Ist es vom Energieaufwand das gleiche, ob ich links oder rechts herum eine fahradrunde fahre (verschiedene Steigungen). Also Start gleich Ziel?

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5 Antworten

Rein physikalisch sollte es gleichgültig sein, in welcher Richtung man den Rundparcours fährt. Aber fahrradtechnisch könnte es doch ein Unterschied sein, ob man z.B. immer die steilen Steigungen bergauf und die sanften Steigungen bergab fährt, oder umgekehrt die steilen Steigungen bergab und die sanften Steigungen bergauf.

Ich persönlich tue mich sehr schwer damit, Steigungen ab einer gewissen Steilheit berauf zu radeln und müsste dann absteigen und schieben. Würde ich den Parcours andersherum absolvieren, könnte ich die etwas steileren Bergabstrecken durchaus fahren, würde dadurch großen Schwung bekommen und könnte diesen Schwung in die sanfteren Bergaufstrecken mitnehmen, zusätzlich noch kräftig in die Pedalen treten und die Rundstrecke in dieser Richtung viel besser absolvieren als in der anderen Richtung.

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Kommentar von Fahrrad81
14.05.2016, 23:58

Okay, d.h. ich würde die gleichen Kalorien verbrauchen? Luftwiderstand und Reibung vernachlässigt.

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Praktisch ist der Unterschied ungefähr so, wie wenn Du mit roten oder grünen Socken radelst.

Rein "metaphysisch theoretisch" gibt es einen winzigen, absolut nicht messbaren physikalischen Unterschied: Beim Links-Parcours auf der irdischen Nordhalbkugel (mit der Erddrehung) wendest Du eine kleine zusätzliche Arbeit auf zur Überwindung der Corioliskraft. 

Fußläufig (also ohne Fahrrad) dagegen ergibt sich da bei der körperlichen Leistungsfähigkeit schon ein messbarer Unterschied wegen der menschlichen Anatomie: Die rechte Beinmuskulatur ist in aller Regel etwas stärker entwickelt als die linke. Und im Kreislauf wird das äußere Bein stärker beansprucht als das innere, das steigert den Erfolg in Linkskurven. Das ändert zwar nichts am Energieaufwand, ist aber ergonomisch günstiger. Das wussten schon die alten griechischen Sportveranstalter in der Antike. Seither werden Stadion-Wettläufe in aller Welt grundsätzlich links herum ausgetragen. 

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Physikalisch ist es egal welchen Weg man in einem Konservativen Kraftfeld (hier Gravitationsfeld) nimmt, solange Anfangs und Endpunkt gleich sind.

Das Problem ist jedoch, zusätzlich zu der Gravitation wirken auch die sog. Reibungskräfte, diese sind nicht konservativ.

Im Allgemeinen ist es also nicht egal, welchen weg man fährt.

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Nein ist es nicht.

Und wenn du Reibung und Luftwiderstand vernachlässigst, dann bestimmst du selber wie hoch die Energiemenge ist, die du aufbringst, um dich und dein Fahrrad zu beschleunigen und die du am Ende der Strecke in den Bremsbelägen deiner Bremse in Wärme umwandelst.

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Energie ist Kraft x Weg. Sogar wenn Start und Ziel identisch sind, kann die Streckenlänge trotzdem unterschiedlich sein. Der eine Weg ist nahezu direkt und kommt auf 40km, der andere ein Umweg von 5km und der kommt somit auf 45km und schon ist der Energieverbrauch nicht mehr gleich.

Krasses Beispiel: von Aachen nach Köln (64.2km) schaffe ich das problemlos mit einer halben Tankfüllung.... Fahre ich aber von Aachen über Mönchengladbach, Düsseldorf, Wuppertal, Hagen, Lüdenscheid, Olpe nach Köln dann wird's aber eng mit der Tankfüllung.....

Wenn jetzt die Streckenlänge identisch ist, die eine Strecke aber mehr Steigungen hat - dann ist die Energiebilanz zwar identisch, aber die auf zu wendende Energie kann dennoch unterschiedlich sein. Auf der Strecke mit mehr Steigung muss zuerst mal mehr Energie aufgewendet werden. Danach bekommst du (weil Start und Ziel ja gleich sind) auch mehr "Berg runter" wobei die Energie wieder zurückgewonnen wird, aber ob du das körperlich merkst beim Radfahren, das lass ich mal dahingestellt sein.....

Gruß

Henzy

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Kommentar von Ahzmandius
15.05.2016, 14:27

In einem konservativen Kraftfeld ist es egal welchen Weg man nimmt, die verrichtete Arbeit bleibt gleich.

Das heißt auch, dass wenn nur konservative Kräfte wirken und der Anfangs- und der Endpunkt gleich sind, ist die gesamte verrichtete Arbeit gleich 0.

Denn, wenn man eine Höhe h hochsteigt, muss man diese Höhe h auch wieder runterfahren, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

In der Realität ist jedoch so, dass zusätzlich zu der Konservativen Kraft (Gravitation) auch nicht konservative Kräfte dazukommen (Haft-, Gleit-, Rollreibung, Luftreibung etc.).

Bei nicht konservativen Kräften ist die Wahl des Weges entscheidend.

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