Ist es unnormal/krank nicht zu wissen, wann man gehen und sich verabschieden soll ... Wenn nicht, kann man dies schon als krankhaft/asozial bezeichnen?

8 Antworten

Das Problem bei solchen Angelegenheiten ist, daß keiner wirklich ausspricht, was er meint. Irgendwie reden alle um den heißen Brei herum. Das ist zwar so üblich, aber ziemlich kontraproduktiv, wenn man nicht gelernt hat, mit diesen Spielregeln perfekt umzugehen. 

Du hast erkennen lassen, daß Dir das leid tut und damit sollte es gut sein. Für die nächsten Male rate ich Dir, einfach eine Zeit zu verabreden. "Du, ich bleibe so bis um 16.00 Uhr, ist das gut?". Damit kannst Du vorher schon signalisieren, daß Du nicht lästig fallen willst. Und wenn dann der Zeitpunkt kommt, gehst Du dazu über, Dich langsam davonzumachen. Wenn jemandem daran liegt, daß Du noch bleibst, wird er das sagen. Und dann kannst Du einen neuen Zeitpunkt anbieten: "O. k., dann bleib ich noch bis 20.00 Uhr" oder so in der Art. Damit bleibst Du höflich und gehst dem Problem mit dem Taktgefühl für's Erste aus dem Weg. Gruß, q.

Du wächst offensichtlich in einem asozialen Elternhaus auf. Denn wäre Dein Elternhaus sozial fähig würden Deine Eltern Dir solche Fragen beantworten und es nicht zulassen dass Du unwissend in solche Situationen gerätst. 

Lasse mich aufdröseln: 

Du hast Grenzen gegenüber Anderen offensichtlich nicht kennen gelernt. Sonst wären sie Dir bekannt. 

Das ist weder asozial an sich noch schlimm. Denn es lässt sich erlernen. 

Du warst dort für einen bestimmten Zweck. Es ist üblich, ist dieser Zweck erfüllt zumindest anzubieten sich nun zu verabschieden. Je nach eigenem Charakter und Situation fällt die entsprechende Handlung oder auch Frage anders aus. Setze Dich also hin und schreibe von Hand auf Papier solche Situationen mal als Übung auf. Wird Dir nützlich sein. 

Dann ist es in sozial gesunden Kreisen überall auf der Welt üblich sich für angebotenes Essen zu bedanken. Und in der Regel die Mühe der Hausfrau zu loben. 

Unter dem Strich möchte ich Dir dringend ans Herz legen einen Benimmkurs zu belegen. Da werden solche Verhaltensweisen erlernt. 

Nicht dass wir uns missverstehen: 

Gerade Kinder reicher Eltern besuchen solche Benimmkurse gerne. Denn sie wissen: 

Ohne richtiges soziales Verhalten ist eine Karriere schon im Ansatz verbaut. 

Und sie wissen auch: Auch Eltern sind Menschen. Sie mögen schon manche Benimmregeln vermittelt haben da sie sie kennen. In einem Kurs kann aber noch mal auf andere Weise geübt und gelernt werden. 

Ich hatte auch dieses Problem. Ich war bei meinem Kumpel und wir haben gezockt, War gerade Wochenende. Ich wollte eigentlich schon früher gehen, hab aber schlussendlich bei ihm übernachtet. Tja, peinlich war dass seine Mutter um drei in der Früh nach Hause gekommen ist und uns beim Zocken erwischt hat.

Sowas passiert halt, aber man lernt sehr wohl daraus. Das nächste Mal wenn man in so eine Situation kommt, erinnert man sich an diese eine unbequeme Situation und schon denkt man sich, dass man diesen Fehler nicht noch einmal machen will. Die einen kapieren das schon nach dem ersten Mal, andere brauchen eben mehrere Lektionen.

Das ist der gleiche Lernprozess wie wenn ein kleines Kind sich die Hand auf der Herdplatte verbrennt, weil es nicht wusste dass es weh tut eine heiße Herdplatte anzufassen.

Wegen der Muslima würde ich eine Zeit lang warten und dann wieder mit ihr reden und mich bei ihr bzw. bei ihren Eltern revanchieren dass sie dich eingeladen haben. Du musst halt eben warten und Gras darüber wachsen lassen, ist dann aber wieder alles in Ordnung. Ich gehe einmal davon aus das dir schon Schlimmeres passiert ist und dann auch wieder alles gut war. 

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