Ist es theoretisch möglich ein Stadtviertel lahmzulegen.?

12 Antworten

Jain. Vom Computer aus ist das immer noch ein bisschen zu sehr Drehbuch-science-fiction. In der Regel sind systemkritische Netzwerke wie Strom- Wasser- Erdgasversorgung oder Verkehrssignale nicht an einem frei von außen zugänglichen Netzwerk angeschlossen. Der Aufwand sich da von außen einzubringen wäre schon ein größerer und würde gegebenen Falles Mittelsmänner vorort benötigen.

Aber das ist auch gar nicht zwingend erforderlich. Man muss nur wissen wo die Versorgungsleitungen verlaufen, dann kann man das recht zuverlässig auch ohne Computer schaffen.

In Berlin war der Stadtteil Köpenick (ca 67.000 Einwohner) vor zwei Jahren für 31 Stunden ohne Strom. Es war der längste und zugleich großflächigste Stromausfall der Stadt seit Jahrzehnten und ging über mehrere Tage. Was war passiert? Kein Hackerangriff, keine spinnenden Computersysteme, kein kritischer Bug. Nö, bei Bauarbeiten zerstörte ein Bagger schlicht zwei parallel laufende Stromleitungen und hat dem Stadtteil damit den Hauptstromzufluss abgeklemmt.

Woher ich das weiß:Beruf – selbstständiger Dienstleister und Nerd

Ja, das ist theoretisch möglich.

Kürzlich wurde durch einen Hack in den USA eien größere Öl-Pipeline sabotiert (und noch was, habs nimmer im Kopf) und dann war da ja noch Stuxnet.

Also ist es grundlegend möglich sich in entsprechend wichtige Systeme zu hacken.

Sollte es also geligen sich Zugang zum entsprechenden Umspannwerk zu verschaffen und sollte es möglich sein, so einzugreifen, daß es zu Schäden bzw. einer entsprechenden Störung kommt, dann ja, könnte man ein Quartier auch "stromlos" bekommen.

Ja, es ist sogar sehr einfach, wenn man sich a) die marode IT-Infrastruktur ansieht und b) wie einfach es ist, sich Dinge selbst dank dem Internet beibringen. Ein "reinhacken" in die Stromversorgung ist also problemlos mit entsprechendem Fachwissen möglich. In den USA haben Hacker vor kurzem die Ölversorgung auf ähnliche Weise gekappt, die USA hat Uranzentrifugen mittels Computerviren praktisch zerstört, je mehr alles vernetzt ist, umso einfacher wird es für jemand mit genug Motivation und Wissen sein, hier Schindluder zu betreiben.

die USA hat Uranzentrifugen mittels Computerviren praktisch zerstört

HÖR' BLOSS AUF!

Das Mistteil damals war echt übel und ich will gar nicht dran denken, was in den vergangenen 11(!) Jahren alles noch Fieseres zusammengebastelt wurde...

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sehr unrealisch aber nicht ausgeschlossen. ich sag mal der unbedarfte windows-user von nebenan kriegt das mit sicherheit nicht hin. aber jemand mit insiderinformationen und dem nötigen technischen know how KÖNNTE da was auslösen.

ich war schon in einigen schaltstationen und weiß ungefähr wie die ticken. und ich weiß sogar bei uns in der gegend, wie ich die ein oder andere schaltwarte erreiche. aber die nötigen passwörter für die betreffenden eingriffe habe ich nicht.

da wäre es für mich einfacher, eine "bombe" zu basteln, mit der ich so ne trafostation lahmlege bzw. zerstöre. die physikalischen schwachstellen kenne ich, ich bräuchte nicht mal sprengstoff oder so... aber mehr kann, will und werde ich nicht verraten!

lg, anna

Naja wenn man so etwas vor hätte müsste man sich da erst mal zumindest einige Stunden oder Tage vorbereiten. Ich weiß nicht wie stark solche z.B. Umspannwerke vernetzt sind, berichte das so manche kritische Infrastruktur veraltete Systeme nutzt die auch noch im Internet hingen gab es leider schon öfter.

Wenn du dich generell für Blackouts interessierst würde mir dazu spontan der Roman Blackout einfallen der zumindest teilweise auf Fakten basiert (aber natürlich trozdem ausgedacht ist) und ein Talk von einem Chaos Event:  https://www.youtube.com/watch?v=yaCiVvBD-xc Beides beschäftigt sich aber wenn ich mich richtig Erinnere eher mit größeren, Flächendeckenden Blackouts.

In den meisten Fällen dürfte so was aber nicht trivial sein, ein mal was eingeben ist da nicht (außer man hat so einen Angriff halt schon vorbereitet und muss ihn nur noch starten).

Woher ich das weiß:Beruf – working in IT

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