Ist es wichtig für die Integration, dass man seinen Kindern Namen gibt, die in D gebräuchlich sind?

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11 Antworten

Nein, nicht unbedingt. Wenn man seine Wurzeln vergessen will ( was man aber nicht sollte....) und sich in Deutschland pudelwohl fuehlt, kann man das sicher tun. Aber da die Meisten ja immer noch aktiv mit ihrer Heimat verbunden sind, wuerde das wohl bei den Verwandten nicht gut ankommen.....Ausserdem wuerde ein Name wie Hans oder Olaf auch dem o. beschr. Balkantemperament des Kindes nicht unbedingt gerecht werden und der Nachname wuerde ihn ja doch stets outen..... Ich meine, man integriert sich nicht durch Namensanpassung, sondern durch das Verhalten. Das heisst in der Familie die Deutsche Sprache zu verwenden, ausser der eigenen auch die deutsche Kultur mit zu zelebrieren und keine landestypischen Gepflogenheiten zu boykottieren....Dann kann man Achmed oder Alibaba heissen, und ist automatisch integriert.....

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Kommentar von adllon
16.07.2012, 01:15

JA, aber einer mit Namen Alibaba wird nie Deutsche Bundeskanzler! Und das nur, weil seine Eltern Nazi sind.

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Jaja, Ivonne oder Kevin sind zwar in Deutschland üblich, nicht aber deutsche Namen. Ich würde jedem raten, für seine Kinder Namen auszusuchen, die in der jeweiligen Sprache a) gut auszusprechen sind, b) schön klingen UND c) in der eigentlichen Muttersprache auch eine Bedeutung und einen schönen Klang haben. Je internationaler die Familie und ihr Lebensstil, umso schwieriger wird es.

Beispiel: Ich wohne in Barcelona, also Katalonien, und habe dort viele einheimische (katalanische) und auch spanische Freunde. Einer der katalanischen Freunde hat eine Japanerin geheiratet. Beide haben viele spanische und auch internationale Freunde. Die Tochter, die sie nun bekommen haben, trägt nun den Namen 'Eimi', gesprochen: E-i-mi. Das klingt ähnlich wie Amy, ist aber ein anderer Name und hat eine andere Bedeutung. Dieser Name lässt sich in fast allen Sprachen ohne Zungenakrobatik aussprechen, ist aber ein japanischer Name mit einer besonders günstigen Konstellation für das Kind UND ist sowohl in der katalanischen als auch der spanischen Sprache verständlich und leicht auszusprechen. Das ist wichtig, weil die spanische Sprache weniger Lauter als die katalanische hat und der Name des Kindes ja später auch in Spanien auszusprechen sein soll.

Letztendlich muss man immer berücksichtigen, dass es das Kind ist, das den Namen sein Leben lang trägt. Ein Kind in China oder Japan 'Friedrich' nennen zu wollen, wäre dumm. So viele Konsonanten hintereinander widersprechen der Sprachästehtik und KÖNNEN daher nicht gesprochen werden. Ebenso sollte man darauf verzichten, ein Mädchen in Spanien 'Suse' zu nennen. Die spanische Sprache kennt kein weiches, stimmhaftes -s und kein unbetontes -e im Ablaut, d. h. es würde stets bestenfalls 'Susi' mit zwei scharfen -s gesprochen.

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Kommentar von IRENEBOA
23.03.2012, 17:16

Ich bin der Ansicht, dass man seinem Kind nicht automatisch einen französischen (bzw. einen in Frankreich üblichen) Namen geben muss, nur weil man in Frankreich lebt. Das Kind behält ja nach wie vor seinen Migrationshintergrund. Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass der Name sich nicht zu Hänseleien entstellen lässt bzw. dazu einlädt UND dass er (einigermaßen) gut auszusprechen ist in der jeweiligen Sprache. 'Hanns-Hermann' käme in Frankreich eher einem Griff ins Klo gleich, denn der Name ist für Franzosen einfach kaum auszusprechen und klingt selbst dann noch entstellt.

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Speziell mit Namen, die man in Deutschland kaum aussprechen kann (weil keiner weiß wie sie richtig ausgesprochen werden) tut man seinem Kind eh keinen gefallen.

Ansonsten würde ich auch sagen, zwecks Integration ist es vorteilhaft, aber nicht unbedingt nötig.

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Integration bedeutet nicht die Aufgabe der Identität....Also nein,so etwas ist kein Aspekt der Integration.Man kann und sollte sich integrieren ohne die Herkunft und Traditionen zu vergessen oder zu verleugnen.

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Hallo, mich persönlich faszinieren gerade ausländische namen :-) ich glaube nicht, dass ein ausländischer name die integration sehr beeinflussen würde

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Kommentar von RuhrRheinMain
23.03.2012, 17:09

Die meisten unserer Namen sind ausländisch. Nur mal eben so geschrieben, dass man nicht unbedingt eine ausländische Herkunft vermuten würde. Alexander ist griechisch. Im griechischen heißt es Alexandros. Bei Alexander würde jedoch kaum einer einen griechischen Hintergrund vermuten.

Aus diesem Grund auch "Namen, die in Deutschland gebräuchlich sind" und nicht "deutsche Namen".

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Einen lateinischen Vornahmen wählen, der Klangmäßig zum Nachnamen passt, so bleibt man Neutral...m.l.G.h.

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für die Kinder wäre es leichter einen Namen zu haben den jeder auch gleich aussprechen kann

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Es ist schon richtig was du andeutest!

Wenn man seinem Kind, dass Migrationshintergrund hat, ausländische Namen gibt ist es in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft benachteiligt.

Z.b.: Ivan: Wird mit Kriegsverbrechen und Kommunismus und Gewalt verbunden.

Ayse: Solche Namen aus dem Islamischen, werden als Terrorismus, Sozialhilfeempfänger und als Schmarotzer bezeichnet.

Man kann Kindern Namen geben wie z.B. Olaf, Hans usw. ; die einfach deutsch klingen. Wenn man doch eine Bewerbung an ein Unternehmen schickt, wo als Absender ausländische Namen(Vorname/Nachname) stehen, wird mit sicherheit das benachteiligt oder gar weggeworfen.

Es ist daher nicht wirklich effektiv seinen namen zu ändern, denn es steht so oder so in anderen Papieren!

PS: Traurig, aber wahr!

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Kommentar von HolyWarrior
23.03.2012, 17:18

Wenn man seinem Kind, dass Migrationshintergrund hat, ausländische Namen gibt ist es in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft benachteiligt.

Das ist nicht in allen Unternehmen so, und noch ein anderer Punkt ...

Einem Kind mit Migrationshintergrund sieht man das im Normalfall an, und ich glaube dieses Kind hätte in dem Unternehmen - in dem es nur wegen seines deutschen Namens genommen wurde - nicht viel Spass, wenn Du verstehst.

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Kommentar von RuhrRheinMain
23.03.2012, 17:20

Nein nein, das hab ich nicht angedeutet. Man wird im Berufsleben ganz und garnicht benachteiligt, nur weil man einen ausländischen Nachnamen trägt. Mein Vater, einst aus Sri Lanka ausgewandert, arbeitet seit 1994 in ein und derselben Firma.

Deutsche Kinder ohne Migrationshintergrund werden mit Sicherheit nicht Olaf oder Hans genannt. Wenn sie solche Namen tragen, werden sie in der Schule zum Opfer von Mobbing. Deswegen findet man heute in Grundschulen Namen wie "Jonas", "Lukas/Lucas", "Emma", "Nele" etc.

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Kommentar von adllon
16.07.2012, 01:18

In welchen anderen Papieren?

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Ist es so, dass deutsche automatisch in Namen bekommen die in Deutschland gebräuchlich sind ? Mein Name kennt hier keine Sau und ich bin trotzdem deutsch.

In wie fern sollte dies einer integration nutzen ?

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Finde ich schon,ist leichter!

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Kommentar von Deathsplaymate
23.03.2012, 17:01

Was sollte dadurch denn leichter werden ?

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Welche Namen sind dann in Deutschland gebräuchlich? Ibrahim, Jussuf oder was soll die schwachsinnige Frage?

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Kommentar von RuhrRheinMain
23.03.2012, 17:07

Gebräuchliche Namen: Jonas, Jan, Lukas/Lucas, Karina, Emma etc.

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