Ist es sehr schädlich wenn jemand fast täglich Wein trinkt?

7 Antworten

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Wein hat etliche postive Effekte, zB. das bereits erwähnte verdünnen des Blutes. Nebenbei enthält er aber auch eine ganze Menge Vitamine. Allerdings nur der Wein mit einem echten Korken, denn Wein muss Atmen. Ist er hermetisch abgeschlossen, musste er vorher daran gehindert werden zu gären, denn dabei entsteht Kohlensäure, und irgendwann staut sich massig Druck auf. Aber alles, was den Gärungsprozess stoppt (abgesehen von ca. 20% Alkoholanteil im Getränk) zersetzt gleichzeitig einen Großteil der Vitamine. Deswegen ist der Korken das eigentlich wichtige...

(gilt btw. auch für sämtliche Säfte etc... was lufdicht verschlossen ist, hat keine Vitamine mehr. Auch "Hohes C" etc. hat kein Vitamin C drin... etwas das chemisch sehr ähnlich aufgebaut ist und nach Lebensmittelgesetz als "Vitamin C" verkauft werden darf ja, das verträgt aber Sonneneinstrahlung und höhere Temperaturen als richtiges Vitamin C, kann also nicht das gleiche sein. Auf Molekularer Ebene ist das ungefähr so, als würde auf dem Etikett stehen "Mit Luxusvilla!", aber nach dem Richtfest sind alle Handwerker abgehauen. Sieht sehr ähnlich, aber ist eben doch nicht das gleiche.

Die Leber kommt übrigens sehr gut ohne Schädigungen mit geringen Alkoholmengen klar, denn nter anderem dafür haben wir sie. Bereits unsere Affenvorfahren hatten eine Vorliebe für Vergorenes. Deswegen kann selbst ein untrainierter Mensch wesentlich mehr Promille ab als fast alle anderen Säugetiere.

Fazit: Wein, Bier, Saft... ist relativ egal, nur "atmen" muss es noch können. Oder mal eine Knoblauchzehe essen, wenn kein Besuch kommt. Viele Vitamine und wirkt ebenso wie Wein Blutverdünnend und damit vorbeugend gegen Herzinfarkt etc. Und bis man von Knoblauchzehen süchtig wird...

Ich wäre sehr misstrauisch bei diesen Gesundheitsanpreisungen für Alkohol, egal bei welchem Produkt. Viele der Untersuchungen, die die positiven Eigenschaften von Alkohol propagieren, sind als Marketingmassnahme zu verstehen, da die Alkoholindustrie ziemlich in Panik ist, seit die Weltgesundheitsorganisation und die EU Alkoholstrategien ausbrüten. Die negativen Nebenwirkungen von Alkohol sind immer grösser als eventuelle positive Wirkungen. Auch werden diese positiven Wirkungen fürs Herz erst ab etwa 55 Jahren wirksam. Der Durchschnittsleser und -Konsument bezieht sie natürlch auf sich und ist bestärkt in seinem Konsum. Genau das ist auch die Absicht der Alkoholindustrie.

Gesunde Nebeneffekte wird der Konsum so geringer Mengen durchaus haben, trotzdem wird die Leber auch durch diese Mengen geschädigt, wenn auch nur gering. Zudem ist das (meiner Meinung nach...) ein Spiel mit dem Feuer. Alkohol ist eine der suchterregendsten Drogen, die es gibt (gut 3% der Konsumenten sind abhängig), also sollte man lieber darauf verzichten.

nur 3% ?

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@wernoPhilosoph

da fast jeder gelegentlich mal nen schluck trinkt, sind 3% der konsumenten bei alkohol fast 3% der einwohner des landes, für das die statistik gilt. kinder mal rausgenommen... also nicht so sehr "nur".

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@runsler

Genau. Natürlich ist die Alkoholsucht bei den einen stärker, bei den anderen schwächer ausgeprägt, aber die Zahl der Abhängigen ist wirklich enorm.

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