Ist es zu viel verlangt Nächstenliebe an den Tag zu legen?

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8 Antworten

Meiner Ansicht nach handelt kein Mensch absolut selbstlos, denn seine Handlungen sind meist vom Denken an den eigenen Vorteil bestimmt.

Bereits der Instinkt, die letzte Flasche Limonade aus dem Supermarktregal zu schnappen, bevor sie jemand anderes nimmt, ist egoistisch motiviert.

Wir sind also von Egoismus umgeben und das ist auch durchaus gut so, denn ohne ihn wären wir wahrscheinlich überhaupt nicht überlebensfähig.

Das Problem sehe ich daher eher in übersteigertem Egoismus.

Was mich selbst angeht:

Natürlich befasse ich mich vor allem mit mir und meinem Umfeld - denn nur das ist der Wirkungskreis, in dem ich tatsächlich konkret etwas bewirken kann. 

Was nutzt es, über mangelnde Nächstenliebe in der Welt zu grübeln, wenn man selbst nicht einmal in der Lage ist, bewusst den Nachbarn anzulächeln, weil man zu sehr in seinen eigenen, geistigen Konstrukten versunken ist?

Auch ein Helfersyndrom schadet letztlich allen Beteiligten mehr, als das es dauerhaften Nutzen bringt. Das sieht man beispielsweise am Burn-out.

Ich denke, wenn jeder ehrlicher und mitfühlender gegenüber sich selbst wäre, dann wären auch seine Urteile gegen Andere nicht so hart.

Man sollte wirklich bei sich selbst beginnen - und das aus eigener Überzeugung und nicht, weil man sich durch einen religiösen Moralkodex dazu verpflichtet fühlt.

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Zunächst einmal ist es eine Verständnisfrage, was Nächstenliebe für einen persönlich bedeutet und entsprechend der Bibel gemeint ist. Letzteres ist für manche offenbar sehr viel erwartet, aber ich kenne genug Beispiele, egal ob religiös oder nicht, welche diese Eigenschaft in ihrem eigenen Leben gegenüber anderen als normal ansehen, auch wenn sie diese Eigenschaft vielleicht anders bezeichnen würden.

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Nächstenliebe gegenüber jedem ist unmöglich. Liebe ist das schönste Gefühl, das man gegenüber einem anderen menschen empfinden kann. Es würde das Besondere verlieren, wenn man es gegenüber jedem empfinden würde. 
Außerdem gibt es haufenweise Leute, die meine Nächstenliebe gar nicht verdienen, die mir also egal sind, die ich verachte, oder sogar hasse. 

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Kommentar von nameisunwichtig
17.06.2016, 22:17

danke für deine Ehrlichkeit :) Aber nächsten Liebe ist etwas was man sich meiner Meinung nach nicht verdienen muss , es ist kein geben oder nehmen nur geben ohne zu erwarten dafür was zu bekommen so versuch ich das zu sehn sonst würde das nicht klappen ^^ ich weiß klingt naiv ^^

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Wenn ich nur an mir selbst und meinem Umfeld interessiert wäre, würde ich kaum so viel Zeit damit verbringen, den religiösen Müll zu zerpflücken, der hier tagtäglich anfällt.

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Für die meisten Menschen ist es zu viel da sie Vorurteile haben und ein bisschen zu viel Egoismus. 

Ich persönlich versuche wirklich jeden Menschen so zu lieben wie mich selbst und seit dem ich das versuche wird mein Leben von Tag zu Tag schöner.

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Kommentar von nameisunwichtig
17.06.2016, 16:42

Ich hatte so ne Art Bewusstseinsveränderung und versuch auch so zu leben das ich jeden Menschen so annehme wie er ist und nicht verurteile , das wünsch ich mir ja auch von anderen . Und man muss ja bekanntlich bei sich selbst anfangen um die Welt zu einem besseren Ort zu machen <3

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Naja, da ich hier angemeldet bin und nicht versuche leute fertig zu machen, würde ich ja sagen :) Ich kenn aber auch Menschen, denen es zuwider ist, freiwillig etwas für andere zu tun...Kann ich von mir nicht behaupten.

Also ja, ich versuche den Menschen zu helfen, wenn ich kann.

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Kommentar von nameisunwichtig
17.06.2016, 16:08

find ich sehr gut , bitte weiter so <3 ^^

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Imam Jafar as-Sadiq der Neffe des Propheten Muhammad sagte: Als Jesus Abschied von seinen Aposteln nahm, versammelte er sie und sprach zu ihnen, dass sie sich um die Schwachen und Unterdrueckten zu kuemmern haben. Jegliche Milde und sanftes Benehmen gegenueber Unterdrueckern und Tyrannen sollten sie unterlassen.

Der Prophet Muhammad sprach:
Derjenigen, der einem Glaeubigen Hilfe leistet, wird Gott von dreiundsiebzig Notsituationen befreien. Eine davon ist im Diesseits und zweiundsiebzig davon sind im Jenseits, wo seine grossen Notsituationen sind.

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Kommentar von Fabian222
17.06.2016, 22:15

Ups! Imam Jafar Sadiq ist der Enkelsohn des Propheten Muhammad.

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Kommentar von beamer05
19.06.2016, 22:31


Derjenigen, der einem Glaeubigen Hilfe leistet, wird Gott von dreiundsiebzig Notsituationen befreien

... aha.

Und wer einem nicht-gläubigen hilft ist doof - oder wie soll man das verstehen??

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Von Menschen auf dem Weg des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9) ist das tatsächlich zu viel verlangt.

Doch unser Heiland hat dieses "gelebt" (Mt.19,19) und uns "mitgenommen" (Röm.7,4), so dass Christus durch uns seine Liebe weitergeben kann (Röm.8,1).

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