Ist es sinnvoll die Moral/Sitten/Gebräuche/Religionen der eigenen Kultur zu hinterfragen oder mache ich mir damit nur unnötigen Stress?

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15 Antworten

Natürlich macht das Sinn. Niemand sollte blind irgend welchen Regeln folgen, nur "weil die schon immer da waren" oder "weil der König/Papst/Oberheini das sagt".

Das ist sogar dringend nötig, denn wir leben in einer Zeit in der man an einem halben Tag jeden Punkt auf dem Planeten besuchen und in 15 Minuten jeden Punkt auf dem Planeten mit einer Rakete zerstören kann. Da ist es wichtig, das wir das nicht nach irgend welchen Jahrhundertealten Regeln für das Zusammenleben irgend einer Hirtengruppe tun. Wir müssen das positive für alle behalten, den Rest endlich über Bord werfen und zu einem neuen Regelwerk kommen. Zum Beispiel dem Evolutionären Humanismus.

Aber es kostet natürlich Kraft. Es ist anstrengend sich zu bilden, es ist anstrengend selbst nachzudenken und dann noch mal anstrengend wenn die ganzen Leute die das nicht tun und bequem bleiben mit ihren alten Regeln auf dich einstürmen, dich diskriminieren, beschimpfen, ...

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Kommentar von mariontheresa
26.11.2016, 10:58

Zumal, wenn die Oberheinis alte senile Männer sind.

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Sinnvoll, wie ich meine,
weil du dir von allem ein eigenes Bild machen sollst,
dir eine eigene Meinung bilden sollst,
eine eigene Wahrheit finden sollst,
auch gerne neue gute Ideen haben sollst,

damit du für dich selbst die richtigen Entscheidungen treffen kannst und damit du dich weiterentwickeln kannst.

Leben ist ja stetige Veränderung.

Wenn du also Altes Gut hinterfragst, so kommst du sicherlich auf viele für dich wertvolle Denkansätze und Erkenntnisse, die du in deinem Leben immer wieder gebrauchen kannst.
Andererseits aber kannst du auch Fehlerhaftes entdecken bzw. erkennen, dass sich in einigen Bereichen Denkveränderungen besser machen, günstiger sind.

Alles ist ja von Menschen gemacht, also zum einen sicherlich fehlerhaft und zum anderen nicht mehr zeitgemäß.

Ob es nun auch bzw. nur Stress für dich ist, ist wohl sicherlich auch von deinem Ziel, von deinem Vorhaben, dass du damit in Verbindung bringst, abhängig.

Ich persönlich verbinde damit sehr viel wertvolle Bewusstseinserweitung, die mir gute Dienste leisten will.

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Viel mehr zum Guten hin könnte bewegt werden, wenn jeder sein eigenes Denken hinterfragt.

Religion als solche mitsamt ihren Folgen ist u. a. auch das Symptom dafür, daß Menschen für gewöhnlich nur das Denken anderer hinterfragen wollen.

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War es unnötiger Stress, dass die Bevölkerung Europas die Moral/Sitten/Religion ihrer eigenen Kultur hinterfragt hat, irgendwann zur Erkenntnis kam, dass Inquisition und Hexenverbrennungen nicht richtig sind, das Joch der Religionen zugunsten selbstbestimmter, nachvollziehbarer Regeln abgeworfen hat und schliesslich allen Menschen gleiche Rechte einräumte?

Das war mehr als Stress. Das war Kampf, Opferbereitschaft und Todesmut. Aber unnötig war es nicht. Diesem Hinterfragen verdanken wir es, dass wir heute in Europa ein menschenwürdiges Leben führen dürfen.

Und damit allen Menschen weltweit ihre Menschenwürde zugestanden wird, müssen noch viele solche Hinterfragungen stattfinden. Die des Islam, der den Menschen jeder Würde beraubt und ihn zu einem ergebenen Sklaven eines willkürlichen Gottes reduziert. Die des Hinduismus, die die Ungleichheit der Menschen in einem Kastensystem einzementiert. Und noch vieler anderen Kulturen, die ich nicht kenne.

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Kommentar von Zicke52
26.11.2016, 12:04

Ergänzung: Und auch in Europa und in anderen menschenrechtskonformen Gesellschaften ist der Weg noch nicht zu Ende, auch wenn ein wichtiger Teil zurückgelegt ist. Und er wird auch nie zu Ende sein, denn solange die Menschheit besteht, wird sie sich verändern. Und unser Streben sollte sein, dass diese Veränderung immer in Richtung mehr Menschlichkeit geht.

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Wenn einst ein Höhlenmensch beim Tragen schwerer Lasten sich nicht gefragt hätte, ob es nicht auch anders geht, hätte er das Rad nicht erfunden.

Ja, es ist sinnvoll. Es sollte aber nicht dein ganzes Denken und Handeln bestimmen. Und du solltest dir darüber im klaren sein, dass du damit deinen Mitmenschen gehörig auf die Nerven gehst.

 

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Absolut. Man sollte alles hinterfragen und überdenken, aber nicht alles auf einmal :)
Es ist zum Teil anstrengend, aber es sollte einem ins Blut übergehen sich zu allem eigene Gedanken zu machen.

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ich schätze mal, es ist ein Zeichen von Intelligenz, wenn man nichts, was man vorfindet und was einen umgibt und beherrscht, als selbstverständlich hinnimmt. sondern in Frage stellt, überprüft, sichtet - und was gedeihlich ist, was mir hilft n besserer Mensch für mich und meine Mitmenschen zu sein, das bewahre ich und pflege es. Und das andere geb ich weg. Ist wie n Verdauungsvorgang.

Natürlich soll und kann man nicht jetzt die ganze Vergangenheit und Geschichte des eigenen Volkes in Frage stellen und verleugnen. Bei nem Baum kommt der Gärtner und schneidet schlechte Triebe ab, aber er sägt nicht den ganz Baum ab, bloß wenn mal n fauler Apfel dran hängt oder n Ast statt grün trocken und braun wird.

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Es macht immer Sinn alles zu hinterfragen.

Das zeugt davon dass du deinen gesunden Menschenverstand gebrauchen kannst.

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Ein "Falschgeldexperte" kauft sich auch nicht Bücher über Fälschungen sondern nimmt sich die "echten Scheine" zum Vergleich mit den falschen vor, um Fälschungen zu erkennen.

So ist es auch bei unserem ewigen Gott.

"Sein Wort" (Joh.17,17) ist die Wahrheit, an der sich jedermann orientieren kann (Offb. 22,18-19).

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DIese Frage sollte sich jeder auf der Welt stellen, nicht nur ich.

Ich kann nur was ändern, was in meinen Möglichkeiten liegt.

Stress mache ich mir, wenn ich daran denke, dass  Genitalverstümmellungen weltweit geschehen, die ich nicht verhindern kann.

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Es ist nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig. Die meisten Menschen folgen blind dem Gesellschaftssystem, in das sie hineingeboren worden sind, als würde ihnen die Verantwortung für ihr Handeln abgenommen werden, bloß weil alle um sie herum genau dasselbe tun & sind schlichtweg nicht in der Lage, selbst nachzudenken, was richtig und was falsch ist.

Im Quran heißt es: ,,Und wenn ihnen gesagt wird: Folgt dem, was Allah herabgesandt hat, so sagen sie: Nein! Wir folgen dem, bei dem wir unsere Väter vorgefunden haben, auch, wenn ihre Väter nichts begriffen hätten und nicht rechtgeleitet gewesen wären?" [2:170]

& ,,Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abzulenken, was wir bei unseren Vätern vorfanden?" [10:78]

Dieses blinde Befolgen ist aber nicht nur absolut verwerflich; sondern auch sehr verwunderlich...

Niemand würde sich gerne vorschreiben lassen, welchen Job er oder sie ausüben soll, wo oder mit wem man sein Leben zu verbringen hat, etc. - aber über das Unausweichlichste, den Tod, macht man sich keine Gedanken & lässt Andere über seine Religion und Werte entscheiden; nur weil man als Kind getauft wurde oder es in der Gesellschaft so üblich ist, dass man dieses und jenes als normal und richtig betrachtet...?

Ich denke, wer klug ist, hinterfragt nicht nur fremde, sondern vor allem die eigenen Vorstellungen & überlegt sich, wohin sein System ihn (in diesem Leben, wie im Jenseits) führt!

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Kommentar von Zicke52
26.11.2016, 23:34

@JeSuisMuslima: Guter Ansatz.

Dann hinterfrag mal schön. Folge nicht blind einem 1400 Jahre alten Buch, von dem man dir gesagt hat, dass es von Menschen geschrieben wurde, die es von jemandem erzählt bekommen gaben, der sich als Prophet ausgegeben hat, dem es jemand diktiert hat, der sich als Engel Gabriel ausgegeben hat, der behauptet hat, im Auftrag Gottes zu sprechen.

PS: Warum hast du meinen ursprünglichen Kommentar löschen lassen? Ich bestätige dich doch in deinem Rat, alles zu hinterfragen.

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Das bist du hereingeboren, nichts was du aendern koenntest.

Mein Kollege sagte immer: Alles wird schlechter, nur eins wird besser, die Moral wird schlechter!

Das haengt also von unserer Betrachtungsweise ab, wie wir auf die uns indoktrinierten Verhaltenskodexe reagieren.

Akzeptieren wir sie als wenn sie uns selbst entspringen, oder hinterfragen wir komplett ihre wahre Gueltigkeit.

Wenn du dir diese Frage stellst, dann bist du auf den richtigen Weg, nimmst du sie gar ernst oder Gottgegeben, dann schwimmst du mit der Masse der Nicht-Wissenden und fragst dich dauert, ob es richtig ist, was du tust oder denkst. Das ist die Kontionierung durch Moral, Sitten und Gebraeuche.

Willst du frei davon sein, frage dich, ob du dich gluecklich fuehlst mir dieser permanenten Einschrankung deines Erlebens!

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Es ist mehr Stress, wird doch aber wahrscheinlich zu einem besseren Menschen machen. 

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Die Kultur des Menschen ist mit eine Grundlage für seine Identifikation.

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Das ist sogar sehr sinnvoll.

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