Ist es schwerer eine Sprache zu lernen, je älter man wird?

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Im Gegensatz zu früheren Annahmen - Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr - ist die Hirnforschung heute weiter. Es hängt in allererster Linie von Deiner Begeisterungsfähigkeit für die Sprache ab. Also, was ist der Grund des Lernens dieser Sprache. Je emotionaler der Grund, desto leichter das Lernen. Es gibt ein sehr schönes Video mit Prof. Dr. Hüther. Er hat einen Vortrag vor Schulleitern gehalten. Etwa ab Minute 26:30 geht er näher auf die Begeisterung ein. Es gibt aber auch schon vorher immer wieder Passagen, die relevant für Deine Frage sind. Ich halte das ganze Video für hoch interessant. Aber das muss ja nicht auf Dich zutreffen.

Für Dein Lernen ist es ja nicht so wichtig, wie schnell andere Personen eine Sprache lernen. Egal ob Kinder oder Erwachsene. Du musst Dich nicht vergleichen. Es wäre frustrierend, wenn man wüsste, dass alle Anderen schneller sind, als man selbst.

Gruß Matti

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es stimmt. Meine Eltern sind Immigranten aus dem früheren Yugoslavien.

Ich habe die deutsche Sprache ziemlich schnell gelernt, meine Eltern jedoch haben noch ein paar Schwierigkeiten(z.B. Umlaute, eher selten die Grammatik und der Akzent)

Hallo Ratloser,

einem Kind ist es egal ob ein Gegenstand mit 'Tisch' oder 'Mesa' (Spanisch für Tisch) bezeichnet wird. Es ist ihm sowieso neu. Später dann lernt das Kind die Sprachen zu unterscheiden. Und hat man als Kind Kontakt gehabt mit mehreren Sprachen, hat man sich dran gewöhnt das Dinge andere 'Namen' haben können.

Erstaunlicherweise kann das Gehirn die Begriffe den Sprachen zuordnen, da gibt es einen physischen Bereich für 'Muttersprache' (bei wirklich zweisprachigen Leuten können das auch zwei oder drei sein), sowie, nach Sprachen getrennt, die anderen. In einem physisch völlig anderen Bereich, so als wäre das eine andere Partition der Festplatte da im Oberstübchen.

Je älter man wird, desto weniger flexibel wird die Festplatte. Es wird schwerer sich Dinge zu merken, die Response-Time sinkt (also die Zeit Dinge zu suchen), aber erstaunlicherweise sind wieder die bevorzugt, die schon mal andere Sprachen gelernt haben.

Dann kommt noch der Wille dazu. Eine Person mit höherer Ausbildung und / oder höherem Willen wird die Notwendigkeit, eine fremde Sprache zu erlernen höher einstufen und entsprechend mehr Energie darauf verwenden.

Witzigerweise hat z.B. Einstein nie richtig gutes Englisch gelernt. Man höre mal gesprochene Sachen von ihm, fürchterlich. Hat es wahrscheinlich nicht nötig gehabt...

Um so älter man wird, desto schlechter lernt das Gehirn. Das muss nicht umbedingt eine Sprache sein, die länger zu erlernen ist. Auch alles andere, wie zum Beispiel Spielregeln, neue Politiker, Inhalt eines Buches usw. prägt sich im Gehirn eines 80 Jährigen schlechter ein, als bei einem 20 Jährigen. Dennoch ist der Unterschied im Lerntempo sehr minimal. In jedem Alter lässt sich etwas neues dazu zu lernen, ob jung oder alt. Ein altes Sprichwort besagt: Man lernt nie zu ende.

Ja natürlich, wie die meisten Dinge, wird auch das Erlernen von Neuem mit zunehmendem Alter schwieriger.

Hilfreich ist natürlich immer, wenn man sich, wie bei diesem Thema, also im entsprechenden Sprachraum oder auch auf Absprache mit Familie, Freunden, etc, nur noch in der zu lernenden Sprache unterhält.

Ich denke schon, dass Kinder es viel schneller lernen als Erwachsene ! Kinder verbinden Wörter mit Bildern ( So habe ich es mit meiner Tochter erlebt ) das geht viel besser als stures Vokabel pauken ! Ich versuche auch schon seit Jahren mein Englisch aufzubessern und auch etwas Spanisch... Am besten Memory spielen mit Bildern auf beiden Sprachen und dann immer wieder sprechen, sprechen, sprechen... !

So viel wie ein kleines Kind lernst Du in Deinem ganzen Leben nicht mehr in so kurzer Zeit. Allein schon laufen, hören, sprechen sind ja enorme Leistungen.

Kinder lernen auch nicht so schnell, denn Kinder machen kindertypische Fehler und haben einen eingeschränkten Wortschatz. Und bis die mal von 0 auf 100 sind dauert es sehr viele Jahre.

Erwachsene lernen da grundsätzlich schneller und gezielter, jedoch hat man da auch mit dem Alltag zu kämpfen, nicht mehr so viel Zeit eine neue Sprache hinzu zu lernen, andere Vorlieben.

Am schnellsten lernt man im Studentenalter, da man da im Lernrhytmus ist, die Grammatik besser auffasst, körperlich und seelisch stabiler als ein Kind ist , sich auch besser konzentrieren kann und notfalls auch für einen Zeitraum Gas gibt.

ja es ist schwieriger, als Erwachsener zu lernen. Kinder können es tatsächlich leichter und schneller. Sie haben bis zu einem bestimmten Alter andere Gehirnfunktionen

Stimmt,

und weil das so ist sollte man die Vermittlung von Wissen+Bildung Kinder sehr früh ermöglichen und Sie gezielt fördern statt überfordern.

Die Älteren sind vielleicht auch nicht mehr soooo neugierig weil Sie schon vieles Kennen und Können.

Manche sind vermutlich durch die Anforderungen des Alltags im Kopf müde und nicht mehr so locker aufnahmebereit.

Auffallend ist das im Bereich des jeweiligen Hobbys

die Lernfähigkeit im fortgeschrittenen Alter explusionsartig zunimmt;

was bedeuten kann das wenn man sich für Etwas stark interessiert die Lernfähigkeit+Bereitschaft stark aufgefrischt wird ?

0

Ja, denn umso älter man wird, umso schwerer fällt einem das lernen

Sprachen lernen ist "Learning by doing". Kinder sind da viel aufgeschlossener mit Anderen zu reden als Erwachsene.

Eltern gehen ja auch nicht mehr in die Schule. Eltern haben auch kein Deutsch -Unterricht mehr.

Das hat mit Unterricht nichts zu tun. Es bedarf keiner Unterichtung um eine Sprache zu lernen. Eher mit der Begeisterungsfähigkeit und Motivation. Die Eltern haben sich selber als Gesprächspartner und gehen vielleicht nicht mehr so oft woanders hin. Sollten sie den Kontakt zu anderen Deutschen suchen, würden sie die Sprache schneller lernen.

Gruß Matti

0
@Kuhlmann26

Ja aber ich meine die Schule macht den Kindern ja einen Vorsprung. Da sie ja auch mit anderen deutschsprachigen Kinder aufwachsen. Erwachsene hingegen bekommen da keine Hilfe und müssen das alles alleine organisieren. Ich glaub eh nicht das Kinder viel schnell und besser leeren können. Sie lernen hält über einen längeren Zeitraum. Und stehen deshalb auch nicht unter Druck. Erwachsene schon.

0

Mit 20 - 25 Jahre (so in dem Dreh) lernt das Gehirn am besten. So meine ich es mal gelesen zu haben

Was möchtest Du wissen?