Ist es verwerflich nciht immer mehr zu wollen?

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5 Antworten

Jedem das seine du musst nicht nach mehr streben als du hast. Frage ist aber immer wohin man im Leben will. Wenn in Sachen Gehalt in deiner Position nix mehr zu machen ist und du ggf. irgendwann mal in Richtung Familie, Eigenheim und co. denkst, dann ist so eine Aufstiegschance natürlich sehr entgegenkommend und ob dieser Posten dann noch frei ist, ist fraglich.

Andererseits sollte einen die Arbeit Spaß machen. Wir verbringen soviel Lebenszeit damit, da gibt es kaum was schlimmeres als hier dauernd mit mieser Laune zur Arbeit zu gehen und diese ggf. noch mit nachhaus zu schleppen.

Ansonsten kommt es drauf an wie du es rüber gebracht hast und wie dein Chef es aufgenommen hat. Ich z.B. stand vor der selben Entscheidung und habe mich da auf ein Mittelweg geeinigt. Bei mir ging es um Softwareentwicklung oder überwiegend Projektleitung.

Ich hab meinen Chef gesagt, dass ich an der Softwareentwicklung Spaß habe und da klar meine Stärken sehe, ich durchaus bereit bin in die Projektleitung einzusteigen und z.B. ein Projekt im Jahr zu begleiten (wir haben ca. drei große Projekte im Jahr) aber ich meine Zeit nicht ausschließlich mit Telefonieren und Meetings verbringen möchte, sondern auch noch was umsetzen möchte.

Ist dann natürlich ein anderer Schuh als hätte ich gesagt nö hab ich kein Bock drauf, was dann eher nach faul, keine Ambitionen usw. klingt. Was das klärende Gespräch angeht, das ist nicht nötig aber wenn es dir damit besser geht, schadet es sicher auch nicht, kommt eben drauf an wie euer erstes Gespräch lief.

Generell sind Leute in höheren Positionen eben ein wenig darauf fixiert und definieren sich häufig über ihre Position. Sie streben ständig nach einer "Verbesserung" im Sinne von Geld/Macht (nicht negativ gemeint) und verstehen das eben teilweise falsch, wenn andere das nicht tun, was sicher auch daran liegt, dass viele wirklich nicht wissen wohin mit ihren Leben und einfach in den Tag hinein leben im Status Quo, sprich der Spielball ihres eigenen Lebens sind und nicht der Spieler, der entscheidet wo der Ball hinrollt.

Verwerflich ist meiner Meinung nach keine Entscheidung, sofern man damit anderen nicht schadet. Wir haben zwar gewisse gesellschaftliche Normen, ich finde es aber eher mutig und gut, wenn jemand für seine eigenen Überzeugungen einsteht, auch wenn sich diese von dem was Andere als richtig empfinden und propagieren unterscheidet und zwar in jeder Lebenslage, nicht nur beruflich.

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Kommentar von wiedermalich
09.05.2016, 00:01

danke für den tipp.

das hat mich ermutigt.

be mir ging es quasi um den gleichen status. ich wollte vom "macher" zum "überwacher" aufsteigen und ich habe total spaß daran sachen umzusetzen. anderen dabei zuzuschauen und ihnen zu sagen "da smachst du aber so und so" und " ja, hast du fein gemacht" wäre evtl. ganz lustig, empfinde ich selbst aber keineswegs als erfüllend.

mir haben shcon so viele leute gesagt "nutze jede chance zum aufstieg, die wirst du nie wqeider kriegen" aber ich frage mich slebst, was bringt mir der aufstieg, wenn der mich von dem job, der mich erfüllt, mit jedem schritt weiter weg bringt ...

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Ich glaube nicht, dass er sauer ist. Aber wenn du ein super Mitarbeiter bist und er sich dich für diese Position gewünscht hat, ist er sicher enttäuscht darüber, dass du das nicht tun willst. Das musst du natürlich auch nicht, aber freuen wird ihn das nicht. Denn irgendwer muss ja den Job machen, also wird er irgendwem so viel Geld zahlen müssen. Er hat also keine finanzielle Erleichterung, weil du dein Gehalt behältst, da jemand anders das höhere Gehalt durch eine höhere Position bekommen wird. Er hätte Sicher nur gern seine erste Wahl für diese Position gehabt - dich :) aber wütend wird er bestimmt nicht sein. vielleicht erklärst du ihm nochmal, wieso du das nicht machen möchtest.

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Er braucht wohl jemanden für dem Posten und denkt du wärst gut geeignet dafür, klar freut es ihn das du nicht mehr Gehalt willst, aber er wäre gerne bereit gewesen etwas mehr zu geben um dich auf diesem Posten einzustellen.

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Ist es verwerflich nciht immer mehr zu wollen?

Kann man natürlich nicht pauschal sagen aber je nach dem was man macht ist man vielleicht eben genau darin hervorragend aber nicht daran in irgend eine Führungspostion zu wechseln. Ich sag's mal so: Hätte man Albert Einstein frühzeitig zum Rektor / Präsident einer Uni gemacht und ihn mit Verwaltungskram überhäuft, dann wäre das vielleicht eine großartige Uni geworden, aber die Relativitätstheorie hätte er nicht postuliert.

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Naja, es ist schon eher unüblich, dass Menschen auf ihrer Position bleiben. Vorallem hat er dich ausgewählt und hat dir eine Möglichkeit eröffnet. Das zeugt von Wertschätzung und Respekt dir gegenüber. Das Ausschlagen eines solchen Vorschlags könnte bei ihm tatsächlich auf Unverständniss stossen. Bspw. könnte er sich fragen ob du vielleicht vorhast in Kurze zu kündigen und woanders hinzugehen, da du dich nicht für die neue Position länger binden möchtest. (IMHO)

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