Ist es zu verstehn dass man nicht Scharf drauf ist, irgendwo arbeiten zu gehn wenn es 1 Stunde oder sogar etwas mehr von einem entfernt ist?

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12 Antworten

Es gibt viele Menschen, die ihre Arbeitsstelle nicht vor der Haustür haben und weite Arbeitswege zurücklegen. Außerdem findest Du im SGB III folgendes:

(1) Einer arbeitslosen Person sind alle ihrer Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__140.html

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Nein. 

1. Man kann umziehen

2. Das kommt darauf an, wie weit (km) das entfernt ist, damit es unzumutbar ist. Ich habe Kollegen, die innerhalb der gleichen Stadt öffentlich anderthalb Stunden unterwegs sind, um zu arbeiten. 

Unzumutbar wäre es meines Erachtens, wenn die Kosten für die Anfahrt zur Arbeit höher sind, als das, was man mehr verdient im Vgl. zum ALG.

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Bis zu zwei Stunden Fahrt sind zumutbar. Also zwei hin, zwei zurück.

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Eine Stunde Fahrtweg ist dir zuzumuten. Das ist heute gang und gäbe. Selbst innerhalb einer Großstadt ist ein Fahrtweg von einer Stunde durchaus üblich

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Das Leben ist kein Ponyhof. Sehr viele Menschen brauchen viel länger als 1 Stunde, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Es ist richtig, dass das Arbeitsamt dich sperrt, wenn du den Job nicht annimmst. Du lebst auf Kosten des Staates (unsere Steuern) und die sind für Bedürftige. Es ist deine Pflicht und Aufgaben, so schnell wie möglich wieder aus dieser Bedürftigkeit herauszukommen, indem du einen Job annimmst.

Gehe also dort arbeiten. Du kannst dich parallel nach einem örtlich geeigneteren Arbeitgeber umschauen. Aber wer findet schon einen Arbeitgeber gleich um die Ecke??

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nein, ist nicht zu verstehen, ist zumutbar, allerdings auf kosten vom steuerzahler zu leben ist unzumutbar für diesen

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Man muss nicht scharf auf einen längeren Arbeitsweg sein, das darf aber kein Grund sein, eine zumutbare Arbeit abzulehnen. Tausende Deutsche nehmen einen solchen Weg zur Arbeit in Kauf um nicht der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen, da wird es dir doch wohl auch zumutbar sein.

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Kommentar von BachjaGoldsack
27.11.2015, 13:31

und millionen nichtdeutsche nehmen einfach h4, also warum er nicht?

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Dass man da "nicht scharf drauf" ist, kann wohl so mancher nachvollziehen. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, andere haben auch nicht ihre Arbeit direkt an der nächsten Ecke, und Umziehen könnte man ja vielleicht auch.

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Ja. Sehr sehr viele Leute haben Arbeitswege von einer Stunde und mehr. Wenn die Anbindung gut ist spricht für das Amt nichts dagegen. Dann stehst du als unwillig da...

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was erwartest du?  das man dir nur arbeitsstellen anbietet die 5 minuten fussweg haben, am besten noch 100000 € monatlich?

1 stunde anfahrt ist doch nichts ungewöhliches, zeih um wenns dir zuviel ist

wenn dir ein job nicht zusagt ist es eine einstellungssache von dir, aber kein amt oder kein arbeitsgeber wird verständnis haben wenn ein zumutbarer anfahrtsweg von dir als grund vorgeschoben wird weil du zu bequem bist

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schau es Dir doch mal an, und wenn es Dir gefällt gibt es vielleicht die Möglichkeit um zu ziehen? nicht immer alles so pessimistisch sehen, oder willst Du gar nicht arbeiten? denn ich bin hier in Hamburg auch eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit gefahren, ist in einer Großstadt sogar normal - oder willst Du gar nicht?

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NEIN !!! ---- Nach einer Arbeitslosigkeit bekam ich am Stadtrand Lübecks einen Job in einem Vorort Hamburgs --- 110 Minuten entfernt

--- Wenig später konnte ich mir ein Zimmer in HH nehmen... Dieser RE-Start war eine gute Voraussetzung für die folgenden Jahrzehnte....

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