Ist es wirklich erstrebenswert, Millionär zu werden?

14 Antworten

Nun erstmal ist das Millionär sein natürlich etwas Magisches, weil wir dafür ein Begriff haben, es ist eine gewisse Schwelle. Auch 500.000 Euro haben ist viel Geld aber "500.000näre" gibt es in unseren Sprachgebrauch nicht.

Davon ab hängt es denke ich stark davon ab, was man mit diesem Geld machen würde. Die von dir erwähnten materiellen Dinge interessieren mich z.B. auf untere Ebene nicht. An erster Stelle würde da für mich "Freiheit" und "Sicherheit" stehen.

Um mein aktuellen Lebensstandard zu halten, bräuchte ich bis an mein Lebensende, sofern ich das durchschnittliche Alter für Männer in Deutschland von gut 80 erreiche, knapp 800k. Hier und da haben wir ein paar Zinsen, jedoch auch Inflation, gehen wir mal davon aus, dass die Million reicht.

Hätte ich also eine Million, dann würde ich sie nicht anfassen bzw. dafür sorgen, dass ich sie gar nicht anfassen kann. Dafür kann ich dann mit meiner Zeit machen was ich möchte. Das bedeutet nicht Zuhause die Füße hochlegen, ich würde schon noch arbeiten, ggf. mehr Geld machen als jetzt aber eben ohne das Risiko. Mal ein paar Jahre in einen jungen Startup arbeiten, wo das Gehalt bescheiden ist aber man hinter der Idee steht? Kein Problem.

Mal eine Selbstständigkeit wagen und sie ggf. wieder aufgeben, wenn es nicht läuft? Kein Problem.

Und ja auch mal nen paar Monate nicht arbeiten würde nicht bedeuten, dass mir der Strom abgedreht wird.

Für mich würde das also bedeuten Leben mit weniger Zwängen. Nicht Sachen machen, die ich nicht machen möchte, wegen des Geldes. Das fängt bei Kleinigkeiten an, die mir persönlich widerstreben wie im Arbeitsumfeld den Kunden anlügen zu müssen, weil man schlecht sagen kann wir sind schuld, wir haben es verkackt. Kann immerhin wirtschaftliche Auswirkungen haben bis hin zu Regressansprüchen. Wenn ich da 100% ehrlich bin, dann würde mein Chef mir wohl den Kopf abreißen. Also mache ich etwas, dass mir total widerspricht, weil ich es muss.

Ist für viele sicher keine große Sache aber dieser Zwang stört mich eben. Kundentermin und fein anziehen bei über 30 Grad, dabei Schwitzen wie ein Schw.. und ggf. Kreislaufprobleme und co. wegen der Wärme haben aber man muss eben.. etc. pp.

Sind für mich einfach eine Menge dieser kleinen Sachen, wo man sich bestimmten Sachen beugt, des Geldes wegen und seine Mündigkeit an dieser Stelle abgibt.

Und auch keine Angst vorm Alter haben zu müssen, weil die Rente vermutlich nicht für Wohnung UND Essen reicht ist natürlich was Schönes. Dieses Schicksal haben heutzutage ja durchaus häufiger auch gut ausgebildete Menschen hierzulande und es ist kein Problem mehr von einigen wenigen, die ihr Leben Jahrzehnte lang gegen die Wand gefahren haben.

Für mich ist die Million damit deutlich mehr als unsinniger Luxus. Das Geld dahin ist eher das. Ob ich nun 5.000 Euro auf dem Konto habe oder 100.000 Euro. Das ändert an meinem Leben überhaupt nix. Davon kann ich mir unsinnigen Luxus kaufen.

Mal eine Selbstständigkeit wagen und sie ggf. wieder aufgeben, wenn es nicht läuft? Kein Problem.

DA du aber haftbar bist, wenn du pleite gehst, kann es sein, dass dann deine schöne Million auch weg ist.

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@Dahika

Eine Million muss man erstmal verzocken können, davon ab ist man mit einer Kapitalgesellschaft natürlich nicht mit dem Privatvermögen haftbar. Wäre in dem Fall aber auch gar nix so Großes, sondern bei mir persönlich schlicht Software ohne große Ausgaben.

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Geld ist nicht alles.

Ich weiß von Reichen, die trotz ihrem Geld arm sind und ich kenn Arme, die trotz Mangel Geldes sehr reich sind.

Natürlich läßt es sich mit viel Geld ein schönes Leben führen, aber ist man dann trotzdem glücklich? Kann man, wenn man plötzlich alles verliert, trotzdem glücklich weiterleben?

Wenn Geld für jemand das einzig erstrebenswert ist, der tut mir wirklich leid und ist imho mit der Ärmste Schlucker auf der Welt, selbst, wenn er Milliarden auf dem Konto hat.

Mit 1 Million kann man sich finanziell unabhängig machen. Bei einer realistischen Rendite von 6 Prozent, bekäme man mit 60k Euro ein ordentliches Jahresgehalt bis ans Lebensende.

Man sieht da, dass Geld allein nicht glücklich macht. Wenn der Rest des Lebens nicht hinhaut, würden sogar 100milliarden nicht glücklich machen. Geld erleichtert zwar und man hat keine Geldprobleme mehr, aber das reicht sehr oft nicht aus.

Ausserdem läuft man, wenn man viel Geld hat, in die Gefahr, dass man ausgenutzt wird. Man hat da zwar Freunde aber oft nur die, die nur das Geld wollen.

In München ist man schon Millionär wenn man ein Einfamilienreihenhaus mit 120qm in nicht allzuschlechter Lage besitzt.

Einer meiner Freunde wohnt in so einem Haus und glamourös ist sein Leben nun wahrlich nicht.

Als einfacher Millionär ist man auch nur ein armer Hund. Um zur High Society zu gehören müssen noch ein paar Nullen dazu kommen.

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