Ist es Ursache oder Folge von Klugheit, wenn man in der Schule gut ist?

... komplette Frage anzeigen

18 Antworten

Unser Schulsystem ist leider so einschienig fördernd, dass die Begabungen von Schülern gerade im kreativen Bereich zu wenig zum Tragen kommen.

Noten sagen nur sehr begrenzt etwas über Intelligenz aus. Soziale und praktische Intelligenz zum Beispiel bleibt meist außen vor. Gute Noten sind mehr das Resultat aus verschiedenen positiven Faktoren die zusammenwirken, wie Lernbereitschaft, Interesse, Förderung im Elternhaus, Beziehung zur Klasse und zur Lehrkraft usw.

Erbanlagen tragen da zwar auch zum Erfolg bei, aber nur mit den anderen Faktoren zusammen kommen Sie zur Geltung.

Ich kenne sehr gute Musterschüler, die in der Schule immer Bestnoten hatten, aber vom eigenen Intellekt her bei anderen Schülern nicht mithalten konnten.

Intelligenz ist Variable und wird durch die Anforderungen in der Schule gesteigert, keine Frage.

Gleichzeitig ist sie auch für das Bestehen Anforderungen ein entscheidender Faktor.

Demnach haben wir eine Wechselwirkung: Klugheit ( = Intelligenz?) ist Folge und Ursache von schulischer Bildung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst. In Wirklichkeit gibt es die verschiedensten Arten von Intelligenz. Die einen sind sehr nützlich für schulischen Erfolg, andere weniger.

Ob es einen erblichen Anteil an Intelligenz gibt, darüber streiten die Wissenschaftler ganz trefflich. Eine gute Schule sollte der Intelligenz förderlich sein, aber ob das Rezept dafür wirklich schon erfunden ist, weiß ich nicht.

Was in der Schule bewertet wird, ist nicht die Intelligenz, sondern die tatsächlich erbrachte Leistung. Vermittelt werden vor allem Fähigkeiten. Ganz ohne Faktenwissen geht das freilich nicht.

Wenn jemand ganz bestimmte Fähigkeiten hat, nennt man sie oder ihn "schlau".Ob das gerade die sind, die in der Schule vermittelt werden, wage ich zu bezweifeln. Den Fuchs nennt man schlau, weil er es vermag, die Gans zu stehlen.

Klugheit vermittelt die Schule des Lebens. Klug ist, wer imstande ist, in wichtigen Lebenssituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das kann Schule nicht vermitteln, dazu gehört Lebenserfahrung, die manchmal auch bitter ist.

Die Philosophie vermittelt Weisheit. Der Weise erkennt, das er bei weitem nicht so intelligent und klug ist, wie er gedacht hatte.

Habe nun , ach, Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie durchaus studiert mit redlichem Bemühn, nenn mit Magister, Doktor gar und zieh schon an die zehen Jahr hinauf, hinab die quer und krumm meine Schüler an der Nase herum. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Das wir gar nichts wissen können, das will mir gar das Herz verbrennen ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von sophie1235
11.05.2016, 15:48

Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst.

Eindeutig nein! Aber zum Glück sagst du das in den beiden Sätzen danach auch selbst, von daher brauche ich gar nicht viel argumentieren ;) , siehe:

In Wirklichkeit gibt es die verschiedensten Arten von Intelligenz. Die
einen sind sehr nützlich für schulischen Erfolg, andere weniger.

Habe nun , ach, Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch
Theologie durchaus studiert mit redlichem Bemühn, nenn mit Magister,
Doktor gar und zieh schon an die zehen Jahr hinauf, hinab die quer und
krumm meine Schüler an der Nase herum. Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor. Das wir gar nichts wissen können, das
will mir gar das Herz verbrennen ...

Woher kommt das?

0
Kommentar von interference
13.05.2016, 13:45

Lieber Ottavio, ich habe einige deiner Antworten gelesen. Du imponierst mir. Kompliment!

0

Ich würde sagen, dass zwar die Person schlau sein muss, aber nicht unbedingt im Sinne von Schlau, sondern schlau genug um genau das zu machen, was man in einer Schule machen muss, nämlich lernen. Deshalb hat man gute Noten.
Na gut, ein bisschen Schlauheit gehört dazu und Intelligenz. Denn wenn man schlau genug ist und sich nicht durch irgendwelchen Firlefanz dauernd ablenken lässt, in der Schule aufpasst, seine Hausaufgaben regelmäßig macht, und für die anstehenden Arbeiten lernt, bekommt man allein dadurch gute Noten und bringt es zu was. Man wird automatisch intelligent.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Würde sagen weder noch oder beides. Die Schule lernt einem halt das was man wissen müsste um zurechtzukommen - Lesen, Schreiben, Rechnen. Das Grundwissen sozusagen. Ansonsten kommt es auf das Kind an wo dessen Interessen sind - wenn es sich nicht für Lesen interessiert bekommt es das Wissen erst dort vermittelt. Wenn doch, wird ihm das Lesen in der Schule nichts bringen. Die Schule schafft einfach sozusagen einen gemeinsamen Nenner im Leben mit Anderen vielleicht.
Intelligenz selbst oder Klugheit kommen schätze ich aus vielen Richtungen. Schule, Umgebung, Interessen, ... Wobei Intelligenz von Wissen stark zu unterscheiden ist. Auch wer wenig Wissen hat, kann Intelligent sein. Klugheit würde ich eher auf Wissensseite einschätzen und das hängt mMn. sehr stark vom Lernen ab würde ich behaupten oder von den Interessen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das kann alles sein.

Manche schnappen zuhause genügend auf, manche lernen in der Schule, und manche werden durch die Schule am Lernen gehindert und würden sich das besser selbst aneignen.

Ich bin aber davon überzeugt, daß Intelligenz etwas damit zu tun hat, was an Interessen ans Kind herangetragen wird. Bei manchen passiert das schon früh im Elternhaus, vielleicht auch im Kindergarten, bei manchen wird Interesse in der Schule geweckt, und manche sind geborene Autodidakten, also Selbstlerner.

Hierbei ist aber sehr wichtig, daß das Kind früh mit lebenden Menschen zu tun hat, denn Medien erreichen die Kleinen nicht, das geht alles über persönliche Beziehung. Deshalb ist auch die frühkindliche Bindung an eine Person so wichtig.

Manche Schüler sind übrigens"gut", weil sie gut über das Hören lernen und dann das Aufgeschnappte wörtlich wiedergeben können - das hat aber nichts mit Intelligenz zu tun.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sowohl als auch wie auch zugleich nichts davon. Es gibt verschiedene Formen von intelligenz. Handwerkliches Geschick, Kreativität, emotional intelligent, Allgemeinbildung, etc.

Die schule bei uns bringt einem die Allgemeinbildung in einer klaren Linie bei in die wir nun mal hineingedrängt werden, nur weil jemand gute Noten heim bringt heißt es deswegen also nicht das der Mensch intelligent ist, lediglich das er gut im auswendig lernen ist. Ob er jetzt tatsächlich klug ist, ist etwas anderes.

ich kenne viele die einen immensen IQ vorweisen können, aber mit menschen empathisch zu agieren ist für sie enorm nerven aufreibenden bzw können manche das gar nicht.

umgekehrt kenne ich wieder welche die sind zwar lieb und mitfühlend, würden dir aus jeder Situation gutes zeigen wollen, sind aber leider dumm wie Brot. 

Manche die handwerklich geschickt sind und super nach Plan arbeiten können in Windes eile, aber etwas kreativ gestalten das Einen denken lässt 'wow das sieht geil aus' können sie nicht. 

Es gibt aber auch Leute die scheinbar wirklich alles können.

die schule lehrt dir das Grundwissen, aber tatsächlich intelligenter wird man nur mit Neugierde und Ausdauer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das sind IMHO zwei unabhängige Dimensionen. Man kann intelligent sein, und trotzdem arg mittelmäßige Noten haben. Man kann sehr gute Noten haben und trotzdem ziemlich knülle sein.

Sicherlich kann man, wenn man richtiggehend doof ist, auch keine besten Noten kriegen. Und man wird übelst schlechte Noten auch (mit minimalem Aufwand) zu vermeiden wissen, wenn man sehr intelligent ist. Aber alles dazwischen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Beides gleichzeitig.

Die Intelligenz hat genetische und umweltbedingte "Ursachen", die untrennbar ineinander verwoben sind, und die Schule spielt unter den Umweltfaktoren keine kleine Rolle, allein schon weil sie viel Zeit in Anspruch nimmt.

Mit dem Lernen von z.B. lesen und schreiben, rechnen usw lernt man nicht nur diese Fähigkeiten, sondern hat auch eine Basis um weiterführende intelligenzfördernde Dinge zu lernen, gelerntes und Intelligenz es schaukeln sich gegenseitig hoch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt Leute, die sind super klug und haben schlechte Noten.

Andere sind einfach nur dumm und bekommen gute Noten.

Dann gibt es natürlich die dummen mit schlechten und klugen mit guten Noten.

Ich bin der Meinung man muss da auch nach gelernter Intelligenz und sowas wie sozialer Intelligenz unterscheiden. Zudem danach, ob es pures Wissen oder auch im Leben hilfreich ist.

Es gibt Leute mit einser Abi, die es nach tausendfachem Üben nicht schaffen Wäsche zu waschen, obwohl sie es wirklich wollen. Klingt traurig, kenne ich aber.  

Ich denke ohne Schule wäre man daher nur auf eine andere Weise klug, aber trotzdem in einer Weise gebildet.

Daher denke ich sie wären gleich schlau, hätten aber einfach nur anderes Wissen, da das Gehirn andere Verknüpfungen bilden würde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was ist Klugheit?

Intelligenz ist eine Ursache für gute Noten und wissen eine Folge von gut in der Schule sein. Beides wichtig und beides kann gesteigert werden.

Jemand der von Natur nicht so intelligent ist, muss eben mehr arbeiten für gute Noten

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Würde sagen, es gibt Menschen die haben die Intelligenz vererbt bekommen.

Die Schule trägt natürlich einen großen teil dazu bei. Man lernt dort vieles.

Einige tun sich aber trotzdem beim lernen leichter, haben dadurch bessere Noten und die anderen tun sich halt schwerer. Aber Noten sagen auf keinen Fall alles über die Intelligenz aus, meiner Meinung!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Für hochbegabte ist die Schule oft ein Hindernis, weil sie sich langweilen wegen des langsamen Tempos.

Bei normalen Schülern ist es eine Frage, wie sie daheim auf das lernen in der Schule vorbereitet werden udn wie Dinge aus der Schule nachbearbeitet werden. Wie daheim die Fragen beantwortet werden und ob die Eltern Hausaufgabenhilfe geben, oder zumindest die Hausaufgaben kontrollieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja intelligenter sind sie da man in der schule lernt zu lesen und schreiben.  Kinder die nicht in die schule gehen privat Unterricht  oder manche müssen arbeiten 

Bei den 1. Kann es sein das die zeitig  studieren oder  nur "überwasser"gehalten werden 

Bei denen die arbeiten müssen  können zum Großteil weder lesen und schreiben  manche arbeiten auch damit sie zur schule  können .  Sie haben aber in ihrem "beruf"  sämtliche Kenntnisse  aber Kinder sollten nicht arbeiten  . Da sie sich körperlich noch entwickeln  .


 Oder was gibt welche wie mich.. Ich hab nie was für die  schule gemacht   war grundsätzlich zu faul aber in sämtlichen Prüfungen  nur 1er und 2er was mich dann im Durchschnitt auf 3.1 rettete :x

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Intelligente Person, mit z.B. einer Begabung für Logisches Verständniss kann einfacher gute Noten bekommen, als jemand der dies nicht hat. Diese müssen dann mehr lernen und bekommen oft dann in Fächern probleme die viel logisches Verständniss verlangen z.B. Mathe. Aber auch in anderen Fächern, die nicht nur auf Auswendiglernen basieren haben es begabte bzw. Intelligente viel einfacher.

Inteligenz ist aber kein Garant für Gute Noten, sondern nur eine Hilfe... Jemand der nicht mitmacht, aufpasst oder lernt hat kaum chancen auf gute Noten, da hilft auch Inteligenz kaum noch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Intelligenz, hat nichts mit Noten zu tun. Ich kenne jemanden, der ist super super schlau, aber leider zu faul. Meine Oma hat mir immer gesagt 

Intelligenz ist das was du machst, wenn du nicht weiter weißt.

Die Schule testet eigentlich nicht dein Wissen, also auch aber mehr dein Gedächtnis. Wenn du gut auswendig lernen kannst, schreibst du meistens auch gute Noten. Auf den Lehrer kommt es auch an.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hooks
10.05.2016, 08:39

Der Spruch Deiner Oma gefällt mir sehr gut. Denn Intelligenz ist eigentlich, wie man das erlernte Wissen in der Praxis anwendet und auf andere Dinge übertragen kann.

Und das lernt man dadurch, daß man viel mit Dingen hantiert, die einen interessieren. LEIDER wird in den Schulen alles über einen Kamm geschoren und es werden Dinge abgefragt, die einen nicht die Bohne interessieren.

Andererseits kann es sein, durch einen engagierten Lehrer, daß man sich für etwas zu interessieren beginnt, das nie interesant war für einen...

1

Meine Lehrer sagten immer:

Wenn du schlau und faul bist, dann bekommst du 2en und 3en,

Wenn du dumm und fleißig bist, bekommst du auch 2en und 3en, 

wenn du aber schlau und fleißig bist, dann stehst du überall 1.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Schule vermittelt Wissen. Zumindest sollte das dort geschehen ;-)

Aber mit deiner grundsätzlichen Intelligenz muss das nichts zu tun haben.

Zu diesem Thema gibt es auch unter Fachleuten unterschiedliche Meinungen.

http://www.bpb.de/mediathek/157133/was-hat-intelligenz-mit-bildung-zu-tun

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Beides, das bedingt sich wechselseitig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?