Ist es zu empfehlen, als Mieter dem Mieterbund beizutreten?

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8 Antworten

Geht man zum Mieterbund, will man ihn auch nutzen und läßt sich dann zu allen Problemen, die es evtl. geben kann, auch beraten. Evtl. sogar den Vermieter durch den Mieterbund anschreiben, wenn mal was nicht passt.

Es ist gut vorstellbar, dass Vermieter leicht säuerlich reagieren, wenn ihnen zu Ohren kommt, dass es ihr Mieter, für den sie sonst alles tun und zu dem man eigentlich ein gutes Verhältnis hat, für not wendig gehalten hat, einem Mieterverein beizutreten. Kommt dann wirklich auch noch ein Schreiben des Mietervereins oder bei jeder Abrechnung der Kommentar, das muss ich noch prüfen lassen, wird das das Verhältnis schon etwas trüben.

In zwei Fällen hatten wir zwei Mieter, die bei jeder Kleinigkeit beim Mieterverein waren. Es gab dann auch noch einige unerfreuliche Telefonate mit dem Mieterverein, bei denen dann erst einmal einiges klar gestellt werden musste, wie z. B. offensichtliche Falschinformationen ausräumen. Der Mann vom Mieterverein erkannte schließlich, dass wir den Leuten gar nichts Böses wollen, aber gefallen hat uns das gar nicht.

Mieter, die sich das also auch noch raus hängen lassen, dass sie beim Mieterverein sind, werden zu "Risiko"-Mietern und die Miete muss ggf. um einen solchen Zuschlag als normale Erhöhung bei nächster Gelegenheit aufgestockt werden.

Wenn man also zum Mieterverein geht, sollte man damit ziemlich diskret umgehen und sich das nach Möglichkeit nicht allzu sehr raus hängen lassen, solange sonst alles einigermaßen i. O. ist.

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Kommentar von Lebenslauf
30.06.2017, 18:22

Deine Ausführungen leuchten mir ein.

Fazit: Vorsichtshalber muss man schon gar nicht Mitglied beim Mieiterbund sein. Das ausgesprochen gute, beidseitige Verhältnis wird dadurch zwangsläufig getrübt. So etwas macht man nicht. Danke.

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Also ich persönlich kann den Verein nicht empfehlen - die Beratung ist schlecht, in meinem Fall war sie sogar falsch als es um eine verkürzte Kündigungsfrist ging und man mir sagte, dass ein Vermieter einen gestellten Nachmieter akzeptieren muss - das habe ich dann erst bei Gericht, dass das überhaupt nicht stimmt.

Man bekommt einen lustlose Anwalt gestellt, der sich in keiner Weise wirklich einsetzt - mir hat der Mieterschutzbund jedenfalls sehr geschadet, und wenn es nochmal um irgendeine Mietsache geht, nehme ich mir lieber direkt selbst einen Anwalt, als denen nochmal zu vertrauen


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Kommentar von Lebenslauf
30.06.2017, 14:39

Vielen Dank. Eine Bekannte wohnt zur Miete, alles OK Nun haben ihr nachbarn geraaten, in den Mieterbund einzutreten. Sozusagen für den Fall der Fälle .

Deine Antwort bestätigt meine eigene Vermutung. Ich werde es ihr mal so weitergeben. Danke.

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Es kann sinnvoll sein, wenn man dort auf wirklich fachkundige Mitarbeiter trifft. Ansonsten ist es wie bei einer Versicherung: Wenn du sie nicht brauchst, ist das Geld futsch, wenn du sie brauchst, hat es sich gelohnt.

Ich persönlich halte eine Rechtsschutzversicherung für sinnvoller, die dann gleich mehrere Lebensbereiche abdeckt.

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Kommentar von Lebenslauf
30.06.2017, 15:40

Danke. An meinen Kommentaren siehst du, das ich das genauso überlege.

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... es geht also um eine reine Mitgliedschaft in einem Verein und da habe ich als Vermieter nur gute Erlebnisse.

Wir haben gegen diese noch kein einziges Verfahren verloren, die Damen und Herren kennen weder die örtlichen Urteile noch deren eigenes Lexikon.

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Das kann man pauschal nicht beantworten, da jeder Mieterverein einer Stadt selbstverwaltet ist.

Genauso kann man nicht beantworten "ist es zu empfehlen, einem Fußballverein beizutreten".

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied beim Mieterverein Stuttgart. Dort bin ich super zufrieden; deren Anwälte haben mir mehrfach kompetent und schnell geholfen, ich habe dadurch über die Jahre mehrere hundert EUR gespart und den Mitgliedsbeitrag längst wieder gutgemacht.

Mit meinen jetzigen Vermietern habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Die nächste Nebenkostenabrechnung lasse ich trotzdem dort prüfen.

Wenn es Unstimmigkeiten gibt, muss man ja nicht gleich mit der Anwaltskeule kommen, sondern kann dem Vermieter dann auch sagen "hör mal, ich habe das prüfen lassen. Da ist Dir wohl ein Fehler unterlaufen/die Rechtslage sieht aber anders aus".

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Kommentar von Lebenslauf
30.06.2017, 14:59

Na, das klingt ja nun sehr positiv. Würdest du sagen, es ist wichtiger, als eine Rechtsschutzversicherung? Wahrscheinlich sollte man beides haben?

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Nein - sinnvoll wäre eine Mietrechtsschutzversicherung abzuschließen.

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Hallo,

ich bin in Fan von große Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus.

Dan reagiere ich ziehe die Zeit noch etwas hin und bin im Grünen Bereich.

Insofern erst wen ich merke das ich Problem bekommen gehe ich zb in den Mieterschutz .

Das ist bei denen eh wie beim ADAC die sind da nicht so genau was Ihre Statuten angeht.

Ich habe den einmal benutzt , gut war etwas anderes ich kann den Mieterschutz auch nicht entfehlen aber bei dem Preis ist das ok was will man erwarten.

Viel Glück


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Kommentar von Lebenslauf
30.06.2017, 18:26

Alle Antworten leuchten mir ein. Ich werde meiner Bekannten abraten. Sie hat ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu ihrem Vermieter . Einfach so gibt es also keinen Gund, diesem Verein beizutreten. Danke.

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Ja.

Und/oder Mietrechtsschutz besitzen.

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