Ist es sehr ungewöhnlich, dass jemand mit 18 politische Vorträge in einer Jugendorganisation hält?

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6 Antworten

Also wenn er mit 18 eines der aktivsten Mitglieder ist und in der Partei ziemlich viel zu sagen hat, obwohl er nich einigermaßen "neu" ist

Entscheidend bei politischer Arbeit ist nicht, ob man "viel oder wenig" zu sagen oder zu tun hat; sondern ob man das an den richtigen Stellen machen kann.

Er wirbt für neue Mitglieder und vertritt die Organisation an einigen Events, wirkt bei Demos mit und dient eben generell als Sprecher.

Es ist auch einfach möglich, dass man jemanden gesucht - und gefunden - hat, der ohne Mullen und Knullen die "Drecksarbeit" macht, während man sich entspannt zurücklehnen und auf den wichtigen karrierefördernden Moment warten kann...

Normalerweise kommen neue Mitglieder ja langsam in die Tätigkeit der Partei

Nope. Im Gegenteil: Typische "Partei-Karrieristen" steigen - meist ohne viel eigene Arbeit - schnell auf. Denn während sich das Fußvolk auf Demos und bei Events die Füße plattlatscht, sitzen diese Leute in Hinterzimmern und knüpfen die - eigentlich wichtigen und karriere-fördernden - Kontakte.

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Reales Beispiel aus der Politik: Die "Pizza-Connection", die sich nicht ohne süffisanten Hintergrund genauso nennt, wie der Drogenring der sizilianischen Cosa-Nostra-Mafia.

Teilnehmer dieser "deutschen Pizza-Connection" (Kein Scherz! Die Leute sind stolz darauf und nennen sich selbst so.) waren unter anderem Gröhe, Laschet, Röttgen, Altmeier, Pofalla, von Klaeden, Klöckner, Schröder, Özdemir, Beck, Lemke, Göring-Eckhardt, ...

Fällt dir bei diesen Namen etwas auf?

Genau! Sie alle haben es in ihren Parteien zu höheren Positionen gebracht, waren damals aber nur Mitglieder in den hinteren Reihen. Und sie alle gehören der CDU bzw. den GRÜNEN; also einst völlig diametral ausgerichteten Parteien, an. Hier wurden schon Mitte der 90er Jahre die wichtigen Kontakte geknüpft, die sich seit Ende der 2000er Jahre auszahlen.

Nix mit "Organisation vertreten". Diese Leute haben ALLE in Hinterzimmern gesessen und die eigentliche "Partei-Arbeit" den Naiven, wie dir, überlassen, während sie ihre Kontakte pflegten und einander die "Blut-Treue" versprachen.

Und deshalb stört sich ein Özdemir auch nicht daran, wenn ein von Klaeden mal eben blitzschnell von der aktiven Politik zu einer (besser dotierten) Position als Chef-Lobbyist eines Automobilkonzerns wechselt, nachdem er diesem Konzern zuvor schon als Politiker hilfreich zur Seite stand...

(Hier könnten noch dutzende weiterer Vorfälle stehen, die die GRÜNEN einst strikt ablehnten; ja, weswegen sie sich sogar damals von der SPD abspalteten. Doch nichts davon hebt die heutigen GRÜNEN an. Im Gegenteil. Denn die Pizza-Connection ist ein "Blut-Bund". (Auch das ist kein Scherz. Dieses Wort benutzte Özdemir tatsächlich in einem Interview.))

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Was ich damit sagen will? ... Nun, das findest du allein heraus, wenn du darüber nachdenkst. ;)

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Manche Leute haben halt ein gewisses Talent dafür. Nur weil man so jung ist heißt es ja nicht dass man zu so etwas nicht fähig ist manche Jugendliche können das wahrscheinlich nicht so gut wie dieser aber daran ist nichts seltenes. Ich halte das auch für gar nicht so schlecht umso mehr sich an so etwas beteiligen desto mehr könnte es ändern

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Was ist schon normal? Ich halte es nicht für ungewöhnlich, dass sich auch junge Menschen engagieren, und auch als Neueinsteiger, in einer Organisation, gleich von Null auf Hundert "beschleunigen".

Gerade junge Menschen haben starke Ideale, und die Energie sie zu vertreten.

Wobei ich persönliche hoffe, wenn es in der Frage um dich gehen sollte, dass du dich nicht für etwas engagierst, was dein Nick vermuten lässt. 

LG :-)

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Kommentar von Eyjou
17.06.2016, 19:53

Ideale und Ideologie liegt eng beieinander. Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein 18jähriger eine reife und balancierte Sichtweise hat.

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Es ist sicherlich nicht üblich, aber wenn sich in Deiner Stadt sonst keiner in der Altersgruppe findet, hat derjenige eben auch keine Konkurrenz. So kommt es auch, daß sie verschiedensten Gestalten in der Politik tätig sind, einfach weil es sonst niemanden interessiert.

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Christian Wulff war auch schon in jungen Jahren politisch sehr aktiv.

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Mit 18 hat er noch nicht viel Lebenserfahrung. Das heißt, dass er emotional befangen ist (irgendwas emotional belastendes erlebt hat) oder von seiner Familie geprägt ist. Ist mit Vorsicht zu genießen, da so junge Menschen eher Marionetten von jemandem anderen sind.

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Kommentar von pegidaaktivist
17.06.2016, 19:47

Du glaubst also nicht, es kann seine eigene politische Überzeugung sein?

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