Ist es wirklich möglich mit einem Stilett unauffällig zu töten?

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7 Antworten

War zwar kein Stilett, aber was ähnliches, kleine Schlankes - Und zeigte am lebenden Beispiel, daß es nicht unbedingt sofort bemerkt wird und wohl auch recht schmerzfrei möglich ist:


Gräfin Irma Sztâray, die Hofdame der Kaiserin, schilderte dem Untersuchungsrichter kurz nach dem Attentat das Ereignis:

"...Beim Hotel de la Paix, wo drüben auf der anderen Straßenseite Kutscher mit ihren Wagen stehen, kam ein Mann auf uns zu. Unmittelbar vor uns schien er plötzlich zu straucheln. Er machte eine Bewegung mit der Hand. Ich glaubte, um sich beim Stolpern aufrecht zu halten. Mehr habe ich in der Sekunde nicht wahrgenommen. Ich wäre bereit gewesen zu schwören, daß er nichts in der Hand hatte. Gar nichts. Die Kaiserin sank zur Erde. Völlig lautlos. Da erst kam mir der Gedanke, daß dieses Scheusal Ihre Majestät geschlagen haben mußte. Das war gewiß schlimm. Aber Schlimmeres konnte ich auch noch nicht ahnen....

´Es ist mir nichts geschehen´, antwortete die Kaiserin ruhig....

Wir erreichten die Anlegestelle. Auf der Gangway, die zum Dampfer hinüberführte, ging die Kaiserin noch leichten Schrittes vor mir her. Kaum hatte sie jedoch das Schiff betreten, sagte sie mit erstickender Stimme ´Jetzt ihren Arm! Schnell, bitte!´ Ich konnte sie nicht halten, ihren Kopf an meine Brust pressend, sank ich mit ihr in die Knie. ´Einen Arzt, einen Arzt!´ schrie ich. Die Kaiserin lag totenbleich in meinen Armen...

Sie öffnete die Augen und lag einige Minuten mit umherirrendem Blick da. Dann setzte sie sich langsam mit meiner Hilfe auf. ´Was ist denn mit mir geschehen?´ fragte sie. Das waren ihre letzten Worte! Unmittelbar danach sank sie wieder in Bewußtlosigkeit.

Ich öffnete ihr Bluse und das Seidenmieder, um ihr Erleichterung zu verschaffen. Als ich die Bänder auseinanderriß, sah ich auf dem Batisthemd darunter einen dunklen Fleck in der Größe eines Silberguldens. Ich schob das Hemd beiseite und entdeckte in der Herzgegend eine kleine Wunde. Ein Tropfen gestocktes Blut klebte an ihr. In diesem Augenblick stand die lähmende Wahrheit vor mir. Die Kaiserin war erdolcht worden."

Nach der Autopsie wurde folgendes Kommuniqué herausgegeben:

Bei der Untersuchung der a.h. Leiche weiland Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Elisabeth, welche im Beisein des k.und k. Gesandten Grafen Kuefstein, des  .......stattgefunden hat, wurde eine circa achteinhalb Zentimeter lange Stichwunde konstatiert, welche an der vierten Rippe die Brustwand durchdringt, durch die Lunge und das ganze Herz hindurchgeht und eine starke innere Blutung hervorgebracht hat, durch welche der Tod allmählich und schmerzlos herbeigeführt wurde.


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Kommentar von Ruenbezahl
26.04.2016, 08:17

Es war eine scharf geschliffene dünne, dreikantige Feile.

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Kommentar von Dahika
26.04.2016, 12:56

genau. An den Mord an Sisy hatte ich auch gleich gedacht.

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Ich denke das es sicher möglich ist. Ein Stilett ist übrigens meines Wissens nach entwickelt worden um mühelos durch ein Kettenhemd zu stechen. Daher ist es eher lang und für die hier beschriebene tat wahrscheinlich zu unhandlich. Es kommt auf das Können und Geschick an, wenn man das im Zusammenhang mit meuchelmord so nennen kann

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Natürlich ist es mit einer längeren feinen Klinge möglich jemanden so zu erstechen das der Tod unverzüglich eintritt und die Wunde nicht sofort aufsehen erregt, aber unauffälligere Methoden gibts dann doch.
Besonders in unserer heutigen Überwachungszeit ist das gezielte "anonyme Abstechen" doch nicht mehr gebräuchlich.

Messer kommen doch ehr bei Gangfights oder hastigen Raubüberfällen zum Einsatz ;)

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Es gibt in der Tat Messerattacken, die so durchgeführt wurden, dass der Täter sein Opfer auf belebter Straße töten konnte, ohne von Passanten dabei beobachtet zu werden.

Dazu bedarf es keines "Stiletts", sondern nur eines schlanken Messers, das leicht versteckt werden kann.  Dass ich jetzt nicht exakt beschreibe, wie derartige Attacken ausgeführt wurden, kannst du sicher verstehen.

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Würde meinen es währe mit der rechten Methode möglich

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Das Opfer würde nur dann schreien, wenn die Wunde auch schmerzen würde, aber bei feinen Schnitten und Stichen werden nicht unbedingt Nerven verletzt, und diese Wunden schmerzen auch nicht. Selbst schon erlebt, das ich mich geschnitten hab, und ich mich nur gewundert hab, wo das "rote Zeugs" auf einmal her kommt..

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Kommt drauf an wo du es dem Opfer rein rammst

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Kommentar von ichheissenali
26.04.2016, 00:24

( ͡° ͜ʖ ͡°)

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