Ist es strafbar zu sagen, dass der Holocaust Fake war?

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6 Antworten

Ja ist es.

Anwendbare Paragraphen wurden hier ja schon angegeben. Je nach Fall können mehr oder weniger "angewendet" werden.

Es gibt Fälle, wo Leute härter bestraft wurden als voll Schuld fähige Mörder oder Vergewaltiger. Ich heiße solche Taten, ob damals oder heute, natürlich nicht gut, aber es gibt Leute die sagen das ist schlimmer als Mord, aber naja.

Es gibt einen Fall  eines französischstämmigen Publizisten der hier in DeutschIand zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde (war in den späten 50ern). Es wurden mehrere Paragraphen herangezogen, wobei im 1. Anklagepunkt 4 oder 5 Jahre mehr als das gesetzl. Höchstmaß verhängt wurde. Ich weiß leider den Namen nicht mehr, da muss ich nochmal nachgucken.

Was ich jetzt hier geschrieben habe ist natürlich nicht strafbar, aber allein dafür gibt´s ja wieder Leute die mich am liebsten steinigen würden. Es darf halt nur gesagt werden was "schön oder recht" ist.

Ja, gemäss §130 StGB, allerdings nur, wenn es in einer Weise geschieht, die den öffentlichen Frieden stört.

Ja, sowas nennt man Holocaustleugnung. Das ist strafbar.

Was würde man dafür als Strafe erhalten

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@TeenageBoii § 130 Strafgesetzbuch: Volksverhetzung (1985, Ergänzungen 1992, 2002 und 2005)

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. (…)

(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird
bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus
begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches
bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen
Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet
oder verharmlost.

(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird
bestraft, wer öffentlich oder in einer Versammlung den öffentlichen
Frieden in einer die Würde der Opfer verletzenden Weise dadurch stört,
dass er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft
billigt, verherrlicht oder rechtfertigt. (…)

§ 189 Strafgesetzbuch: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (1985, ergänzt 1992)

Wer das Andenken eines Verstorbenen verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 194 Strafgesetzbuch: Strafantrag

(1) Die Beleidigung wird nur auf Antrag verfolgt. Ist die Tat durch
Verbreiten oder öffentliches Zugänglichmachen einer Schrift (§ 11
Abs. 3), in einer Versammlung oder durch eine Darbietung im Rundfunk
begangen, so ist ein Antrag nicht erforderlich, wenn der Verletzte als
Angehöriger einer Gruppe unter der nationalsozialistischen oder einer
anderen Gewalt- und Willkürherrschaft verfolgt wurde, diese Gruppe Teil
der Bevölkerung ist und die Beleidigung mit dieser Verfolgung
zusammenhängt. Die Tat kann jedoch nicht von Amts wegen verfolgt werden,
wenn der Verletzte widerspricht. Der Widerspruch kann nicht
zurückgenommen werden. Stirbt der Verletzte, so gehen das Antragsrecht
und das Widerspruchsrecht auf die in § 77 Abs. 2 bezeichneten Angehörigen über.

(2) Ist das Andenken eines Verstorbenen verunglimpft, so steht das Antragsrecht den in § 77 Abs. 2 bezeichneten Angehörigen zu. Ist die Tat durch Verbreiten oder öffentliches Zugänglichmachen einer Schrift (§ 11
Abs. 3), in einer Versammlung oder durch eine Darbietung im Rundfunk
begangen, so ist ein Antrag nicht erforderlich, wenn der Verstorbene
sein Leben als Opfer der nationalsozialistischen oder einer anderen
Gewalt- und Willkürherrschaft verloren hat und die Verunglimpfung damit
zusammenhängt. Die Tat kann jedoch nicht von Amts wegen verfolgt werden,
wenn ein Antragsberechtigter der Verfolgung widerspricht. Der
Widerspruch kann nicht zurückgenommen werden. (…)

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@TeenageBoii

Wer solch ein gedankengut vertritt und verbreitet sollte direkt des landes verwiesen werden

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@ZinniMinni1

Und wohin? Wieso sollte Deutschland seine Straftäter einem anderen Land aufs Auge drücken können?

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Ja ist es in Deutschland und das behaupten nur Dummköpfe die nichts gelernt haben.den dazu hat und gibt es genug beweise,

Wenn Du das Wort fake durch leugnen ersetzt, merkst Du vielleicht was..

Sehr schwacher Artikel. Die Gesetzeslage in DE wird gar nicht beleuchtet, darum sollte es in 1. Linie gehen. Und dann erst um die Geschichte und einzelne Leugner.

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@iq1000

Eigentlich stehts kurz drin. Die Behauptung "Fake" bedeutet letztendlich Leugnung.

"In anderen Staaten, darunter allen deutschsprachigen (Deutschland,
Österreich, Liechtenstein, Luxemburg und Schweiz), ist Holocaustleugnung ein eigener Straftatbestand oder unter bestimmten Umständen als Rassenhass, Verleumdung oder „falsche Nachricht“ strafbar (siehe Gesetze gegen Holocaustleugnung)."

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetze\_gegen\_Holocaustleugnung

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@BiggerMama

Fake oder Leugnung ist doch das selbe. Dein Link ist auf jeden besser und trifft den Punkt. Danke.

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