Ist es wirklich gut Arbeitslos zu sein?

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Arbeitslosigkeit hat zwei Gesichter. Am Anfang ist es nicht so schlimm, eher so wie etwas mehr Urlaub. Aber je länger man arbeitslos ist desto belastender wird die Situation. Spätestens ab dem Level 0/Hartz4 wird man sehr schnell merken wie schwierig es wird mit immer noch weniger Geld klarzukommen. Man kann plötzlich nicht mehr mithalten mit denen die noch Arbeit haben. Finanziell schon mal garnicht. Die Teilhabe am Gesellschaftlichen Leben wird krass eingeschränkt weil daß Geld fehlt mal auszugehen, ins Kino, Mc Donald, Theater od. sonstwas. Wer Kinder hat wird es noch mehr merken. Und dann die ganzen Vorschriften der ARGE, Wohnungsgröße, Miethöhe. Der soziale Abstieg ist in solchen Situationen oft programmiert. Auch wenn man für seine arbeitslosigkeit nichts kann so ist es doch sehr ernüchternd wie die Gesellschaft auf jemanden reagiert der nicht mehr richtig funktioniert.

Du hast mir die BESTE Antwort gegeben, so wird es mir klar. Das Arbeitslosigkeit auf Dauer nicht schön ist, auf jeden Fall vielen vielen Dank ^^

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Ich will mal was dazu sagen. Ich selbst habe mich schon mehrfach beworben, bekomme auch ALG II obwohl ich es eigentlich gar nicht will und es nie so wollte.

Ich habe einen Universitätsabschluss und ein abgeschlossenes Studium sowie eine Berufsausbildung und Abitur, auch schon mehrere Auslandsaufenthalte hinter mir. Das einzige was ich bekomme, ist Hartz IV, jetzt schon länger, und das TROTZ guter Qualifikationen und trotz mehrerer versuchter Vermittlungen vom Amt. Es hat nie wirklich was geklappt.

Mittlerweile bin ich mit dem Latein sprichwörtlich am Ende und weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Ich habe gute Qualifikationen und würde nie einen Job verweigern, aber keiner will mir eine wirkliche Chance geben. Soviel zu Schmarotzen. Ich würde persönlich lieber das Amt abschaffen, gegen das ich eine ziemlich große Abneigung habe, als auf deren Kosten auch noch leben zu müssen. Es ist schlimm genug, wenn man täglich so viel tut für sein Weiterkommen und am Ende nur Hartz IV oder irgendwelche zweifelhaften 1€-Jobs rauskommen, man sollte das mal von dieser Warte aus betrachten. Ich bin mir ziemlich sicher..."schmarotzen" tut keiner wirklich gern oder freiwillig. Soviel mal dazu, um hier mal eine andere Sichtweise zu beleuchten...

Wenn man keine Ansprüche hat kann man damit leben.Ich kannte mal eine Ingeneur,der hatte Eltern der Vater hatte den gleichen Beruf wie Er,Die Mutter war Lehrein.Der gute Mann,sagte Sozialleistungen sind Leistungen des Staates damit wir Ruhe geben.Er bekam mal eine Stelle als Ausbilder in einer Privatschule,Na hbe ich gedacht wie lange es wohl dauert.10 Tage und Er war wieder zu Hause.Ein lieber Kerl,aber Faul wie die Sünde.Zu solch einen Leben hätte ich keine Lust,aber die Menschen sind ja verschieden

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