Ist es sinnvoll ein Unterhaltsschreiben einer Ex-Freundin mit gemeinsamen Kind zu unterschreiben welches sie selbst verfasst hat?

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6 Antworten

Das kommt darauf an wie das formuliert ist.

Wenn es ein Anerkenntnis ist, musst du zahlen, auch wenn es zu hoch ist. Dann wird mit dem Schreiben eine Pflicht begründet. z.B.: 

Ich erkenne an Unterhalt Höhe von yy zu zahlen

Wenn es als Bestätigung formuliert ist, dass du unterhaltsverpflichtet bist und derzeit den Betrag x monatlich zahlst, ist das unproblematisch, es wird keine Pflicht begründet:

ich zahle für meinen Sohn x derzeit monatlich Unterhalt in Höhe von yy Euro

Guter Tipp, vielen Dank!

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Wenn es ein Anerkenntnis ist

Wenn es keine Anerkenntnis sein soll, dann sollte das unmissverständlich drinn stehen. Also derart "dies stellt keien Anerkenntnis über die Höhe des geschuldeten Unterhalts dar, sondern diehnt ausschließlich dem Nachweis über die Höhe des derzeit tatsächlich geleisteten Unterhalts gegenüber Dritten."

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Du kannst folgende Berechnung machen:
Dein Nettoeinkommen x 12 + Weihnachtsgeld / 12- 5% =Bereinigtes Nettoeinkommen.
Dann in der Düsseldorfer Tabelle schauen wie hoch der Unterhaltsanspruch ist. Vom Kindergeld, was wahrscheinlich die Kindesmutter erhält, die Hälfte abziehen (das steht Dir als Unterhaltspflichtigem zu). Sollte das in etwa die Summe sein ist eine vorbehaltliche Unterschrift ok.
Besser zum Jugendamt. Die berechnen das genauer. Auf keinen Fall ein Urkunde unterschreiben.

Sie würde das Schreiben für das Finanzamt und für eine Änderung der Steuerklasse benötigen

Dem ist sicherlich nicht so!

Kindesunterhalt kann sie nirgendwo steuerlich für sich geltend machen, und für eine Änderung der Steuerklasse benötigt sie auch kein Schreiben von dir!

Da reicht die Geburtsurkunde, damit sie StKl II bekommt, wen sie denn mit dem Kind alleine lebt.

Hast du dir auch den halben Kinderfreibetrag für die Steuer gesichert?

Danke für Deinen Rat! Du meinst die Hälfte des Kindergelds?
Ja, ist in der Unterhaltzahlung berücksichtigt.

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@Johnbobs

Das auch, ich meinte eigentlich den Eintrag auf dem, was man früher "Steuerkarte" nannte (heute geht man ja nur noch zum Finanzamt und lässt dort einen Freibetrag eintragen. Dir steht ein "halbes" Kind zu, da du ja Unterhalt zahlst..

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@passaufdichauf

Achso, jetzt weiß ich was mit Kinderfreibetrag gemeint war. Ja, das halbe Kind ist auf meiner Lohnabrechnung berücksichtigt.
Danke für Deinen Hinweis! Jeder Rat ist gut!

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Da Du ganz offensichtlich weder von der Rechtsverbindlichkeit einer außergerichtlichen Unterhaltsvereinbarung noch von der Berechnung des Unterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle einen Plan hast, würde ich dringend die Konsultation eines Anwalts für Familienrecht empfehlen. Die Kosten für das Erstgespräch dürften überschaubar sein.

http://www.elternvereinbarung.de/verbindlichkeit.php

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_tabelle/Tabelle-2016/index.php

man kann auch zum Jugendamt gehen. Dort ist es auch kostenlos.

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@toomuchtrouble

Das Jugendamt wollte mich nicht beraten. Die dürfen laut Gesetz wohl nur den Elternpart beraten, welcher das Kind betreut.
Wollte mir die Kosten des Anwaltes sparen und dacht, das Jugendamt kann mir helfen. Aber nein, keine Chance.

Wieviel Unterhalt ich für meinen Sohn bezahle, habe ich natürlich schon rausgesucht. Schwieriger wird es, den Unterhalt von der Ex-Freundin zu berechnen. Denn 2-3 Jahre nach der Geburt ist der Kindesvater der Kindesmutter unterhaltspflichtig. Jedoch gibt es keine klaren Aussagen wie hoch der Betreuungsunterhalt der Ex-Freundin ist.

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Geh zu einem Anwalt für Familienrecht und lass Dich beraten!

es ist nie sinnvoll, etwas zu unterschreiben, womit man eigene pflichten besiegelt

ich würde es ihr nicht unterschreiben

ich würde es auch nicht unterschreiben! 

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