Ist es wirklich gesund, auf Fleisch und Milch(produkte) zu verzichten?

20 Antworten

Hallooo

Also erstmal, sind Karnivoren (Fleischfresser) nicht allgemein ungesund. Heutzutage werden einfach zu viele Tierische Produkte konsumiert und das überfordert unsere Umwelt und unseren Körper. Zu hoher Fleischkonsum führt nebenbei zu Verstopfung von Blutbahnen und kann zu Herzinfarkt und Bluthochdruck führen. Aber das einmal beiseite: mit einer Veganen Lebensweise können alle Nährstoffe, ausser Vitamin B12 und Vitamin D3 durch Nahrung zugeführt werden. Vitamin D2 ist in Pflanzen enthalten, aber einige Wissenschaftler plädieren darauf, das Vitamin D3 effektiver sei. Dieser "Mangel" ist nicht weiter schlimm, denn 80% vom benötigten Vitamin D wird unserem Körper durch die Sonne und über die Haut zugeführt. Im Winter ist es deshalb für alle Menschen, inklusive Fleischfresser, ratsam, Vitamin D zusätzlich zuzuführen. Vitamin B12 ist heutzutage meist in Veganen Produkten oder Fruchtsäften angereichert oder kann als Nahrungszusatz zu sich genommen werden. Wer jetzt wieder ausruft: Veganer können nur mit Pillen und Zusätzen überleben, der sollte einmal in den Spiegel schauen. Ein Mangel dieses Vitamins tritt auch bei Fleischessern auf, da Tiere diesen nur in geringen Mengen selbst produzieren können. Deshalb wird bei den Tieren das Vitamin teilweise schon direkt ins Futter gemischt und so nehmen auch Fleischesser Zusatzstoffe zu sich.

Ansonsten gibt es wirklich nur noch Pluspunkte für eine Vegane Ernährung. Die Umwelt wird dadurch geschont, aufgrund von geringerem Wasserverbrauch und Anbaufläche, weshalb direkt auch die Menschen profitieren, denn es steht mehr Wasser zur verfügung, und mehr Anbaufläche für mehr Essen. Win win meiner Meinung nach. Und nicht zu vergessen würde die grauenhafte Ausbeutung der Tiere auf unserem Planeten gestoppt.

Meiner Meinung nach wäre es unter "Normalen" Bedingungen vollkommen akzeptabel ab und zu Fleisch und Milchprodukte zu geniessen. Diese Normalen Bedingungen werden heutzutage aber bei weitem nicht mehr erfüllt. Nehmen wir als Beispiel einmal eine Kuh. Lebensdauer wäre eigentlich um die 20+ Jahre. Mit spätestens 6 Jahren werden aber selbst Milchkühe geschlachtet. Fleischkühe noch früher. Die grauenhaften Umstände in der Milchproduktion geben der Kuh im Laufe ihres Lebens nie Zeit zum entspannen, denn sie ist ein Mittel zum Zweck. Sie wird künstlich befruchtet oder geschwängert. Bei der Geburt wird der Mutterkuh ihr Junges entwendet und meist als Fleischkuh aufgezogen und geschlachtet. (Also fördert die Milchproduktion DIREKT die Fleischproduktion) :(. Nach der Geburt wird der Mutterkuh meist zu wenig Zeit zum Ausruhen und zur Regeneration gewährt, und durch eine erneute Befruchtung beginnt eine neue Schwangerschaft. Wenn ihr jetzt denkt, das eine Kuh mit 6 Jahren keine Milch mehr gibt, und deshalb geschlachtet wird, liegt ihr falsch. Ihr Leben wird zu diesem Zeitpunkt nur beendet, weil sie nicht mehr genug Milch gibt, und aufgrund der starken Nachfrage nach Milchprodukten der Bedarf mit dieser Kuh nicht mehr gedeckt werden kann. Bei den Fleischkühen ist die Geschichte nicht weniger tragisch. Auf Grund der hohen Nachfrage leben diese Tiere oftmals nicht einmal ein Jahr. Viele denken, das das Fleisch von jungen Kühen einfach auch besser schmeckt, was nicht der Fall ist. Auch hier wird nur auf Grund der übermässigen Nachfrage so gehandelt. Das Fleisch von sehr alten Kühen (18-20) oder das Fleisch von Milchkühen, wird oft in teuren Restaurants besonders angepriesen. Aber wenn man alle Kühe auf dieser Welt um ca. 20 Jahre ernähren müsste, wo bliebe dann das Wasser? Auch hier geht es den Menschen heutzutage um Quantität statt Qualität.

Der Grund warum ich Vegan lebe ist aber vor allem der, das ich nicht finde das der Mensch das Recht hat, sich über andere Lebensarten zu stellen. Wir alle sind viel zu verschieden und auf unsere eigene Art fantastisch, um uns aneinander zu messen.

Und für alle Steinzeitmenschen unter euch, die behaupten das Tiere nun einmal zum Essen gemacht sind (und sie sich ja auch gegenseitig Essen): Wir sind ja nicht umsonst in der Lage, uns Ersatzmöglichkeiten neben Tierischen Produkten zu schaffen und trotzdem PROBLEMLOS zu (über)leben. Tiere sind dazu nicht in der Lage. Und den Überlebenskampf eines Tieres währent einer Jagt mit unserer Jagtweise zu vergleichen, ist einfach nur Unfair. Ein Mensch steht in 100 Meter Entfernung vor dem Tier, drückt ab und gut ist. Ein Tier Jagt seine Beute oft STUNDENLANG bis der Stärkere gewinnt. (Manchmal verliert es seine Beute auch und stirbt evt. selbst.)

Ich meine weshalb nennen wir uns die schlausten Wesen auf unserem Planeten, wenn wir nicht einmal wissen was gut und was falsch ist?

So hoffe das war jetzt ein nicht allzu angriffiger Text für Fleischesser und hoffentlich waren meine Argumente klar formuliert, aber ich würde einfach jedem Menschen empfehlen sich einmal näher mit dem Thema zu befassen. Veganismus ist doch kein Trend, Veganismus ist die Lösung :D

Super, das du Interesse an diesem Thema zeigst :)

Gruss

Also den Missionstrip sehe ich eigentlich eher selten. Das war vor einigen Jahren wirklich extrem, heute sehe ich das nur vereinzelt.

Was die Gesundheit angeht, hier ein paar Dinge, die für Veganismus sprechen:

- es gibt Leute, die sich schon seit vielen Jahren Rohvegan ernähren, also vor allem Pflanzen und Knollen aus der Natur essen oder sich selbst Sprossen züchten - diese Menschen berichten nur von positiven Folgen. Sie sind zufriedener, haben das Gefühl etwas erreicht zu haben und fühlen sich scheinbar wohl

- viele Krankheiten können durch eine vegane sogar eine rohvegane Ernährung bekämpft werden - so hat die Charite schon oft berichtet, dass wenn man viele verschiedene Salate jeden Tag isst man seine Antioxidantien mehr als verzehnfachen kann und diese Stoffe scheinen das beste Abwehrmittel gegen Krebs zu sein

- die Universität Yales hat im Jahr 2016 ca. 200 Studien veröffentlicht, die aufzeigen, dass Eier - auch Bioeier - nicht so gesund sind wie viele glauben; generell kann man öfter sich die Vorträge dieser Uni anschauen, die sind wirklich spannend

- der beste Chemiker, den ich kenne, sagt, dass der Körper, wenn er Fleisch isst in einen Notfallmodus schaltet und dabei viele Stoffe gebildet werden, die schädlich für den Körper sind. Man kann eine ganze Weile Fleischessen ohne Schaden zu nehmen, aber weil es nur für den Notfall gedacht ist, Fleisch zu essen sollte es keine typische Ernährungsform sein

- es gibt ein Video, dass nicht von einen Veganer oder so gemacht wurde und das für ziemlich für Gesprächsstoff gesorgt hat - du findest es bei Youtube. Es heißt "Gift im Darm". Hier hat ein Sporttrainer u.a. ein Experiment mit Depressiven oder Krebskranken Menschen gemacht und viele verschiedene Lebensmittel gestrichen. Die Folgen kannst du dir ja anschauen.

- die UNO hat vor etwas mehr als einem Jahr berichtet, dass Fleisch und vor allem Wurstwaren die ungesündeste Nahrung überhaupt sei (bei Getränken wäre es Cola)

Ich persönlich sehe es so: ich will glücklich sein. Deshalb reicht es für mich persönlich nicht aus Vegan zu sein (oder weitestgehend Vegan) sondern ich versuche Lebensmittel, die östrogenhaltige Stoffe enthalten zu vermeiden. Östrogene beeinflussen einen männlichen Körper sehr stark und lösen auch Depressionen auf. Vor allem Kartoffeln, Karotten und Wurzelgemüse sind sehr gut für Männer. Frauen dagegen können eher alles essen, was auf der Erde wächst, dies wiederum sollten Männer seltener essen.

Der Schwurbel mit den Antioxidantien ist eigentlich nie richtig belegt worden. Es gibt auch Studien, die bei Antioxidantienüberschuss eine gesteigerte Krebsrate fanden. Was sagt uns das? Alles mit Maß und Ziel.

Auch die Aussage, du würdest auf Östrogen-haltige Stoffe im Essen verzichten und deine Nennung der männlichen Gemüsesorten, lassen mich an deiner Fähigkeit einen guten Chemiker oder eine aussagekräftige Studie zu erkennen zweifeln.

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@Ansatisfied

@Ansatisfied - Beschäftige dich doch mal damit, ob Östrogenhaltige Lebensmittel auf Jungen und Männer keine Einflüsse haben oder ob es medizinische Bedenken gibt. Und nö, Verzicht habe ich hier nicht gepredigt sondern einfach Reduzierung. Außerdem sehe ich kein Grund darin, dass es ein Problem für einen Mann sein sollte, wenn er mehr Wurzelgemüse isst. Denke viele haben diese Nahrungsmittel so gut wie gar nicht auf ihrem Schirm. Der Mensch hat bevor er ein ausgeklügeltes Supermarktnetz hatte oft sich noch in der Natur bedient und dabei viele Wurzeln gegessen. Alte Kochbücher zeigen das auch auf.

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Fleisch und Milch sind wichtige Nährstofflieferanten. Die Dosis macht aber das Gift.

Es ist aber schwer gegen Ideologen und Fundamentalisten anzukommen.

Skepsis, kritische Distanz und Toleranz sind wohl aus der Mode gekommen.

Ich sehe Selbstoptimierungswahn und zwanghafte Fixierung auf gesunde Ernährung(Ortorexia nervosa) im Trend.

Veganismus von Watson 1944 als Vegan Society gegründet. In
der Gegenwart ist Veganismus zum Lifestyle geworden, deren Anhänger oft weniger aus moralischen Gründen auf tierische Produkte verzichten, sondern damit gesundheitliche Heilsversprechen verknüpfen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/gesundheit-und-ernaehrung-keine-religion-aus-dem-essen-machen-a-1159868.html

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