Ist es so etwas komisches,wenn man getauft ist und sich trotzdem nicht konfirmieren lässt?

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10 Antworten

Es ist nicht komisch, sondern das kommt immer wieder mal vor. Die Taufe findet meist in sehr frühen Jahren des Kindes statt, was bedeutet, dass die Eltern für das Kind entscheiden, weil das Kind selbst diese Entscheidung noch gar nicht treffen kann.

Bei der Konfirmation ist das Kind, oder eigentlich der Teenager jedoch selbst fähig, für sich selbst zu entscheiden. Wenn man selbst nicht an Gott glaubt, so sollte man sich auch nicht konfirmieren lassen, was die evangelische Kirche betrifft (vergleichbar ist es auch in anderen Kirchen, nur dass es da wohl nicht unbedingt die Konfirmation ist).

Wenn Dir da jemand mit Unverständnis begegnet und fragt: "Aber du bist doch getauft?" oder sagt:"Alle machen das, und es gehört dazu." Dann würde ich auf die Frage antworten, dass nicht ich mich für die Taufe entschieden habe, sondern meine Eltern und wenn ich nicht an Gott glaube, wäre meine Konfirmation eine Lüge. Auf die Aussage, "alle machen das und es gehört dazu" würde ich mit dieser Frage antworten:"Und wenn alle von einer Klippe springen, soll ich mitspringen, oder was?" Ich bin zwar gottgläubig, aber mir ist wichtig, dass die Entscheidungsfreiheit respektiert wird. Niemand hat das Recht über jemand anderen hinweg zu entscheiden oder die Entscheidungen eines anderen entsprechend in Frage zu stellen.

Wenn man nicht an Gott glaubt, sollte man sich auch nicht konfirmieren lassen. So einfach ist das. Manche machen das trotzdem und dann nur wegen dem Geld. Das wäre falsch und verwerflich, denn es wäre eine bewusste und absichtliche Lüge, anderen vorzumachen, man würde an Gott glauben.

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außer die wenigen katholischen natürlich

Die werden wohl zur Firmung gehen und entsprechend Firmunterricht nehmen.

Ich wollte mich nicht konfirmieren lassen, weil ich nicht an Gott glaube und es meiner Meinung nach eine Lüge gewesen wäre.

Dies ist völlig richtig so. Bei uns katholiken wäre es (zumindest offiziell) sogar verboten, sich firmen zu lassen, ohne an Gott zu glauben.

Jetzt ist das große Gesprächsthema natürlich, welches Kleid auf der Konfi getragen wird und so weiter.

Typisch für 90% der Leute: Die Konfirmation ist nur irgend eine Feier, wo es um Geschenke, Kleider, ... geht; Religion spielt keine Rolle.

stoße ich meistens auf Unverständnis

Würdest du in einer anderen Stadt wohnen, würdest du wohl auf Unverständnis stoßen, wenn du dich konfirmieren lassen würdest.

Ist es total komisch/blöd, wenn man getauft ist und sich nicht konfirmieren lässt?

Nein. Falls du nicht (mehr) an Gott glaubst, ist das selbst nach kirchlicher Ansicht die richtige Entscheidung.

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Nein, die Entscheidung getauft zu werden hast du schließlich nicht selber getroffen. Wenn du nun feststellst, dass du nicht gläubig bist, ist es völlig ok wenn du dich nicht konfirmieren lässt. Viele machen das eh nur wegen des Geldes.

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Überhaupt nicht komisch! Bemerkenswert dass Du Dir in dem Alter schon solch rebellischen Gedanken machst. Schon mal überlegt warum man mit 14 konfirmiert wird und nicht 4 Jahre später? In dem Alter sind die wenigsten schon gefestigt und werden so einfach von der Kirche durchgewunken obwohl fast niemand mehr die Phantastereien glaubt. Die Schäfchen sollen sozusagen "ins Trockene gebracht werden". Außerdem beachtenswert, dass Du damit freiwillig auf eine, in dem Alter riesige, Geldsumme verzichtest nur um keine Lüge zu leben.

Ich finde das gut.

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Nein, das ist alleine deine Entscheidung. Wenn du es nicht willst brauchst du es doch nicht. Sag einfach, wie es ist und das sollten die anderen auch akzeptieren. Werden sie bestimmt auch, denk ich.

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Die Konfirmation ist seit der Reformationsschrift "Vom babylonischen Exil" von Luther (der nun mal den Protestantismus geprägt hat) kein Sakrament mehr. So muss man sich ernsthaft fragen, ob eine Konfirmation überhaupt notwendig ist.

Ich habe mich in deinem Alter auch nicht konfirmieren lassen, denn ich wollte es nicht wegen den anderen und Geld machen. Mit der Säuglingstaufe, die wie bei mir und vielen anderen durchgeführt wird, hast du ja im Endeffekt kein Okey abgegeben. Eine Konfirmation ist eigentlich nur eine Schicklichkeit in meinen Augen, also ist es nicht blöd dies kritisch zu hinterfragen.

Ich würde dir nur raten, selbst mal die Schrift zu lesen (ganz) und dir eine eigene Meinung zu bilden, denn meist "weiß" man mehr Halbwissen und Unwahrheiten, die im Text so überhaupt nicht stehen. :-)

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Nein, es ist doch deine Entscheidung.
Außerdem wurdest du ja nicht gefragt, als du getauft wurdest.
Wenn du nicht an Gott glaubst und nicht konfirmiert werden willst, ist das doch völlig in Ordnung.

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Meiner Meinung nach verhältst du dich völlig korrekt, im Gegensatz zu manchen Gleichaltrigen. - Wenn man nicht an Gott glaubt, dann sollte man sich ehrlicherweise auch nicht konfirmieren lassen. Sonst wäre es, wie du selbst festgestellt hast, eine Lüge.

Dabei ist es auch unerheblich, ob du als Kleinkind getauft worden bist, denn auch die Taufe ersetzt vor Gott nicht den Glauben und ist somit bis heute wertlos. Getauft wurdest du schließlich "passiv" und nicht aus eigenem Entschluss.

Du hast dir für dein Leben bis jetzt noch nichts vergeben und wenn du später doch noch zum Glauben an Gott und unseren Erlöser Jesus Christus kommen solltest, stehen dir bei Gott immer noch alle Türen offen. Und nur das zählt.

Ich würde dir allerdings empfehlen, später, mit etwas mehr Reife das Thema Gott und Religion neu aufzugreifen und nicht etwa für immer abzuhaken. Der Horizont erweitert sich mit zunehmendem Alter und eine Beziehung zu Gott "lohnt" sich, aus meiner Erfahrung gesprochen. Viel Glück! LG homme

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Nein, was soll daran komisch sein?
Deine Taufe war schließlich nicht freiwillig.

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Nein, das ist absolut okay.

Die Bürde der Taufe wurde dir als Kleinkind auferlegt, ohne dein Einverständnis. Das ist wirklich nicht deine Schuld und du brauchst dich für nichts rechtfertigen.

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