwelche anderen (zulässigen) Gründe sucht, Dich nicht einzustellen.

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