Ist es so wie es scheint?

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7 Antworten

Auch die hoch entwickelten Tiere mit ausgeprägt differenziertem Verhalten sind noch immer stark von ihren Instinkten gesteuert. Aus dem komplexen Feld des Jagdverhaltens bei Wölfen hat der Mensch in vielen tausend Jahren die Hunde auf spezielle Anteile dieses Verhaltens gezüchtet, so z.B. auf das Bringen der Beute, was besonders bei der Niederwildjagd angezeigt ist.  Auf den Auslöser eines kleines bewegten Gegenstandes, der - meist in Sichtweite niedergeht - rennt der Hund nach Aktivierung dieses Instinktes zu dem Ort, wo das Objekt niedergegangen ist, ergrift es und bringt es seinem Rudelführer, dem Menschen. Das Auslebenkönnen eines Instinkes ist immer mit einer positiven Gefühlskomponente verbunden.

Beim Hund kommt dann noch die spezielle Zuwendung und das belohnende Wort des Menschen hinzu, wenn er seine Aufgabe zufriedenstellend gelöst hat. Die Belohnung wirkt sich dabei so aus, dass das Tier in einer zukünftigen vergleichbaren Situation eine nochmals etwas höhere Bereitschaft zeigt, die spezifische Aktivität tatsächlich auszuführen.

Bilanz: Der Hund denkt vermutlich in diesem Funktionskreis relativ wenig. Er handelt instinktgebunden, indem eine spezifische Bereitschaft mit einer definierbaren Antriebsenergie für das Apportieren vorliegt, die dann in Aktion tritt, wenn der Schlüsselreiz, d.h. das Fortfliegen eines kleineren Gegenstandes wahrgenommen wird. Die Belohnung am Ende der Aktion wirkt insoweit verstärkend, dass in der Zukunft solche Handlungen immer wieder gezeigt werden und sich auch nur sehr langsam ermüden lassen.

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Abgesehen davon, dass Stockwerfen tabu sein sollte (Verletzungsgefahr), so ist von Win - Win Situation auszugehen. Hund will gefallen und wird gelobt. Mensch will seinen Hund bespaßen und freut sich.

Einigen Hunden ist apportieren angeboren. Sie brauchen das als Ausgleich für ihnen entsagte Arbeit. Andere Hunde erzieht man dazu. Und wieder andere Hunde werden mangels Alternativen zur ihrer eigentlichen Bestimmung zum Apportierjunkie.

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Solang der Hund nicht sichtbar unter der Prozedur leidet, kann man es machen. Ansonsten: Reine Spekulation. Nicht mal bei uns Menschen können wir sicher von scheinbaren Äußerungen auf ihr wahres inneres Empfinden schließen. Und bei Hunden: Wer war schon Hund und hat mit ihnen tausende Gespräche geführt, um einen Eindruck von der Hundeseele wiederzugeben. Die verständnisvolle Unterhaltung mit einem einzigen Hund reicht leider nicht aus, um auch nur annähernd auf viele Hunde schließen zu können.

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Das kann auch sowohl Jagd- (der Stock ist interessant, so lange er durch die Luft fliegt) als auch Beuteverhalten (der Stock ist auch dann noch interessant, wenn er schon längt irgendwo gelandet ist und der Hund zum Apport geschickt wird) sein.

Man muss da aber sehr aufpassen.
So ein Stock kann splittern. Im besten Fall hat der Hund dann "nur" einen Splitter im Maul. Im schlechtesten Fall rammt sich der Hund den Stock in den Gaumen/Rachen - alles schon gesehen, sehr schlimm sowas.

Außerdem kann man sich so auch 1a einen Stöckchen- oder Balljunkie heranziehen. Da muss man drauf achten, dass man da recht dosiert spielt und sich evtl. alternative Spiele suchen.

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Naja , da ein Hund viel laufen muss und auch so ( meist ) aktiv ist, denke ich er macht es weil er daran Spaß hat. Einerseits will er sein Herrchen was gutes tun.

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Vielleicht hat er Spaß dabei, wenn er es für den Besitze macht, weil der Hund denkt, dass der Besitze Spaß hat.

Ich denke, es macht ihm Spaß.

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Weil er selbst Spaß dran hat. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben dass das "Stöckchenspiel" auf Hunde wirken wie Drogen, sie können sogar süchtig und abhängig davon werden, weshalb geraten wird das nicht mit ihnen zu spielen.

Stattdessen sollte man ihnen richtiges Apportieren beibringen.

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